Fußball: Testspiel
Bei den Preußen schwinden gegen den BVB zum Schluss die Kräfte

Münster -

Zwei freie Tage bekamen die Profis des SC Preußen nach der 0:4-Niederlage im Testspiel gegen Borussia Dortmund geschenkt. Sie hatten lange Zeit sehr gut mitgehalten gegen das Starensemble, vor allem aber haben sie zwei anstrengende Wochen hinter sich.

Sonntag, 11.08.2019, 15:06 Uhr aktualisiert: 11.08.2019, 15:55 Uhr
Das 4:0: Weltmeister Mario Götze lässt Oliver Schnitzler im Preußen-Tor keine Chance, Ole Kittner kann auch nur hinterherschauen.
Das 4:0: Weltmeister Mario Götze lässt Oliver Schnitzler im Preußen-Tor keine Chance, Ole Kittner kann auch nur hinterherschauen.

Eine Dreiviertelstunde nach dem Abpfiff war hinter der Haupttribüne für niemanden ein Durchkommen. Die Spitzenfunktionäre der Preußen mussten sich ebenso an einer Absperrung gedulden wie zahlreiche (meist junge) schwarzgelbe Fans und alle weiteren Zuschauer. Um chaotische Szenen bei der Autogrammjagd zu vermeiden, war eine Trennung der in den Bus steigenden BVB-Profis und der euphorischen Anhänger, die sonst selten so nah an ihre Stars herankommen, wohl unabdingbar. Viele, nicht alle, nahmen sich einen Moment Zeit, signierten Trikots, Schals oder auch Unterarme. Die SCP-Kicker schauten sich das Schauspiel teils gelassen an.

Testspiel SC Preußen Münster – Borussia Dortmund

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  • Der deutsche Vizemeister Borussia Dortmund hat sich am Samstag im münsterischen Preußenstadion die Ehre gegeben.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Beim BVB waren in dem Testspiel zahlreiche „große Namen“ auf dem Platz.

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  • Der Dortmunder Neuzugang Julian Brandt im Zweikampf mit Preußens Seref Özcan.

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  • Jacob Bruun Larsen gegen Keven Rodrigues Pires.

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  • Thomas Delaney im Duell mit Lucas Cueto.

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  • Julian Brandt und Fridolin Wagner.

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  • Sehen Sie im Folgenden viele weitere Impressionen aus dem Preußenstadion.

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  • Testspiel SC Preußen Münster – Borussia Dortmund Foto: Jürgen Peperhowe
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Preußen spielen mutig nach vorne

Statisten waren sie in den 90 Minuten zuvor eigentlich eher selten, über vier Fünftel der Partie lagen sie auf Augenhöhe. Beim 0:4 (0:1) wurde es nur am Ende deutlich. „Für mich ist das Glas halbvoll“, sagte Trainer Sven Hübscher, der die Spielzeit angemessen und gerecht verteilte. „Wir wollten nicht nur mauern, wollten keine Fünferkette aufbieten, wollten selbst aktiv werden. Das hat funktioniert.“ Ihn freute, dass seine Schützlinge jeden Abstoß flach und in Ruhe hinten raus spielten. Langholz, wie es jedem Underdog verziehen wird, war nicht geplant. Gerade vor dem Wechsel hatte der SCP auch seine Szenen. Kevin Rodrigues Pires aus der Distanz (11.), Rufat Dadashov nach schönem Zusammenspiel von Seref Özcan sowie Julian Schauerte (31.) und Simon Scherder mit zwei Kopfbällen (35., 44.) ließen das Publikum von einem Treffer träumen. Der gelang nur dem Supercup-Sieger, er resultierte aus einem der ganz seltenen Patzer von Keeper Max Schulze Niehues, der eine Ecke von Julian Brandt unterlief, so dass Leonardo Balerdi einnicken konnte (24.). „In der ersten Halbzeit haben mir die Preußen sehr gut gefallen, da haben sie mutig nach vorne gespielt“, sagte Sebastian Kehl, Leiter der Lizenzspielerabteilung beim BVB .

Weniger Zuschauer als erhofft

8312 Zuschauer waren zwar mehr als in den ersten beiden Liga-Heimspielen, aber dennoch ein gutes Stück entfernt von der 10 000-er Marke, die der Verein sich erhofft hatte. Die Ferien erschwerten den Ticketverkauf. Voll wirkte das Stadion dennoch. Außer im Gästeblock dominierten die SCP-Farben. Gewöhnungsbedürftig war die Stille, die gerade zu Anfang herrschte. Irgendwann, als auch die Mannschaft immer besser mithielt, übernahm die Gegengerade dann das Kommando. Dort hatte sich auch ein Spezialfan von Mario Götze eingefunden, der den Weltmeister immer wieder persönlich anfeuerte. Insgesamt waren zahlreiche Besucher im Rund, die ansonsten selten bis nie an der Hammer Straße aufkreuzen. Der BVB ist eben doch ein Magnet, auch ohne die absoluten Top-Stars, die am Freitagabend beim KFC Uerdingen im Pokal (2:0) gespielt hatten. Die, die in Münster aufliefen, wären in dieser Zusammensetzung allein vermutlich auch ein Kandidat für die Champions League.

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Kräfte schwanden nach der Pause

Die Kräfte schwanden nach der Pause erst im Vorwärtsgang, zum Schluss ging nach mehreren Wechseln die Ordnung in der Verteidigung verloren. Dan-Axel Zagadou per Kopf nach Thomas Delaneys Flanke (76.) sowie Götze mit einem Doppelschlag (85., 87.) nach jeweils präziser Vorarbeit von Achraf Hakimi und Mahmoud Dahoud besorgten ein klares Resultat. „Es war teilweise beeindruckend“, sagte Abwehrspieler Ole Kittner. „Wie der Hakimi den Ball am eigenen Sechzehner abläuft und dann sofort den Konter mitrennt ... In der Liga werden wir so ein Spiel mit Sicherheit nicht noch mal spielen.“ Dadashov, der neben Fridolin Wagner und Ugur Tezel als einziger 90 Minuten auf dem Feld war, sagte: „Am Ende waren die Akkus etwas leer, aber es war natürlich auch schwieriger für uns gegen solche Abwehrspieler als in der Liga.“

Zweck der Partie voll erfüllt

Hübscher sah den Zweck der Partie voll erfüllt. Viele bisherige Reservisten sind noch näher an die Startelf gerückt, wie er betonte. Okan Erdogan oder Ugur Tezel zum Beispiel. Nach zwei intensiven (englischen) Wochen gab’s danach erst mal zwei freie Tage. „Die Jungs von weiter weg müssen auch mal wieder in die Heimat kommen“, sagte der Coach.

Aufstellung

SCP: Schulze Niehues (46. Schnitzler) – Schauerte (46. Heidemann), Erdogan (46. Kittner), Scherder (46. Borgmann), Tezel (79. Mekonnen) – Wagner, Rodrigues Pires (46. Brandenburger) – Özcan (46. Hoffmann), Schnellbacher (79. Klann), Cueto (61. Hoffmeier) – Dadashov

BVB: Oelschlägel – Hakimi, Zagadou, Balerdi, Schmelzer – Delaney, Dahoud – Wolf (66. Gomez), Brandt (46. Raschl), Bruun Larsen – Götze

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