Fußball: Oberliga
Windspiel: Preußen II und Schermbeck trennen sich 1:1

Münster -

Es war ein stürmischer Nachmittag an der Hammer Straße – leider nicht unbedingt auf dem Rasen, vielmehr spielte der Wind eine bedeutende Rolle im Duell des SC Preußen Münster II gegen den SV Schermbeck. Ein Remis stand am Ende der 90 Minuten, das 1:1 der Oberligisten war durchaus leistungsgerecht.

Sonntag, 16.02.2020, 22:06 Uhr
Preußens Neuzugang Erhan Duyar (links), hier im Duell mit Schermbecks Patrick Rudolph, gab die Vorlage zur Führung.
Preußens Neuzugang Erhan Duyar (links), hier im Duell mit Schermbecks Patrick Rudolph, gab die Vorlage zur Führung. Foto: pp

Mit zunehmender Spieldauer saß bei den Spielern der Frust tiefer und tiefer. Auch das erste Oberligaspiel des Jahres litt extrem unter den Ausläufern des Sturmtiefs „Victoria“, das den Kunstrasenplatz des SC Preußen Münster vollends im Griff hatte. Die Zweite trennte sich respektabel mit 1:1 (1:1) vom SV Schermbeck und trotzte nicht nur den Böen und dem robust-einfach agierenden Gegner, sondern auch erheblichen Verletzungsausfällen.

Denn mit Mause, Burchardt, Grodowski, Dedovic, Janßen oder Touray fehlten etliche mit Stammkraftpotenzial. Neuzugang Erhan Duyar gab seinen Einstand, ist aber links offensiv wohl nicht ideal aufgehoben. In Minute 13 war er immerhin mit guter Hereingabe der Vorbereiter und Nicolai Remberg der Nutznießer und Torschütze, der zentral von einem Stellungsfehler der SV-Abwehr profitierte. Zu schnell fiel der Ausgleich durch Malte Grumann (23.), dem der zögerliche Keeper Marian Prinz den entschlossenen Einschuss erst ermöglichte.

„Ich hätte die Führung gerne mindestens in die Pause mitgenommen“, sagte SCP-Trainer Sören Weinfurtner in der Annahme, mit Rückenwind deutlich häufiger hinter die Kette kommen zu können. Fabian Kerellaj blieb nach einem Schlag auf die Nieren in der Kabine, Sören Wald kam in den Sturm. Die sehr physischen Gäste hielten sich schadlos in ihrem zweckmäßigen Stil. Auch die Standards nutzten die Preußen nur unzulänglich. „Da wurde nicht sauber genug gearbeitet, dabei sind diese Bälle bei den Bedingungen immer ein Mittel“, sagte Weinfurtner.

Dass auch er verwarnt wurde vom ohne Linie schiedsenden Martin Pier, war nur eine Randnotiz. Entscheidender waren die Pfiffe gegen die Spieler, die sich kaum auf diese Art von Spielführung einstellen konnten. Dass es oft hoch und weit zur Sache ging, etliche Kopfballszenen und problematische Ballbehandlungen die unschöne Szene prägten, war den Bedingungen geschuldet.

„Größtenteils haben wir den Punkt gut verteidigt“, wertete Weinfurtner. Eher halbe Möglichkeiten schrieb sich seine Elf noch gut, eine bessere der Gast: Der aus Herne gewechselte Michael Smykacz scheiterte aus spitzem Winkel am gut postierten Prinz (74.).

Preußen II:Prinz – Frenkert, Rüschenschmidt, Klauke, Deiters (73. Lackmann) – Klann – Hölscher, Remberg, Hoffmeier, Duyar (76. Özmen) – Kerellaj (46. Wald)

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