Fußball: 3. Liga
Punkteteilung gegen Uerdingen: Preußen bleiben im eigenen Rund ungeschlagen

Münster -

Ungeschlagen! Im eigenen Stadion hat der SC Preußen Münster seine Serie am sechsten Spieltag in der 3. Liga ausgebaut. Nach zwei Siegen gegen Jena und Kaiserslautern kamen die Mannen von Trainer Sven Hübscher aber nicht über ein 1:1 (0:0) gegen den vor der Spielzeit hoch gehandelten Gast aus Uerdingen hinaus. Kevin Rodrigues Pires (72.) und Patrick Pflücke (84.) trafen in einem Duell, das wenig Esprit versprühte.

Samstag, 24.08.2019, 16:42 Uhr aktualisiert: 24.08.2019, 17:10 Uhr
Fußball: 3. Liga: Punkteteilung gegen Uerdingen: Preußen bleiben im eigenen Rund ungeschlagen
Uerdingens Jean-Manuel Mbom im Duell mit den Preußen Fridolin Wagner und Kevin Rodrigues Pires. Foto: Jürgen Peperhowe

„Nein, wütend bin ich nicht. Mit der gezeigten Leistung bin ich durchaus zufrieden. Wir haben sehr kontrolliert gegen den Ball verteidigt, nicht viel zugelassen. Nur beim Gegentor haben wir uns dumm angestellt“, bilanzierte Hübscher. Nach der überflüssigen Niederlage in Würzburg nahm Münsters Fußball-Lehrer drei Änderungen in der Startelf vor. Für den zuletzt etwas überforderten Ugur Tezel verteidigte Niklas Heidemann links, für den verletzten Ole Kittner (Bänderriss) rückte Okan Erdogan neben Simon Scherder in die Innenverteidigung.

Maurice Litka besetzte die Mittelposition in der Offensive für Heinz Mörschel und durfte gegen seine ehemaligen Kollegen von Beginn an auf die Platte. Ein Wiedersehen gab es auch auf der anderen Seite. Adriano Grimaldi, mit schniekem Kurzhaarschnitt und Vollbart, feierte sein Comeback in der Startelf der Gäste nach langer Verletzungspause. Tobias Rühle, drei Jahre ein Preuße, musste zunächst auf die Bank. Zusammen mit seiner Frau wohnt er noch immer in der Domstadt. Ja. Münster ist halt schön.

SC Preußen Münster – KFC Uerdingen

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  • Gleich mehrere Preußen-Spieler zeigen sich unzufrieden mit einer Entscheidung von Schiedsrichter Robert Kampka.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Uerdingens Jean-Manuel Mbom geht zu Boden.

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  • Ex-Preuße Adriano Grimaldi im Duell mit Simon Scherder.

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  • Ergraut: Kevin Rodrigues Pires.

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  • Uerdingens Jean-Manuel Mbom setzt sich durch.

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  • Münsters aserbaidschanischer Nationalspieler Rufat Dadashov in Aktion.

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  • Uerdingens Jan Kirchhoff wird von Fridolin Wagner und Julian Schauerte bedrängt.

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  • Julian Schauerte kämpft ums runde Leder.

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  • Sehen Sie im Folgenden zahlreiche weitere Impressionen des Spiels.

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Mit ihrem Club hängen die beiden weiter zurück. Das 1:0 am ersten Spieltag gegen Halle bleibt der einzige Dreier beim Blick auf die Tabelle. Sechs Punkte nach sechs Spieltagen. Da ist viel Luft nach oben. Kein Wunder, dass Investor Mikhail Ponomarev nicht wirklich gut gelaunt ist. Der Russe gilt als Fußballfanatiker, der stets den bestmöglichen Erfolg will. Bislang hat der KFC seine Anhänger mehr oder minder enttäuscht. Daran ändert auch der Punktgewinn an der Hammer Straße nichts.

Sommerfußball bei 29 Grad im Schatten

Es war ein nicht unbedingt herzerfrischender Auftritt beider Clubs bei 29 Grad im Schatten. Sommernachtskino vor dem Schloss, Sommerfußball phasenweise im Rund des SCP, das 6057 Zuschauer bevölkerten. Und denn doch enttäuscht von dannen zogen. Ein Sieg hätte zumindest mehr Lust auf das Kaltgetränk am Abend gemacht. Je ein Aluminiumtreffer auf beiden Seiten. Das waren bereits die Höhepunkte im ersten Durchgang. Zehn Minuten waren gespielt, das prüfte Uerdingens Jan Kirchhoff nach einer Ecke von Roberto Rodriguez, der Mann für die Standards bei den Gästen, den linken Pfosten des SCP auf seine Standhaftigkeit. Zwölf Minuten später hatte Preuße Luca Schnellbacher die Führung auf dem Puschen. Vorausgegangen war eine schöne Kombination auf der linken Seite über Seref Özcan und Maurice Litka, der den Ball fein auf Schnellbacher zurücklegte.

Preußen schnuppern nur kurz am Sieg

Torlos ging es in die Pause. Und unverändert wieder hinaus. Hübscher vertraute den Seinen, den Hebel bei diesen Temperaturen doch irgendwann und irgendwie umzulegen. Zwar prüfte Niklas Heidemann nach 56 Minuten KFC-Torsteher Lukas Königshofer, aber zwingend war das alles nicht. Mehr Schwung in die Offensive der Platzherren brachte Philipp Hoffmann, der nach 61 Minuten Schnellbacher ersetzte. Mehr als gleichwertig. 72 Minuten waren gespielt, als Fridolin Wagner den flinken Hoffmann auf der rechten Seite in Szene setzte. Der hob den Kopf und schob das Leder in die Mitte zur Rodrigues Pires, der mit einem satten Flachschuss zum 1:0 traf. Münster führte. Und schnupperte am Sieg. Ein kurzes Vergnügen. In Minute 84 traute sich der eingewechselte Patrick Pflücke was, zog aus 18 Metern ab, als Münster fahrlässig verteidigte. Der Ball schlug unhaltbar für Schulze Niehues im rechten unteren Eck ein. Ausgleich. Rufat Dadashov und Lucas Cueto hätten Münsters Fans an diesem Tag noch einmal entzücken können, aber ihre Versuche blieben unmittelbar vor dem Ende zu zaghaft.

Mit nun acht Punkten rutschte Münster auf Rang zehn ab, Uerdingen kletterte auf Platz 14. Trotzdem zu wenig für einen Club, der so hoch hinauswill.

Preußen Münster: Schulze Niehues - Schauerte, Erdogan, Scherder, Heidemann - Wagner, Rodrigues Pires - Özcan (87. Cueto), Litka (80. Mörschel), Schnellbacher (61. Hoffmann) - Dadashov

KFC Uerdingen: Königshofer - Bittroff, Steurer, Lukimya, Dorda (78. Rühle) - Mbom (78. Pflücke), Kirchhoff - Barry, Rodriguez, Evina - Grimaldi (66. Gündüz)

Tore: 1:0 Rodrigues Pires (72.), 1:1 Pflücke (84.)

Zuschauer: 6057

Schiedsrichter: Dr. Robert Kampka (Mainz)

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