Fußball: 3. Liga
Alle drei Zugänge im Preußen-Kader für Jena

Münster -

Highnoon in Thüringen! Preußen Münster muss seine Aufholjagd im Rennen um den Klassenerhalt am Samstag bei Carl Zeiss Jena starten. Zugleich ist dieser Kellergipfel die erste Partie unter dem neuen Trainer Sascha Hildmann.

Freitag, 24.01.2020, 14:36 Uhr aktualisiert: 24.01.2020, 16:56 Uhr
Fridolin Wagner hofft auf den Zuschlag als Sechser.
Fridolin Wagner hofft auf den Zuschlag als Sechser. Foto: Jürgen Peperhowe

Nach der finalen Einheit auf dem heimischen Grün bewegte sich der Preußen-Tross am Freitagmittag Richtung Mannschaftsbus. Erste Ausfahrt 2020: Carl Zeiss Jena . Über die A1, A44, A7, A4 Richtung Thüringen. Zum Schlusslicht der Liga. Samstag steigt ab 14 Uhr das erste von 18 „Schlüsselspielen“. Das glaubt Trainer Sascha Hildmann . Der Auftakt im neuen Jahr ist gleichsam seine Premiere auf der SCP-Bank. „Ich freue mich, die Anspannung steigt mit jeder Minute.“ Die Uhren werden auf null gestellt. Münster reloaded.

Das ist nach der mageren ersten Serie mit nur drei Siegen zwingend erforderlich. Ausblenden was war, den Blick nach vorne richten. Mit drei Winterzugängen, die einschlagen sollen. Tattoo-Fan Jan Löhmannsröben hat seinen Platz in der defensiven Dreierreihe sicher, das plauderte Hildmann aus. Er verriet auch, dass Max Schulze Niehues zwischen die Pfosten rückt und die Nase vorne hat vor Nachwuchsmann Marian Prinz, der seine Chance bekommen wird. „Ich scheue nicht davor zurück, einen jungen Spieler ins kalte Wasser zu werfen“, so Hildmann.

Freude über Rückkehrer

In Kaiserslautern schenkte er einst Lennart Grill sein Vertrauen – und wurde nicht enttäuscht. In den Spieltagskader rückten auch Oliver Steurer und Marco Königs, der einzige echte Stürmer. Am Donnerstag mit offenen Armen aus Rostock empfangen. Ganz vorne drin gab es ein Vakuum, nachdem sich Rufat Dadashov in die Staaten verdünnisiert hatte. Der angeschlagene „Wühler“ Seref Özcan ist soweit wieder einsatzbereit. Außen vor sind lediglich der gesperrte Ole Kittner und Jannik Borgmann (Fußverletzung).

Kommentar: Es bewegt sich was

Sascha Hildmann, Jan Löhmannsröben, Oliver Steurer, Marco Königs – vier Namen, die den Glauben an den Klassenerhalt zurückgebracht haben. Vorbereitung und Tests liefen gut, der Grundsatz des neuen Trainers ist plausibel, die Mannschaft wirkt intakt und setzt auch mal Zeichen (Lunchpakete). Die Sponsoren öffnen ihr Preußen-Herz und die Brieftasche. Die Fans ziehen auch mit, sammeln eigenständig einen fünfstelligen Betrag, kündigen große Unterstützung für die erste Auswärtsfahrt an – selbst wenn die Resonanz auf die Jena-Reise noch größer hätte ausfallen können.

Nur die Tabelle besagt weiter, dass der Abstieg wahrscheinlicher ist als der Klassenerhalt. Fünf Punkte Rückstand auf das rettende Ufer bleiben eine dramatische Hypothek, zumal alle Konkurrenten personell (teils massiv) nachgerüstet haben und der Anschluss ans Mittelfeld (elf Punkte bis Rang 13) kaum zu schaffen ist. Die Partie beim Schlusslicht, da gibt’s kein Vertun, ist das Schlüsselspiel. Natürlich kann es auch nach hinten losgehen. Aber: Es bewegt sich was in Münster. Endlich!  Thomas Rellmann

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Hildmann selbst ist mit der Vorbereitung und dem jüngsten 2:0 gegen das Regionalliga-Spitzenteam SC Verl nicht unzufrieden. „Hier wächst was zusammen. Die Jungs sind fleißig, nehmen die Dinge an und setzen sie um, gehen bei jedem Training an ihre Grenzen.“ Ob das reicht?

Nach Jena kommt Duisburg – und mit jeder Niederlage schwinden die Chancen auf das Aha-Erlebnis am Ende der Saison.

voraussichtliche SCP-Aufstellung: Niehues – Scherder, Löhmannsröben, Erdogan – Schauerte, Wagner, Brandenburger, Hoffmann – Özcan, Mörschel, Litka

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