Fußball: 3. Liga
Zwangspause für Preußen-Abwehrchef Kittner, Chance für Erdogan

Münster -

Ole Kittner muss mindestes zwei Wochen pausieren, ehe er wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann. Seine in Würzburg erlittene Verletzung entpuppte sich als Bänderriss. Nun soll Okan Erdogan in die Bresche springen.

Montag, 19.08.2019, 14:00 Uhr aktualisiert: 20.08.2019, 13:50 Uhr
Ole Kittner musste in Würzburg früh vom Feld. 
Ole Kittner musste in Würzburg früh vom Feld.  Foto: Jürgen Peperhowe

Wer die Bilder vom Dallenberg sah, ahnte schon, dass Ole Kittner nicht mit einer Dehnung davonkommen würde. Nach einem Luftduell war der Abwehrchef des SC Preußen ohne gegnerische Einwirkung bei der 2:3-Niederlage in Würzburg einfach doof aufgekommen und weggeknickt. Am Montag gab’s nach der MRT-Untersuchung die befürchtete Diagnose: Bänderriss und rund zwei Wochen Pause.

Der 31-Jährige hat in seiner Laufbahn nun wahrlich schon schlimmere Verletzungen erlitten. Entsprechend gefasst war er hinterher. „Irgendwie gehört sowas ja immer mal dazu“, sagte er. Auch wenn er natürlich auf eine weniger schwerwiegende Blessur gehofft hatte. Zwei Dinge federn die Auszeit ein bisschen ab. Nach dem Heimspiel gegen Uerdingen am Samstag und der Auswärtsreise nach Rostock eine Woche später steht erst mal eine Länderspielpause an. In der Liga verpasst Kittner also wahrscheinlich nur diese beiden Partien, allerdings dürfte irgendwann in den 14 Tagen danach die wichtige Zweitrundenpartie beim Regionalligisten SV Rödinghausen (zweimal in drei Jahren Endstation für Münster) angesetzt werden.

Der zweite Punkt, der sich mit „Glück im Unglück“ umschreiben lässt, ist die ansteigende Form von Ersatzmann Okan Erdogan , der nach dem Ausfall von Jannik Borgmann die einzige Verteidiger-Alternative ist. Der 20-Jährige, der im Sommer aus Oldenburg kam, ist die logische Alternative zum Team-Senior, er wurde in Würzburg schon eingewechselt und überzeugte weitgehend. Technisch, im Aufbau, am Ball hat er großes Potenzial, einzig die Erfahrung fehlt. „Ich glaube, dass das Wichtigste ist, dass wir als Mannschaft funktionieren“, sagt Kittner. „Dann wird es für Okan automatisch leichter. Er wird das gut lösen.“

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