Fußball: Regionalliga West
Preußen-Teamarzt Müller-Rensmann tritt zurück nach 20 Jahren

Münster -

Preußen Münster sucht einen neuen Mannschaftsarzt. Dr. Cornelius Müller-Rensmann erklärte am Sonntag seinen sofortigen Rückzug. Peter Niemeyer, Sportchef des Fußball-Regionalligisten, war überrascht davon. Er hatte gehofft, dass sich die Wogen im Binnenverhältnis zwischen dem seit 20 Jahren tätigen Teamarztes und Trainer Sascha Hildmann geglättet hätten.

Sonntag, 13.09.2020, 20:51 Uhr
Immer am Mann: Dr.. Cornelius Müller-Rensmann (rechts), hier mit Jereon Al-Hazaimeh
Immer am Mann: Dr.. Cornelius Müller-Rensmann (rechts), hier mit Jereon Al-Hazaimeh Foto: Jürgen Peperhowe

Dr. Cornelius Müller-Rensmann ist seit Sonntag nicht mehr Mannschaftsarzt des SC Preußen Münster. An diesem 13. September erklärte der 57 Jahre alte Orthopäde und Sportmediziner: „In dieser Konstellation wird das nicht funktionieren. Der Trainer hat kein Vertrauen in meine Arbeit.“

Gemeint ist damit Coach Sascha Hildmann . Am Freitag wirkten Hildmanns Aussagen kryptisch, weil der Coach überrascht davon war, dass Mittelfeldspieler Dennis Daube krank geschrieben wurde. Der Neuzugang aus Uerdingen hatte sich in Rödinghausen (1:1) eine Oberschenkelverletzung zugezogen, dann aber die Trainingseinheiten bis zum Donnerstag absolviert. Hildmann zweifelte diese Herausnahme Daubes mehr als nur zwischen den Zeilen an.

Müller-Rensmann, der in seinem Arbeitsbereich das Fifa-Diplom besitzt und auch Mannschaftsarzt der U-17-Nationalelf ist, kehrte erst am Donnerstag von einem DFB-Einsatz zurück und nahm Daube offenbar aus Vorsicht aus den Übungseinheiten für zehn Tage heraus.

Münsters Sportchef Peter Niemeyer war von der Entwicklung überrascht: „Ich habe versucht, die Wogen zu glätten. Das ist ein großer Verlust für uns, Conny Müller-Rensmann ist eine Institution als Diagnostiker.“ In und um den Verein verspüre er Aufbruch und positive Grundstimmung, diese Entwicklung aber gefällt ihm nicht. Denn, so Niemeyer weiter: „Dass ich den Rückzug auf Twitter erfahren, finde ich schade.“

Müller-Rensmann war vor 20 Jahren von Stefan Grädler zum SCP geholt worden. Eine Rückkehr schließt er nicht grundsätzlich aus.

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