Fußball: Regionalliga
Wassey läuft jetzt als BVB-Routinier auf

Münster -

Einst galt Massih Wassey als große Versprechung im Nachwuchslager der Preußen. Eine lange Karriere hat der heute 28-Jährige tatsächlich hingelegt. Mit Borussia Dortmund II, seinem neuen Team, könnte er nun endlich ans Tor zur 3. Liga klopfen.

Mittwoch, 13.07.2016, 20:07 Uhr

Massih Wassey (r.), hier im Zweikampf mit Lion Schweers, trägt seit wenigen Wochen das BVB-Trikot.
Massih Wassey (r.), hier im Zweikampf mit Lion Schweers, trägt seit wenigen Wochen das BVB-Trikot. Foto: Jürgen Peperhowe

Als 19-Jähriger rückte Massih Wassey 2007 aus der A-Jugend in den Profi-Kader des SCP auf. Der gebürtige Münsteraner mit indischen und kanadischen Wurzeln blieb dann für zwei Jahre, ehe er viele Jahre in der Regionalliga (141 Spiele, 30 Tore) Akzente setzte. FC Schalke 04 II, Fortuna Düsseldorf II, Waldhof Mannheim und SC Wiedenbrück hießen seit 2009 seine Stationen. Ein Kurz-Engagement bei Eintracht Rheine in der Oberliga nicht zu verschweigen. Jetzt läuft der inzwischen 28-Jährige für die Reserve von Borussia Dortmund auf und traf am Dienstag im Test (1:2) gegen seinen Ex-Verein.

„Ich habe mich bewusst für den BVB entschieden, aufgrund der professionellen Bedingungen“, sagt Wassey, der in seiner neuen Truppe der routinierteste Akteur ist und in der kommenden Woche sogar den Bundesliga-Kader zu einigen Freundschaftsspielen begleiten soll. Andere Angebote – sie sollen von RW Oberhausen oder den SF Lotte gekommen sein – schlug er für die Borussen aus. Lukrativ war für den Mittelfeldlenker, der als Zehner, aber auch weiter hinten auflaufen kann und durch starke Standards überzeugt, auch die Vertragslaufzeit von drei Jahren. Sollte eine noch spannendere Anfrage kommen, würde der Club ihm kaum Steine in den Weg legen. „Ich habe das Gefühl, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. In unserer Mannschaft steckt richtig Qualität“, sagt Wassey, der bis vor wenigen Wochen noch in Münster wohnte. Vielleicht kommt er dann als Endzwanziger ja doch noch zu seinem verspäteten Drittliga-Debüt.

Pischorn beendet Profi-Karriere

Dieser Schritt ist mutig und ungewöhnlich. Marco Pischorn, mit dem sich die Preußen im Frühjahr nicht auf eine Vertragsverlängerung verständigen konnten, beendet seine Profi-Karriere und will in seiner schwäbischen Heimat eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann antreten. Der Entschluss des dreifachen Vaters hat vor allem familiäre Gründe. Gegen den Ball treten wird er wohl nur noch hobbymäßig in einer unteren Liga. Anfang 2014 war der heute 30-Jährige mit viel Vorschusslorbeer vom SV Sandhausen gekommen und hatte einen Top-Vertrag erhalten. In der vergangenen Saison war er auch sportlich eine große Stütze. Neben dem Platz war er ohnehin einer der beliebtesten Preußen der vergangenen Jahre. Ein neuer Vertrag hätte für ihn wohl massive Einbußen bedeutet. Aus dem Kader der Vorsaison sind nun nur noch Kevin Schöneberg und Björn Kopplin auf Vereinssuche.

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