Fußball Nachrichten
Ausschreitungen vor Fußballspiel - Wasserwerfer gegen Rostocker Fans

Freitag, 06.03.2009, 21:03 Uhr

Hamburg - Bei dem brisanten Nordderby zwischen dem FC St. Pauli und Hansa Rostock in der 2. Fußball-Bundesliga ist es am Freitag zu Ausschreitungen von Rostocker Fans gekommen.

Auf dem Vorplatz eines U-Bahnhofs in der Nähe des Millerntorstadions brannten Randalierer Feuerwerkskörper ab und gingen mit Bierflaschen auf Polizisten los, berichtete eine Polizeisprecherin. Einige der Krawallmacher waren vermummt. Die Beamten setzten Wasserwerfer und Pfefferspray ein.

Drei Polizisten und einige Fans wurden ersten Erkenntnissen nach verletzt. Es kam zu mehreren Festnahmen. So setzte die Polizei einen Anhänger des FC St. Pauli am Hauptbahnhof fest, weil er einem Rostocker Fan eine Gaswaffe an den Kopf gehalten hatte.

Nach dem Abpfiff des Spiels, das die Rostocker 2:3 verloren, sollten die Hansa-Fans mit Sonderzügen der U-Bahn zum Hauptbahnhof gebracht werden. „Wir versuchen, die Gruppen auseinanderzuhalten“, erklärte die Sprecherin. Die Hamburger Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz, um Krawalle wie beim Hinspiel in Rostock zu verhindern.

Damals hatte es vor und nach dem Spiel schwere Ausschreitungen gegeben. 15 Menschen waren verletzt worden, darunter sechs Polizisten. Zudem waren 52 Personen in Gewahrsam genommen worden.

„Dass es ein Problem mit den Rostocker Fans gibt, war allen vorher bewusst“, sagte Corny Littmann, Präsident des FC St. Pauli. Littmann war erleichtert, dass die Partie zu Ende gespielt werden konnte: „Zumindest ist es uns gelungen, das Spiel über 90 Minuten durchzuführen.“

In der Halbzeit des Nordderbys in Hamburg zündeten Rostocker Chaoten bengalische Feuer und Feuerwerkskörper. Das Stadion war voller Rauch. Anhänger von Hansa Rostock hielten ein Transparent hoch, auf dem „Hansa Hooligans“ stand. Insgesamt waren nach Polizeiangaben rund 1500 Rostocker Fans im Stadion.

Kurz vor Beginn des Spiels um 18 Uhr hatten sich rund 300 Rostocker Fans, die keine Eintrittskarten hatten, vor dem Gästeeingang des Stadions versammelt. Auch dort hätten sie begonnen, mit Flaschen auf Polizeibeamte zu werfen, sagte die Sprecherin. Vor dem Spiel hatten Anhänger aus Rostock so heftig am Zaun der Nordkurve des Stadions gerüttelt, dass er gesichert werden musste.

Die Polizei in Rostock hatte vor dem Spiel bereits vier Personen in Gewahrsam genommen. Sie wurden vor der Abfahrt eines Sonderzuges nach Hamburg vorläufig festgesetzt, teilte eine Sprecherin in Rostock mit. Zwei der vier Festgenommenen seien schon beim Hinspiel in Rostock auffällig gewesen.

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