Fußball: Bundesliga
RB-Power trifft auf Schalker Abstiegsnot

Münster -

Der FC Schalke 04 hat so seine Schwierigkeiten, noch Hoffnung für die verbleibenden 15 Spiele zu generieren. Wirklich? Vor dem Gastspiel des Tabellenzweiten RB Leipzig übt sich gerade Trainer Christian Gross in Zuversicht. Er kann das sogar gut begründen.

Freitag, 05.02.2021, 18:23 Uhr aktualisiert: 05.02.2021, 18:44 Uhr
Christian Gross
Christian Gross Foto: dpa

Das verlorene Pokalspiel beim VfL Wolfsburg ist abgehakt, die Tränen nach dem unglücklichen 0:1 sind getrocknet beim Schlusslicht FC Schalke 04 . Vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen den Tabellenzweiten RB Leipzig am Samstag (15.30 Uhr) macht sich sogar so etwas wie Hoffnung breit – zumindest bei Schalke-Coach Christian Gross : „Bei mir ist die Zuversicht ungebrochen.“

Seinen notgedrungen zur Schau gestellten Optimismus zieht der Trainer zum einen natürlich aus der guten Leistung in dem Pokalspiel am Mittwoch. Aber nicht nur: Rechtsverteidiger Timo Becker („Er hat eine ungeheure physische Kraft) reift gerade zu einer festen Größe im Team und könnte sich mit Neuzugang William in der Position davor als neues kreatives Element im Schalker Spiel etablieren. Links ist Sead Kolasinac – in Wolfsburg sicherheitshalber nach einer Stunde raus – wieder top-fit. Überhaupt: „Für mich sind die Außenverteidiger im modernen Fußball die Spielmacher“, sagt Gross und definiert die Außenpositionen, „auf denen überhaupt noch Freiräume zu finden sind“, neu. Zuversicht schöpft er auch aus der Rolle, die von Mark Uth – wenngleich zuletzt etwas abgetaucht – interpretiert wird: „Er kommt dem Tor immer näher. Wäre schön, wenn er gegen Leipzig trifft.“ Und nicht zuletzt: „Mainz hat es beim Sieg gegen RB (3:2) vor zwei Wochen vorgemacht. Die Tore fielen durch Standards. Das wollen wir auch versuchen, das ist legitim.“

Angeschlagene Leipziger

Ob sich Leipzig im Kampf um die Champions-League-Plätze auf die Schalker Gedankenspiele einlässt? Mit Abwehrspieler Ibrahim Konaté und Mittelfeldmotor Kevin Kampl sind zwei zuletzt angeschlagene Spieler wieder fit, Justin Kluivert und Emil Forsberg sind noch keine Option für Trainer Julian Nagelsmann. Zudem fehlt dem Coach ein Knipser: Nur in der Saison 2016/2017 hatte RB noch weniger Treffer nach dem 19. Spieltag zu Buche stehen als jetzt mit 32. Vielleicht hilft das Spiel auf Schalke ja aus der Malaise: Die Gastgeber haben mit 49 Gegentoren die mit Abstand schlechteste Defensiv-Statistik der Bundesligisten aufzuweisen. Zuversicht hin oder her.

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