Fußball: B-Junioren Bundesliga
Preußen Münsters Nachwuchs wird vom Schlusslicht ausgekontert

Münster -

Sommerfußball steht nicht zwingend für Qualität: Den Beweis für diese These traten die B-Junioren des SC Preußen Münster an. Gegen Bundesliga-Schlusslicht MSV Duisburg unterlagen die Adlerträger unnötig mit 0:2.

Sonntag, 06.05.2018, 13:05 Uhr

Preußen-Spieler Kevin Husha setzt sich gegen Duisburgs Hüseyin Aflaz durch – ging am Ende aber als Verlierer vom Platz.
Preußen-Spieler Kevin Husha setzt sich gegen Duisburgs Hüseyin Aflaz durch – ging am Ende aber als Verlierer vom Platz. Foto: Peter Leßmann

„Ich würde den Trainer rausschmeißen. Die Jungs sind gut, nur die Mannschaft funktioniert nicht.“ Mit dieser Erkenntnis überraschte der Preußen-Anhänger eigentlich jeden, so dass er ausschließlich in fragende Gesichter schaute. „Ich meine Duisburgs Trainer“, kam es dann kleinlaut hinterher. Aber auch das brachte ihm keine Zustimmung. Ohnehin hatten die Besucher des B-Junioren-Bundesligaspiels zwischen dem SC Preußen und dem MSV Duisburg ganz andere Sorgen. Sie wollten ein gutes Spiel sehen, den vorzeitigen Klassenerhalt feiern und sich über drei Punkte freuen. Es blieb ein Wunsch.

Denn das Schlusslicht der Liga erwies sich als Meister der Chancenverwertung. Ganze zwei Mal tauchten die „Zebras“ wirklich gefährlich vor dem Preußen-Kasten auf, beide Male klingelte es. Das 0:1 besorgte Metehan Türkoglu in der 48. Minute, als die Gäste nach einer Preußen-Ecke einen blitzschnellen Konter starteten und vollendeten. Fast schon logisch, dass auch das 0:2 ein Konter war. Dieses Mal nach einem Freistoß der Preußen und mit Baris Köktürk als Torschütze (61.).

Draußen traute man seinen Augen nicht und weinte den Chancen nach, die die Hausherren bis dahin liegen gelassen hatten. So Peter Stüve (Kopfball) und Johannes März (Fernschuss) vor der Pause. So zweimal der eingewechselte Kevin Husha nach dem Wechsel (jeweils am langen Eck vorbei) sowie Kapitän Tobias Heering , dessen Freistoß gegen die Latte klatschte. „Die wollen wohl nicht gewinnen“, unkte ein Enttäuschter, der ohnehin nur „Not gegen Elend“ gesehen hatte.

„Es ist schon bitter, aber nicht zu ändern.“ Auch Preußen-Trainer Martin Kastner machte die mangelhafte Chancenverwertung dafür verantwortlich, dass der Befreiungsschlag ausgeblieben war und der sichere Klassenerhalt verschoben werden musste. „Es nützt nichts, wenn man einen Gegner spielerisch beherrscht, aber vorne nur die Null steht. Es ist wohl auch eine Frage der Qualität, wenn man seine Möglichkeiten vergibt, wie wir das zu oft tun.“

Zwei Spiele stehen noch an für den SCP, die Gegner heißen Schalke 04 und Bayer Leverkusen. Gegen Schalke wurde das Hinspiel 2:1 gewonnen, gegen Leverkusen unglücklich verloren. Eigentlich keine schlechten Aussichten. Man sollte nur mal wieder ins Tor treffen.

SCP: Flasse – Katzer, Dreinemann, Ates (61. Pauli), Iker – Pohl – Martin, Heering, März (76. Hilgenberg), Williams (51. Bagdat) – Stüve (41. Husha).

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