Fußball: B-Junioren-Bundesliga
Preußen kommen mit einem Knall auf Schalke aus dem Tal

Münster -

Damit hatte nun wirklich niemand ernsthaft gerechnet. Die kriselnde U 17 des SC Preußen gewann beim FC Schalke 04, der bis dahin noch kein Spiel verloren hatte, mit 2:1 und ließ sich auch von einem frühen Feldverweis kaum verunsichern.

Sonntag, 19.11.2017, 15:11 Uhr

Tor und Assist: Noah Bagdat war an alter Wirkungsstätte Mann des Tages.
Tor und Assist: Noah Bagdat war an alter Wirkungsstätte Mann des Tages. Foto: fotoideen.com

Zwölf Spiele lang waren die B-Junioren des FC Schalke 04 in der Bundesliga West einfach nicht zu bezwingen. Dann kam Preußen Münster – und beendete diese Serie einfach mal eiskalt mit einem gar nicht unverdienten 2:1 (1:0). Und der Sieg kam auch noch trotz fast 50-minütiger Unterzahl zustande.

Wie oft in dieser Saison hatte der SCP , der auf den vorletzten Platz abgerutscht war, spät und unglücklich Punkte verschenkt? Diesmal war alles anders. „Wir haben diszipliniert gespielt, ohne uns einzuigeln“, sagte Trainer Martin Kastner , der sich auch gleich freuen durfte, die Abstiegszone verlassen zu haben. Doch seine Warnung folgte gleich hinterher: „Wir dürfen jetzt nicht vergessen, dass wir um den Klassenerhalt kämpfen.“

Der Plan auf dem gut bespielbaren Kunstrasen am Parkstadion war klar: tief stehen und ab und an einen Punch setzen. Das gelang so gut wie selten zuvor. Kevin Husha scheiterte noch mit Pech am Pfosten (6.) Noah Bagdat brachte den Außenseiter dann nach einem Gegenstoß über Husha in Führung (18.). Vor der Pause ließ der Gast, der Robin Flake nach 27 Minuten mit einer harten Ampelkarte verlor, keine Chance zu. Erst nach dem Wechsel – Tobias Heering war inzwischen verletzt draußen – wurde es brenzliger. „Aber das ist zu zehnt gegen eine Mannschaft, die ein Anwärter auf die Deutsche Meisterschaft ist, kaum zu verhindern“, so Kastner. Zunächst sorgte der umsichtige Kapitän Julian Niehues mit einem Elfmetertor – Leon Bachmann hatte den Ex-Schalker Bagdat gefoult – für Beruhigung (46.).

Mit dem Lattentreffer von Malick Thiaw (48.) begann die Drangphase der Gelsenkirchener. René Biskup (50.) und Mick Gudra (59./69.) verpassten den Anschluss. Den stellten die Preußen sogar vier Minuten vor Schluss selbst her. Keeper Tom Breuers hatte einen Schuss von Bjarne Seturski abgewehrt, doch Jasper Dreinemann stocherte den Ball unglücklich per Kopf ins eigene Tor (76.). Anschließend kam es zum Gerangel um den Ball, wonach Oussama Anhari wegen Beleidigung die Rote Karte sah (77.). Die letzten Momente brachten die jungen Adlerträger dann recht gelassen über die Bühne. „Wir hatten so oft in engen Spielen das Nachsehen, diesmal hatten wir eben das Quäntchen Glück“, sagte Kastner. „Aber auch wirklich nur das Quäntchen.“ Seine Taktik, erstmals auf eine Fünferkette zu setzen, war aufgegangen. Die Umstellung auf 4-4-1 nach Flakes Ausschluss gelang auch. Alles passte an diesem Tag. SCP: Breuers – Iker, Flake, Dreinemann, Ates, Williams – Heering (35. Stampa), Niehues – Bagdat (63. Martin), März (51. Pauli) – Husha (80.+1 Niehoff)

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