Fußball: Westfalenliga
Glanzstück der Preußen-Reserve gegen Spitzenreiter Herford

Münster -

Die Preußen-Reserve hat sich nach zwei Niederlagen und einem spielfreien Wochenende mit einem echten Glanzstück zurückgemeldet. 3:0 schlugen die Münsteraner den Spitzenreiter SC Herford und ließen diesem wenig Luft zum Atmen.

Montag, 01.10.2018, 15:06 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 30.09.2018, 19:16 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 01.10.2018, 15:06 Uhr
Der wendige Ali Ibraim (M.), der hier die Herforder Boris Glaveski (l.) und Zikos Papaspiros stehen lässt, gehörte in einer guten Preußen-Elf zu den Aktivposten.
Der wendige Ali Ibraim (M.), der hier die Herforder Boris Glaveski (l.) und Zikos Papaspiros stehen lässt, gehörte in einer guten Preußen-Elf zu den Aktivposten. Foto: Peter Leßmann

Der zuvor ungeschlagene Westfalenliga-Erste SC Herford wurde zur Beute einer jungen Garde des sehenswert auftretenden SC Preußen Münster II. Mit dem 3:0 (0:0) legten die Adlerträger die beiden letzten Niederlagen zu den Akten und bewiesen, auch in einer völlig neuen Formation den Plan motiviert umsetzen zu können. Als Zweiter sitzt dieser SCP jetzt dem ostwestfälischen Ersten im Nacken. Seinen stark ersatzgeschwächten Kader durfte Trainer Sören Weinfurtner mit den Drittliga-Kaderspielern Ugur Tezel rechts in der Kette und Innenverteidiger Dominik Lanius verstärken. Die Spieler aus dem Jahrgang 1997, die Spielpraxis brauchen, passen ja auch rein altersmäßig in die Zweite.

Im 4-2-3-1-Format aufgestellt, ließen die Gastgeber kein Stück Respekt vor dem Tagesfavoriten verspüren. Aber sattelfest agierte die Elf vor der Pause noch nicht, durfte aber selbst durch Nils Burchardt (18.) und noch eher durch Sören Wald (32.) treffen, die sogar Freiraum beim Abschluss hatten. Lanius suchte lange seinen inneren Halt und die Konzentration in den Szenen. Tezel machte vor der Pause viel Dampf auf der Seite und wirkte lange Zeit dynamisch.

Herfords Offensivabteilung um Torjäger Marcel Todte interessierte sich erst dann fürs Spiel, wenn der Ball mal mundgerecht auch nach vorne gebracht worden war. Geschlossen agierte die Elf nur selten. Nicht jede Attacke klärten die Preußen kompromisslos. An Laufarbeit und dem Willen, die Meter zu machen, war fast jeder Münsteraner den Gästen überlegen – Flügelspieler Ali Ibraim etwa, Schwungrad Andre Born auch.

Und vor der Kette brillierte Dominik Klann an Burchardts Seite positionstreu durch intelligentes Spiel, fing etliches ab und baute sachlich auf. An Einsatzfreude war auch Wald weit vorne – und irgendwie bugsierte er nach Borns Zuspiel den Ball zum 1:0 ins lange Eck (54.). Die Führenden blieben aktiver. Die Herforder Reaktion kam nicht gerade in der gebotenen Vehemenz.

Als der gerade eingewechselte Ousman Touray, nach erfolgloser Vereinssuche vor wenigen Wochen zum SCP zurückgekehrt, mit seinem ersten Ballkontakt cool Torwart Nino vom Hofe aussteigen ließ und das 2:0 machte (71.), war die Vorentscheidung gefallen. Der nachsetzende Wald besorgte dem Kollegen erst die Szene. Und Touray bedankte sich auf seine Weise: Born zog dribbelnd von links nach rechts und spielte Doppelpass mit Touray vor seinem Schuss zum 3:0 (80.), das war ganz edel gemacht.

„Der Unterschied war in der Mentalität festzumachen“, sagte Weinfurtner. „Wir wollten permanent und waren nach dem Wechsel sogar dominant. Und das alles trotz der personellen Engpässe – diesmal hat jeder bewiesen, dass er zu Recht bei uns spielt.“ Die Fortschritte von Klann erfreuen ihn: „Der ist ein toller Ballverteiler und wird immer besser.“ SCP : Dedovic – Tezel, Lanius, Woitaschek, Conze – Klann, Burchardt – Born, Kerellaj (80. Lackmann), Ibraim (68. Touray) – Wald (83. Özmen)

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