Fußball: 3. Liga
Preußen Münster reist im Wissen um die eigene Stärke nach Meppen

Münster -

Zwar verloren die Preußen zum Einstand von Trainer Marco Antwerpen im Januar beim SV Meppen. Doch die Zeiten haben sich geändert. Münster ist Zweiter, die Emsländer stecken unten drin. Am Sonntag um 14 Uhr gibt es ein Wiedersehen.

Samstag, 27.10.2018, 10:08 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 27.10.2018, 10:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Samstag, 27.10.2018, 10:08 Uhr
René Klingenburg kam zuletzt nicht mehr ganz an seine Idealform heran, ist aber weiter ein elementar wichtiger Baustein im Preußen-Puzzle. Denkbar, dass er in Meppen eine Position nach hinten rutscht.
René Klingenburg kam zuletzt nicht mehr ganz an seine Idealform heran, ist aber weiter ein elementar wichtiger Baustein im Preußen-Puzzle. Denkbar, dass er in Meppen eine Position nach hinten rutscht. Foto: Jürgen Peperhowe

Die erleichternde Nachricht kam schon zu Wochenbeginn. Erneut hat sich ein privater Sponsor gefunden, der den Preußen die im Saison-Etat nicht vorgesehene frühzeitige Anreise zu einem näheren Auswärtsspiel ermöglicht. So geht es bereits am Samstag Richtung Emsland. Die Hotelunterkunft bezahlt der Förderer, der öffentlich nicht genannt werden möchte, aber sicher am Sonntag (14 Uhr) wie viele Fans auf drei Punkte beim SV Meppen hofft.

Hausherren sind heimstark

Was spricht dagegen? Die Form zumindest nicht, eine strapaziöse Anfahrt ebenfalls nicht, schließlich geht’s für die Nacht vorher bereits ins altbekannte und nur 25 Minuten entfernte Romantik-Hotel Aselager Mühle. Die Hausherren wirken als 18. zwar nicht unschlagbar, doch ihre auch in dieser Saison auffällige Heimstärke haben die Münsteraner zum Debüt von Trainer Marco Antwerpen vor gut neun Monaten (0:2) am eigenen Leib zu spüren bekommen.

„Im Vergleich zu damals gibt es bei uns schon gravierende Unterschiede“, sagt der Coach. „Wir versuchen, die Mannschaft zu entwickeln, gerade in der Spieleröffnung. Aber damals sind wir zum Beispiel auch noch mit Viererkette angetreten.“

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Neue Variante mit Moritz Heinrich

Was definitiv geblieben ist, ist der genaue Blick auf den Gegner. „Meppens System könnte prädestiniert für Eins-gegen-eins-Situationen sein“, sagt Antwerpen. Daher ist es eine Überlegung, Moritz Heinrich auf links im Team zu belassen, weil er solche Duelle mutig angeht. „Wir haben ihn dort jetzt mal installiert. Das bleibt eine Variante für Sonntag. Niklas Heidemann war zuvor auch extrem belastet.“

Möglich also, dass der Blondschopf weiter draußen bleibt. Diese Gefahr droht auch Sandrino Braun und Simon Scherder, trotz der Gelbsperre von Kevin Rodrigues Pires. Antwerpen überlegt nämlich, den SVM in der Abwehr sofort zu beschäftigen und sehr offensiv aufzustellen. Hieße: René Klingenburg oder Martin Kobylanski rücken auf die Sechserposition, und ein Angreifer (Philipp Hoffmann, Philipp Müller) ins Team. Aber auch Kapitän Scherder bleibt ein Thema. „Er konnte jetzt durchatmen. Wenn er spielt, muss er zusehen, dass er seine Chance nutzt.“

Auswärtsstärke ausspielen

Münsters Coach hat festgestellt, dass „Meppen oft unter Wert geschlagen“ wurde. „Die Priorität liegt offenbar auf den Heimspielen, aber wenn man auswärts verliert, wird dieser Spagat immer schwieriger, der Druck größer. Das verunsichert vielleicht.“ Der SCP hingegen schleppt als Tabellenzweiter wenig Ballast mit sich. Auch im Wissen um die eigene Stärke. „Wenn wir 1:0 in Führung gehen, wird es schwer gegen uns. Dann kommt unsere Konterstärke zum Tragen“, so Antwerpen. „Und auswärts haben wir bisher bessere Spiele als zu Hause gemacht.

► Lucas Cueto und auch Tobias Warschewski sind wieder gesund. Dominik Lanius fällt angeschlagen aus.

►  SCP: Schulze Niehues – Schweers, Kittner, Borgmann – Menig, Scherder, Heinrich – Klingenburg, Kobylanski – Rühle, Dadashov

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