DEL
Investor Ponomarew will Pinguine-Anteile verkaufen

Krefeld (dpa) - Investor Michail Ponomarew will seine Anteile am deutschen Eishockey-Club Krefeld Pinguine abstoßen.

Donnerstag, 10.10.2019, 14:28 Uhr aktualisiert: 10.10.2019, 14:30 Uhr
Noch Investor der Krefeld Pinguine Michail Ponomarew.
Noch Investor der Krefeld Pinguine Michail Ponomarew. Foto: Guido Kirchner

«Ich versuche meine Anteile an den Krefeld Pinguinen zu verkaufen und bin guter Dinge, dass es noch in dieser Woche Fortschritte geben wird», sagte der russische Geschäftsmann am Rande der Vorstellung von Manager Stefan Effenberg bei Fußball-Drittligisten KFC Uerdingen . Ponomarew ist beim KFC Clubchef und Investor. Er hält bei dem Verein aus der Deutschen Eishockey Liga ( DEL ) 46 Prozent der Anteile.

Beim DEL-Meister von 2003 tobt seit längerer Zeit hinter den Kulissen ein Streit um die Finanzen. Der Club wirft Ponomarew vor, seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachzukommen beziehungsweise nicht nachgekommen zu sein. So sei Medienberichten zufolge für die vergangene und die aktuelle DEL-Saison ein Fehlbetrag von über einer Million Euro aufgelaufen. Ponomarew hat jüngst bestritten, dass er bei Zahlungen in Verzug sei. Zweiter Hauptgesellschafter der Pinguine ist Wolfgang Schulz , der 48 Prozent der Anteile hält.

Laut Krefelds Geschäftsführer Matthias Roos ist die Situation existenziell. «Wir führen mit Herrn Schulz Gespräche darüber, ob wir seine Zusagen für die Monate Januar, Februar und März 2020 vorziehen können, um bis zum Jahresende Sicherheit zu haben», sagte Roos auf dpa-Anfrage. Ansonsten müsse der Verein zum Beispiel Antrag auf Insolvenz stellen. Den Pinguinen drohte bereits 1995 und 2010 die Zahlungsunfähigkeit.

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