Fußball: 3. Liga
Hoher fünfstelliger Betrag für Preußen aus dem Nachwuchsfördertopf

Münster -

Aus dem Nachwuchsfördertopf des DFB für Drittligisten durfte sich auch Preußen Münster mit einem hohen fünfstelligen Betrag bedienen. Es könnte aber auch wesentlich mehr sein, wenn der Verein sein angestrebtes Nachwuchsleistungszentrum erhält.

Montag, 22.07.2019, 15:51 Uhr aktualisiert: 22.07.2019, 16:33 Uhr
Die Finanzen immer im Blick: Malte Metzelder
Die Finanzen immer im Blick: Malte Metzelder Foto: Jürgen Peperhowe

Das 1:1 zum Start in München war für Malte Metzelder ein gewonnener Punkt, bei dem er „eine gute Ordnung“ und „mutiges Auftreten“ vor sowie „Kampfgeist“ nach der Pause gesehen hatte. Neben den sportlichen Aspekten hat der Sportchef der Preußen noch andere Themen zu beackern, die vor allem wirtschaftlicher Natur sind.

In der vergangenen Woche etwa erfuhren die Drittligisten, welchen Betrag sie aus dem zur abgelaufenen Spielzeit eingeführten (und 2,95 Millionen Euro schweren) DFB-Nachwuchsfördertopf ziehen dürfen. Zwar einigten sich die Clubs darauf, auf ein Ranking und exakte Zahlen zu verzichten, doch für den SCP sprang ein sehr hoher fünfstelliger Betrag heraus – und damit etwa 10 000 Euro mehr als kalkuliert, die nun zweckgebunden in die Jugendarbeit fließen. Weil der Club noch kein Nachwuchsleistungszentrum betreibt, fiel der Erlös allerdings wesentlich geringer aus als für Konkurrenten, die hier einige Schritte weiter sind und teils hohe sechsstellige Einnahmen generierten. Weil Münster sich immerhin im Aufbau befindet und entsprechende Kriterien bereits erfüllt, flossen allein schon mal 50 000 Euro.

Wann die Preußen ihr NLZ bekommen, steht aber noch in den Sternen. „Uns fehlen einfach Plätze“, sagt Metzelder über eines seiner Hauptprojekte. Idealerweise entstehen diese im Laufe der Stadionsanierung auf dem Areal an der Hammer Straße.

„Grundsätzlich waren wir immer weitgehend darüber im Bilde, mit welchen Summen wir rechnen können“, so der 37-Jährige. „Und bei der Spielzeit waren wir im Vergleich auch sehr gut unterwegs.“ Abzüglich der Spieltage 34 bis 38 (um möglicher Wettbewerbsverzerrung vorzubeugen) sammelten Jannik Borgmann (1300 Minuten), Cyrill Akono (764), Moritz Heinrich (683) und Tobias Warschewski (363) als U-21-Spieler Anteile, die der DFB mit weiteren Geldern honorierte. Je länger die Jungprofis dem Verein angehören, desto höher war der Multiplikator (1, 2 oder 3). Der weitere Faktor 2 oder 3 für ein NLZ entfiel bei den Münsteranern ja.

Ein anderes Thema, das im Vorfeld des Ligastarts aufkam, war die Häufung von Drittligisten (sieben), die mit der Hauptsponsor Sunmaker auflaufen. Seitens des Verbands wurde diese Anzahl durchaus kritisch interpretiert. Metzelder lässt sich da jedoch nicht aus der Ruhe bringen. „Das Unternehmen ist ja kein ganz neuer Partner und als absolut seriös einzustufen. Für Sunmaker ist die 3. Liga hochspannend und auch bezahlbar.“ Ein Zubrot schuf sich der SCP auch durch die Übereinkunft mit der Firma Biamed, die neben Liga-Sponsor Bwin den zweiten Ärmel auf dem Trikot übernahm. „Wir waren schon lange in Gesprächen und standen trotz der späten Unterschrift nicht unter Strom“, so Metzelder.

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