Fußball: 3. Liga
Preußen-Präsident Strässer erwartet „lange Durststrecke“

Münster -

Mit einer schnellen Wiederaufnahme des Spielbetriebs rechnet Christoph Strässer nicht. Der Präsident des SC Preußen gibt sich zwar verhalten optimistisch für den Umgang seines Clubs mit der Krise. Doch eine Rückkehr zur Normalität sieht er aktuell noch nicht.

Dienstag, 24.03.2020, 18:40 Uhr aktualisiert: 25.03.2020, 16:46 Uhr
Bleibt kämpferisch: Clubchef Christoph Strässer (von links), hier bei einer Pressekonferenz mit Vereinssprecher Marcel Weskamp und Frank Westermann, dem Aufsichtsratsvorsitzenden
Bleibt kämpferisch: Clubchef Christoph Strässer (von links), hier bei einer Pressekonferenz mit Vereinssprecher Marcel Weskamp und Frank Westermann, dem Aufsichtsratsvorsitzenden Foto: Oliver Werner

Die Zeiten sind keine einfachen für den SC Preußen Münster . Präsident Christoph Strässer ist froh, das schwierige Paket Kurzarbeit gestemmt zu haben. Er verwies dabei auf das etwas anders gelagerte Vertragsrecht bei Fußballprofis – aber am Ende haben alle an einem Strang gezogen. Sein Fazit: „Das ist für jeden ein erheblicher Verzicht.“

Die Frage, wie lange ein Verein wie der Fußball-Drittligist diese Situation aushalten kann, versucht Strässer gar nicht zu beantworten. „Auf absehbare Zeit wird es keinen Spielbetrieb geben“, sagt er. Dass es nach Ablauf des 30. April direkt weitergeht, bezweifelt Strässer. Denn: „Es steht eine lange Durststrecke bevor.“ Die 3. Liga hatte zunächst den 28. und 29. Spieltag im Zuge der Corona-Krise abgesagt, wenig später folgte der Saison-Stillstand bis zum 30. April, damit sind auch die Spieltage 30 bis 35 eingefroren. Eigentlich war für den 16. Mai das letzte Punktspiel der Saison beim 1. FC Magdeburg geplant. Dieser Termin wird auf keinen Fall mehr zu halten sein.

Vergleichbare Probleme

Strässer sieht beim SCP vergleichbare Probleme auf den Verein zukommen, wie sie auch die anderen Drittligisten haben. Der Etat der Preußen „sei auf Kante genäht“, Spielraum für eine spielfreie Zeit gibt es natürlich nicht im aktuellen Drittliga-Budget. Es gibt zudem keine Einnahmen. Planungen für die nächste Saison, die normalerweise im Frühjahr auf Hochtouren laufen, sind in Anbetracht der Gesamtgemengelage schwer umsetzbar. Das fängt bei der Lizenzerteilung durch den DFB an, geht weiter über die Zusammenarbeit mit Sponsoren, und und und.

„Bei den Sponsoren sind die Ausgangslagen sehr unterschiedlich. Es ist natürlich gerade jetzt schwierig, über eine Verlängerung zu sprechen“, sagt er. Positiv sei, so der SCP-Präsident weiter: „Bislang haben wir von vielen Dauerkarten-Besitzern eine positive Rückmeldung.“ Soll heißen, auf Rückerstattung der Kosten wurde noch nicht gepocht. Die Preußen hätten noch fünf Heimspiele gegen Halle, Unterhaching, Ingolstadt, Zwickau und Meppen zu bestreiten. In Anbetracht des Abstiegskampfes wäre wohl auch der Zuschauerschnitt von bislang 6551 Besuchern je Begegnung in diesen Partien übertroffen worden.

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