Corona-Beschränkungen im Profi-Fußball
Erlaubnis erteilt: So könnten Geisterspiele in der Bundesliga aussehen

Berlin -

Bund und Länder haben die Erlaubnis für eine Wiederaufnahme von Spielen ohne Zuschauer in der Fußball-Bundesliga ab der zweiten Mai-Hälfte erteilt. Eine Webgrafik zeigt, wie das Stadion-Konzept für die Geisterspiele aussieht.

Donnerstag, 07.05.2020, 07:25 Uhr aktualisiert: 07.05.2020, 07:31 Uhr
Corona-Beschränkungen im Profi-Fußball: Erlaubnis erteilt: So könnten Geisterspiele in der Bundesliga aussehen
Grünes Licht für Betrieb auf dem grünen Rasen? Am ersten Spieltag stünde in der 1. Fußball-Bundesliga das Revierderby Dortmund gegen Schalke im Signal-Iduna-Park auf dem Plan. Foto: dpa

Bund und Länder haben die Erlaubnis für eine Wiederaufnahme von Spielen ohne Zuschauer in der Fußball-Bundesliga ab der zweiten Mai-Hälfte erteilt. Darauf einigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihrer Schalte am Mittwoch. Damit erhält die Deutsche Fußball Liga (DFL) als Dachorganisation der 36 Proficlubs der 1. und 2. Liga die lange erhoffte Genehmigung für die Fortsetzung des Spielbetriebs.

Wie ein Stadion bei Geisterspielen aussehen könnte

Die Bundesliga kann allerdings nur in Form von Geisterspielen, also ohne Fans im Stadion, fortgesetzt werden. Dass sich dennoch viele Menschen innerhalb und rund um das Stadion aufhalten werden, zeigt diese Webgrafik der dpa:

Quarantäne vor Fortsetzung

Nach Plänen der DFL soll ab Freitag, dem 15. Mai, wieder der Ball in den Stadien rollen. Allerdings gibt es teilweise Widerstand gegen den Termin. So befürchten Werder Bremen und FSV Mainz 05 einen Wettbewerbsnachteil, weil an anderen Standorten seit einiger Zeit bereits in zum Teil deutlich größeren Gruppen trainiert werden konnte. Sie plädieren für eine Fortsetzung des Spielbetriebs ab dem 22. Mai.

Die Bundesliga-Saison ist seit Mitte März ausgesetzt, neun Spieltage sind noch zu absolvieren. Die DFL strebt an, diese bis zum 30. Juni durchziehen zu können. Sie hatte von ihrer „Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb“ ein umfassendes Hygiene- und Sicherheitskonzept vorgelegt, um die Ansteckungsgefahr unter Spielern und Betreuern zu minimieren. In einer ersten Testreihe hatte es bei 1724 Tests in der 1. und 2. Liga zehn Corona-Fälle gegeben. 

Kern der Terminfrage ist eine vorgesehene vorgeschaltete Quarantäne der Mannschaften. Bevor es losgeht, soll es auf Beschluss der Politik „eine Quarantänemaßnahme, gegebenenfalls in Form eines Trainingslagers” geben. Nach dem Willen der DFL sollen sich die Vereine eine Woche vor dem Neustart - also ab diesem Wochenende - abschotten. 

Enorme wirtschaftliche Bedeutung

Für die Liga ist eine Fortsetzung der Saison von enormer Bedeutung, weil viele Vereine durch fehlende Einnahmen in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Bei einer Fortsetzung der Bundesliga wären zumindest die millionenschweren TV-Gelder gesichert. 25 Spieltage sind in den beiden höchsten deutschen Spielklassen absolviert, die verbleibenden neun Spieltage sollen nun nachgeholt werden.

In anderen Ligen ist der Spielbetrieb unterdessen ausgesetzt worden. So wurde in Frankreich Paris St. Germain vorzeitig zum Meister gekürt. In den Niederlanden wurde die Saison beendet ohne eine Mannschaft zum Meister zu erklären.

DFL-Versammlung am Donnerstag

Die DFL hat für Donnerstag eine Mitgliederversammlung anberaumt. Bei der Videokonferenz sollen mit den 36 Profivereinen, von denen die ersten bereits das uneingeschränkte Mannschaftstraining aufgenommen haben, die Ergebnisse des Polit-Gipfels erörtert werden.

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