Fußball: 3. Liga
Preußen Münsters Trainer Marco Antwerpen noch ohne Perspektive

Münster -

Das Trainerkarrussel kommt auch in Liga drei langsam in Bewegung: Fortuna Köln sucht, Großaspach hat schon gefunden – und Preußen Münster? Stillstand! Der Vertrag von Marco Antwerpen läuft im Sommer 2019 aus, seine Bilanz ist beeindruckend, aber es rührt sich nichts ...

Freitag, 19.10.2018, 08:51 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 18.10.2018, 16:18 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 19.10.2018, 08:51 Uhr
Preußen-Trainer Marco Antwerpen hat in dieser Spielzeit nur selten sportliche Rückschläge, wie hier nach der Pokal-Niederlage in Rödinghausen, zu verkraften. Sein Vertrag läuft noch bis Sommer 2019..
Preußen-Trainer Marco Antwerpen hat in dieser Spielzeit nur selten sportliche Rückschläge, wie hier nach der Pokal-Niederlage in Rödinghausen, zu verkraften. Sein Vertrag läuft noch bis Sommer 2019.. Foto: imago/Noah Wedel

Als Drittliga-Dauerrivale Fortuna Köln zu Beginn dieser Woche seinen Trainer Uwe Koschinat ziemlich überraschend an den aktuellen Zweitliga-Vorletzten SV Sandhausen verlor, dürfte auch in Münster der eine oder andere kurz aufgeschreckt sein. Denn auch der Coach der Preußen hat in den vergangenen Monaten viel Erfolg gehabt und dürfte in diversen Notizbüchern im deutschen Profifußball auftauchen.

Antwerpen mit beachtlicher Bilanz

Konkret war Marco Antwerpen seit Anfang des Jahres in genau 30 Partien verantwortlich und sammelte in dieser Zeitspannen bemerkenswerte 53 Punkte – und das ohne eine einzige Verstärkung des damals arg abstiegsgefährdeten Teams im Winter und ohne eine (zumindest nominelle) Aufwertung des Kaders in der Sommerpause.

Erst der souveräne Klassenerhalt, dann der Sprung in die Spitzengruppe (aktuell Platz drei) und im Schnitt 1,77 Punkte pro Spiel lassen nur einen Schluss zu: Antwerpen ist begehrt, sein Name soll auch gefallen sein, als Zweitliga-Schlusslicht MSV Duisburg jüngst einen Nachfolger für Ilia Gruev suchte. Die Zebras entschieden sich allerdings für Torsten Lieberknecht.

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Preußen-Trainer Marco Antwerpen: Ob sein Vertrag verlängert wird, ist noch offen. Foto: Jürgen Peperhowe

SC Preußen in der Zwickmühle

Trotzdem gibt es auf Seiten der Preußen aktuell keine Bewegung in Sachen Vertragsverlängerung. „Nein, es gab bisher keine Gespräche“, bestätigt der Chefcoach, dessen Arbeitspapier genau wie das seines Assistenten Kurtulus Öztürk im Juni 2019 ausläuft. Der SCP, das deuteten der sportliche Geschäftsführer Malte Metzelder und auch Präsident Christoph Strässer jüngst an, steckt diesbezüglich in einer Zwickmühle. Solange die elementare Stadionfrage nicht geklärt ist, lässt sich kaum absehen, welche Mittel dem Club für die kommende Saison zur Verfügung stehen. Bekanntlich lautet der Stand weiterhin: Investoren, sowohl für einen Neubau als auch für die Kapitalgesellschaft, stehen nur zur Verfügung, wenn die Preußen den Standort Hammer Straße verlassen. Was nach wie vor sehr fraglich ist.

Vorsichtige Kritik an Entscheidungsträgern

Antwerpen hält sich wohlweislich zurück bei der Bewertung der Lage. „Es ist Sache des Vereins. Ich weiß ja gar nicht, ob man über die Spielzeit hinaus überhaupt mit uns plant“, so der 47-Jährige. „Wir versuchen nur, so gute Arbeit wie möglich abzuliefern.“ Auch zu Anfragen oder Kontakten mit anderen Clubs gibt er sich bedeckt: „Ich konzentriere mich auf Preußen und möchte nicht über andere Dinge sprechen.“ Etwas Kritik wird der frühere Stürmer, der für seinen (auch persönlichen) Ehrgeiz bekannt ist, aber doch los: „Ich finde, der Sport sollte immer im Vordergrund stehen. Das ist hier derzeit nicht der Fall, aber das müssen die Verantwortlichen selbst wissen.“ Nach einer schnellen Einigung, die ja eigentlich auf der Hand läge, klingt das nicht.

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