Fußball: 3. Liga
Drei Baustellen für Preußen-Sportchef Metzelder – Interessenten für Kobylanski

Münster -

Drei Schlüsselpositionen muss Preußen-Sportchef Malte Metzelder noch besetzen. Ein Verkauf von Martin Kobylanski könnte Spielraum schaffen. Klar ist inzwischen auch, dass Jeron Al-Hazaimeh geht. Beim nächsten Gegner Hallescher FC spielen zwei „interessante“ Sechser.

Mittwoch, 18.04.2018, 13:04 Uhr

Dje Schlüsselpersonalie beim SC Preußen: Wenn es irgendwie geht, soll Torjäger Adriano Grimaldi bleiben.
Die Schlüsselpersonalie beim SC Preußen: Wenn es irgendwie geht, soll Torjäger Adriano Grimaldi bleiben. Foto: Jürgen Peperhowe

Drei mehr oder weniger große Baustellen beim Personal hat Malte Metzelder noch zu lösen. Der Sportchef des SC Preußen Münster sucht a) einen Torwart, b) einen zentralen defensiven Mittelfeldspieler und muss c) die „Causa Adriano Grimaldi“ klären. Hört sich gar nicht nach so viel Arbeit an, ist es aber. Denn es sind Schlüsselpositionen, die den Kader rund machen sollen.

„Wir werden uns Zeit lassen müssen“, sagt Metzelder aus gutem Grund. Da ist zum einen der Etat knapp bemessen. Mit Dominik Lanius (21/Viktoria Köln), Niklas Heidemann (23/Wuppertaler SV) sowie Rufat Dadashov (26/BFC Dynamo) wurden drei Akteure aus der Regionalliga geholt. Klar sind mittlerweile alle Abgänge, unter anderem Sebastian Mai, Jeron Al-Hazaimeh oder Stéphane Tritz sowie die Leihspieler Nils Körber (Hertha BSC) und Nico Rinderknecht (FC Ingolstadt).

Grimaldi wieder voll da

Zeit lassen müssen sich die Preußen notgedrungen auch, weil für eine Weiterverpflichtung von Grimaldi momentan die Kasse nicht genug Geld hergibt. Dennoch sollen zeitnah die Vorstellungen ausgetauscht werden. Zudem könnte sich Spielraum ergeben, wenn etwa Angreifer Tobias Warschewski ausgeliehen würde. Das Sturmtalent ist mit seinen gerade einmal 20 Jahren beim SCP ins Hintertreffen geraten, der Vertrag in Münster läuft bis 2020.

Grimaldi rückte in den letzten Wochen wieder in den Fokus vieler Clubs, weil er sein Torkonto auf elf hochschraubte. Die viermonatige Durststrecke der Hinserie hat er aufgearbeitet. Münsters Kapitän ist wieder voll da – und natürlich interessieren sich eine Reihe von Drittligisten für ihn.

Metzelder muss in viele Richtungen denken

Aber noch eine andere Offensivkraft des SCP weckt offenbar Interesse in der 2. Bundesliga: Martin Kobylanski . Der 24 Jahre alte Deutsch-Pole wird nach Angaben von „transfermarkt.de“ intensiv von Zweitligist VfL Bochum beobachtet. Mit der SpVgg Greuther Fürth denkt ein weiterer Club aus dem Unterhaus über Kobylanski nach, der in dieser Saison zehn Tore erzielte und weitere sechs vorbereitete. Gerade als Schütze von Standardsituationen hat er in dieser Spielzeit einen riesigen Schritt nach vorn getan.

Für den Fall, dass sich Kobylanski verabschieden würde, winkt dem SCP eine Ablösesumme, denn der Vertrag läuft noch bis 2019. Frisches Geld im Etat würde wiederum eine Grimaldi-Weiterverpflichtung wahrscheinlicher machen. Aber es ist nur ein Gedanke, und Metzelder muss in viel mehr Richtungen denken.

Wiederbeginn am 13. Juni

Die Eckdaten für die neue Saison stehen bereits fest. Nach dem letzten Punktspiel am 12. Mai in Großaspach kehrt, was das Drittliga-Team der Preußen betrifft, für gut einen Monat Ruhe ein.

► Trainingsstart: Der SCP wird am 13. Juni (Mittwoch) die Übungsarbeit für die Spielzeit 2018/19 wieder aufnehmen.

► Saisonbeginn Der erste Spieltag in der 3. Liga ist vom 27. bis 29. Juli terminiert, das ist zwei Wochen nach dem WM-Finale von Moskau. Die 2. Bundesliga startet vom 3. bis 5. August, die 1. Bundesliga erst wieder vom 24. bis 26. August. Der zweite Drittliga-Spieltag ist vom 3. bis 5. August Beginn der englischen Woche. Weiter geht es am 7. und 8. August und dann mit Runde vier vom 10. bis 12. August.

► Trainingslager: Aktuell ist keine solche Maßnahme in der Sommer-Vorbereitung geplant.

...

Ihm fehlt noch ein Sechser, der diese Rolle vergleichbar neben Platzhirsch Sandrino Braun ausüben kann. Ex-Preuße Erik Zenga, der nach langer Verletzungspause beim Halleschen FC wieder Anschluss gefunden hat, aber erst mal zum Zweitligisten SV Sandhausen zurückkehrt, sei ein „interessanter Spieler“. Zenga war im Sommer 2017 bereits wieder in Münster im Gespräch. Genau wie Royal-Dominique Fennell, der ebenfalls seinen Vertrag beim finanziell „klammen“ HFC nicht verlängert. Beide Spieler stehen aber allenfalls auf einer erweiterten Liste der Preußen.

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