Abseits: Folge 197
Shane Duffy als Donald Duck

Drei Eigentore in etwas mehr als einer Halbzeit, dazu auch noch ein dummer Platzverweis. Für Shane Duffy von den Blackburn Rovers lief der Saisonstart mehr als unglücklich. Doch dann stellte er die Dinge doch noch mal auf den Kopf. Wahnsinn.

Mittwoch, 24.08.2016, 17:08 Uhr

Shane Duffy 
Shane Duffy 

Ziemlich verrückte Tage erlebte Shane Duffy gleich zu Beginn der Saison auf der britischen Insel. Tage, in denen der irische Nationalspieler auf eine emotionale Achterbahn ging – die führte ihn aber zunächst bergab. „Nightmare“ oder „Horror Night“ titeln englische Zeitungen, Häme übergoss sich über Duffy.

Aber was war überhaupt passiert, dass der 24 Jahre alte Innenverteidiger, der bei der EM gegen Frankreich vom Platz geflogen war, so dermaßen in die Schlagzeilen geriet? Bei der 0:3-Niederlage seiner Blackburn Rovers in der 2. Liga beförderte Duffy ziemlich tölpelhaft den Ball zum Endstand ins eigene Netz – halb so wild könnte man denken. Doch nach bösen Anfeindungen löschte der sonst so beinharte Abwehrhüne mit einem Gardemaß von 1,93 Meter sein Twitter-Account. Anscheinend in weiser Voraussicht. Denn nur vier Tage später setzte sich das Schicksal des Pechvogels gleich doppelt und dreifach fort. In bester Donald-Duck-Manier lenkte er beim 1:2 bei Cardiff City einen vom Pfosten abprallenden Ball ins eigene Tor (14.), sechs Minuten später verlängerte er per Kopf einen Freistoß – richtig, zwischen das Rovers-Gestänge. Drei Eigentore binnen 47 Minuten allein aber reichten Duffy noch nicht, in der Nachspielzeit sah der Tollpatsch die Gelb-Rote Karte – wegen Ballwegschlagens.

Henner Henning konnte sich angesichts der Pechsträhne von Duffy ein Lächeln nicht verkneifen.

Henner Henning konnte sich angesichts der Pechsträhne von Duffy ein Lächeln nicht verkneifen. Foto: -lisa-

Als pädagogische Maßnahme schickte ihn Coach Owen Coyle für ein paar Tage nach Hause. Und damit lag er goldrichtig. In der zweiten Runde des League Cup köpfte Duffy den Ball endlich einmal ins richtige Tor, zum umjubelten 4:3 gegen Crewe Alexandra. Von „zero to hero“ könnten nun die englischen Kollegen titeln. So schnell kann es gehen – nicht nur im Fußball.

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