Fußball: „Kacktor des Jahres“
Preußen-Urgestein Scherder legt keinen Wert auf den Titel

Münster -

Simon Scherder ist mit einem Eigentor aus dem Juni für den Titel „Kacktor des Jahres“ nominiert. Allerdings hat der 27-Jährige bei aller Gelassenheit eher weniger Interesse an dieser Auszeichnung der WDR-Sendung „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“.

Montag, 18.01.2021, 11:26 Uhr aktualisiert: 19.01.2021, 15:54 Uhr
Das bittere Tor in Chemnitz: Simon Scherder (l.) überwindet seinen eigenen Keeper Max Schulze Niehues (r.).
Das bittere Tor in Chemnitz: Simon Scherder (l.) überwindet seinen eigenen Keeper Max Schulze Niehues (r.). Foto: imago-images

Viele Kreisliga-Kicker freuen sich über den Ruhm, wenn sie in der WDR-Sendung „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“ für das „Kacktor des Monats“ nominiert sind. Simon Scherder, der die Rubrik im Juni gewann und nun folgerichtig einer von elf Kandidaten für den Jahressieger ist, hat da gemischte Gefühle. Sein unglückliches Kopfball-Eigentor am 16. Juni beim Chemnitzer FC zum entscheidenden 0:1 kurz vor Schluss, war im Rennen um den Klassenerhalt schließlich ein schwerer Tiefschlag für Preußen Münster. Einen Schuss der Sachsen fälschte der 27-Jährige so fies ab, dass Keeper Max Schulze Niehues chancenlos dem Ball hinterher blickte.

Sieben Monate später sagt das Cluburgestein: „Ich strebe den Titel nicht an. Das Tor habe ich schon verdrängt, von daher muss das nicht zwingend jetzt noch gekrönt werden.“ Sein indirekter Aufruf an Preußen-Fans lautet also: Wer sich beteiligen möchte, sollte doch lieber einem anderen Anwärter seinen Klick schenken. Nominiert sind neben Scherder vor allem Amateurkicker, die Profi-Ausnahme ist der frühere Hertha-Torwart Rune Jarstein.

Bis Mittwoch läuft das ­Voting noch. Abgestimmt werden kann im Netz:

 

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