Fußball: 3. Liga
Stunde der Verteidiger beim 3:1 der Preußen über Fortuna Köln

Münster -

Einen über weite Strecken hervorragenden Auftritt krönte Preußen Münster mit dem 3:1 über Fortuna Köln. Der neue Tabellenzweite setzte sich am Ende auch dank der besseren Fitness durch. Speziell in der letzten halben Stunde überzeugte der SCP auch spielerisch.

Sonntag, 20.09.2015, 18:35 Uhr

Fußball: 3. Liga : Stunde der Verteidiger beim 3:1 der Preußen über Fortuna Köln
SCP-Stürmer Rogier Krohne wird für seinen Treffer freudig von einem Mitspieler umarmt. Foto: Jürgen Peperhowe

Wenige Augenblicke zuvor, die Partie war noch torlos, funkte Trainer Ralf Loose seinem Abwehrchef den entscheidenden Marschbefehl zu. Er solle bitteschön die Freiräume im Mittelfeld eigenständig und kreativ nutzen, wenn schon Münsters Ballverteiler Amaury Bischoff und Elie Laprevotte in Manndeckung genommen werden. Dann kassierte der SCP das 0:1, doch Marc Heitmeier nahm im nächstbesten Moment Anlauf am Mittelkreis, rückte vor, tunnelte Daniel Flottmann, ließ Florian Hörnig ins Leere rutschen und hämmerte, ja er hämmerte den Ball an die Unterlatte und über die Torlinie.

Prompte Antwort

Das war das 1:1, die prompte Antwort des SC Preußen Münster im Heimspiel gegen Fortuna Köln vor 6550 Zuschauern, und es war das entscheidende Signal zum am Ende durchaus verdienten 3:1 (1:1)-Erfolg. „Alle haben sich auf Amaury konzentriert. Ich hatte Platz. Wenn der Ball von der Latte wieder ins Feld gesprungen wäre, dann wäre das ärgerlich gewesen“, blickte Heitmeier auf einen Schlüsselmoment zurück.

Münsters Defensivspezialisten waren die besonderen Faktoren beim vierten Sieg in Serie. Denn während Heitmeier das 0:1 (22.) – Ex-Preuße Marco Königs verwandelte einen fragwürdigen Foulelfmeter nach einem Tackling von Björn Kopplin an Julius Biada – ausglich (25.), sorgte Kopplin (75.) für das späte 2:1. Der Rechtsverteidiger köpfte eine Flanke von Amaury Bischoff ins Tor. „Jetzt trifft auch noch Kopplin, mein Gott“, unkte Heitmeier im Kabinengang.

Matchwinner statt Pechvogel

Aber der von Union Berlin zum SCP gekommene Kopplin änderte vom einen zum anderen Moment den Status Pechvogel in Matchwinner. „Der Elfmeterpfiff gegen mich war unfassbar, aber ich mache Fehler, Schiedsrichter machen Fehler“, zeigte sich der 26-Jährige versöhnlich. Denn im Moment des Sieges ging so viel Verständnis für Sven Waschitzki (Essen) leichter über die Lippen als in anderen Fällen. Und, so Kopplin weiter: „Die Flanke von Amaury war super.“

Die Preußen besiegen die Fortunen in Münster

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Amaury? Ja Amaury Bischoff, Münsters Kapitän, taute nach der Pause auf, löste sich aus dem Klammergriff der Manndeckung und bereitete zwei Tore mit vor. „Wir haben gelernt“, sagte er später, „wieder ein Stück geduldiger zu sein.“

Bischoff bereitet vor

Häppchenweise eroberte der SCP die Oberhand, denn die agile Fortuna verpasste es, ihre guten Möglichkeiten zu nutzen und der Partie eine andere Wendung zu geben. Bischoff bereitete das 2:1 vor, sein bahnbrechender Flankenball auf Felix Müller öffnete das Spiel entscheidend auch vor dem 3:1 durch Rogier Krohne (79.).

Wenn ich die Tabelle sehe, dann wäre es schön, wenn die Saison vorbei wäre.

Preußen-Trainer Ralf Loose

Der SCP hatte in der letzten halben Stunde erneut einiges zuzusetzen. Dabei trugen Marco Königs ein Privatduell und Münsters Schlussmann Niklas Lomb ein Privatduell aus. Einen Freistoß aus fast 30 Metern (12.) fischte Lomb aus dem Winkel, beim Foulelfmeter ahnte er die Ecke, aber Königs Schuss war zu hart. Letztlich vereitelte der Preußen-Keeper in der 65. Minute das letzte königliche Attentat auf sein Tor.

„Es ist immer wichtig, mit einem Erfolgserlebnis in die englische Woche und das Derby in Osnabrück zu gehen“, meinte Trainer Ralf Loose. Dann blickte er im Presseraum kurz auf die Tabelle im TV. Dynamo Dresden Erster, Preußen Münster Zweiter. Loose sagte auf die Frage, was ihm da durch den Kopf geht: „Was ich denke? Es wäre schön, wenn die Saison zu Ende wäre.“

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