Fußball: Bundesliga
Der neue BVB-Trainer Favre bittet um Geduld

Dortmund -

Alles neu beim BVB. Vor dem Saisonstart wurden etliche Schlüsselstellen ausgetauscht. Allerdings gibt es nach einer mäßigen Saison – und das ist eher milde ausgedrückt – noch Schwachpunkte. Ein echter Stürmer fehlt, dafür sind viel zu viele Mittelfeldspieler da.

Donnerstag, 23.08.2018, 18:32 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 23.08.2018, 14:04 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 23.08.2018, 18:32 Uhr
Hellwache Augen: Der neue Dortmunder Trainer Lucien Favre (links) im Dialog mit Sebastian Kehl. Leiter der Lizenzspielerabteilung.
Hellwache Augen: Der neue Dortmunder Trainer Lucien Favre (links) im Dialog mit Sebastian Kehl. Leiter der Lizenzspielerabteilung.

Als Marco Reus letzten Montag die Pokal-Nachtschicht beim Zweitligisten Fürth erfolgreich beendete und dem BVB die gefährliche Elfmeter-Lotterie ersparte, schoss Club-Boss Hans-Joachim Watzke in die Höhe wie früher Starfighter-Piloten in größter Not aus dem Schleudersitz. Glücksgefühle in letzter Sekunde, nicht schon wieder bohrende Fragen und beträchtlicher Frust. Stattdessen nur ein blaues Auge, nicht schön, aber auch nicht schlimm. Halt ein typischer Pokalabend, da zählt im Zeugnis nur das, was ganz unten steht: versetzt.

Es ist nicht schwierig, sich vorzustellen, welches Bild Watzke abgegeben hätte und was passiert wäre, wenn Dortmund gleich die erste Pflichtnummer der Saison in den Sand gesetzt hätte. Wie so viele Spiele in der vorangegangen, die mit dem 1:3 in Hoffenheim endete und nur durch die glückliche Champions-League-Qualifikation noch ein bisschen Rettung erfuhr. Vom Anspruch, als zweiter Turm hinter dem FC Bayern zu leuchten, war die Borussia zu diesem Zeitpunkt so weit entfernt wie Schlusslicht Köln vom rettenden Ufer.

Die Fußball-Bundesliga-Teams vor dem Saisonstart

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  • Mit dem Eröffnungsspiel zwischen Bayern München und der TSG Hoffenheim beginnt am Freitag die 56. Saison der Fußball-Bundesliga. Wir stellen alle 18 Vereine mit ihren Veränderungen und einer Prognose vor.

    Foto: Angelika Warmuth/dpa
  • Wird Manuel Baum als einer der ersten Trainer entlassen?

    In der Vergangenheit haben Augsburgs Entscheider sich von öffentlichem Druck nicht beeindrucken lassen. Geradezu trotzig wirkte ihr Festhalten am Coach auch in Krisenzeiten. Daher lohnt es sich kaum, auf einen Rauswurf Baums zu setzen. Beobachter des Vereins haben das Gefühl, dass sich der 38-Jährige den größten Druck selbst macht.

    Das hat sich in Augsburg getan

    Zugänge: Felix Götze (Bayern München), Fredrik Jensen (Twente Enschede/3 Millionen Euro), Julian Schieber (Hertha BSC), André Hahn (Hamburger SV/3 Millionen Euro)

    Abgänge: Marcel Heller (Darmstadt 98), Moritz Leitner (Norwich City), Marwin Hitz (Borussia Dortmund), Daniel Opare (Royal Antwerpen), Ioannis Gelios (Hansa Rostock), Gojko Kacar

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    Foto: -lisa-
  • Ist Pal Dardai der richtige Trainer?

    Als er im Februar 2015 den Posten übernahm, wurde Dardai, mit 286 Bundesliga-Partien Rekordspieler des Clubs, mit offenen Armen empfangen. Doch mittlerweile fragt sich mancher Beobachter, ob der Ungar, dessen Mannschaft wenig spielerischen Glanz verbreitet, das Team weiterentwickeln kann. Andererseits steht Dardai für eine bemerkenswerte Durch­lässigkeit zwischen Nachwuchs und Lizenzmannschaft. Musterbeispiel ist Arne Maier (19), inzwischen Stammkraft bei den Profis. Mit diesen Eigen­gewächsen verbindet sich bei Hertha auch die Hoffnung auf Erfolg – und damit auf mehr Zuschauer.

    Das hat sich in Berlin getan

    Zugänge:Pascal Köpke (Erzgebirge Aue/2 Millionen Euro), Lukas Klünter (1. FC Köln/2 Millionen), Javairo Dilrosun (Manchester City)

    Abgänge: Mitchell Weiser (Bayer Leverkusen/12 Millionen), Genki Haraguchi (Hannover 96/4,5 Millionen), Julian Schieber (FC Augsburg), Leon Brüggemeier (SC Paderborn), Nils Körber (VfL Osnabrück/ausgeliehen)

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    Foto: -lisa-
  • Wo drückt im Kader noch der Schuh?

    In der Offensive herrscht mit den Neuen Yuya Osako, Martin Harnik und Pizarro, Wintertransfer Milot Rashica, dem aufstrebenden Florian Kainz und dem bald nach seinem Achillessehnenriss zurückkehrenden Fin Bartels großer Konkurrenzkampf. Dem Mittelfeld würde nach den Abgängen von Delaney und Zlatko Junuzovic eine Blutauffrischung gut tun. Im Tor fällt Neuling Stefanos Kapinos als Ersatzkeeper gleich monatelang aus.

    Das hat sich in Bremen getan

    Zugänge: Davy Klaassen (FC Everton/13,5 Millionen Euro), Yuya Osako (1. FC Köln/4,5), Felix Beijmo (Djurgardens IF/3,0), Martin Harnik (Hannover 96/2,25), Stefanos Kapino (Nottingham Forest/       300 000 Euro), Jan-Niklas Beste (Borussia Dortmund U 19/250 000), Claudio Pizarro (1. FC Köln), Kevin Möhwald (1. FC Nürnberg)

    Abgänge: Thomas Delaney (Borussia Dortmund, 20 Millionen Euro), Jerome Gondorf (SC Freiburg/1,3), Ulisses Garcia (Young Boys Bern/800 000), Laszlo Kleinheisler (FC Astana, 750 000 Euro), Robert Bauer (1. FC Nürnberg/Leihgebühr: 200 000), Justin Eilers (Appolon Smyrnis), Lennart Thy (Erzurumspor), Zlatko Junuzovic (RB Salzburg), Leon Guwara (FC Utrecht), Sambou Yatabaré (Royal Antwerpen), Ishak Belfodil (Leihende, TSG Hoffenheim)

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  • Wer wird die Entdeckung der Saison?

    Wenn Mario Götze ein zweites Mal entdeckt würde, käme das einer Sensation nahe. Viel Potenzial schlummert in jüngeren Spielern: Vielleicht spielt sich Mahmoud Dahoud (22) in den Fokus. Jadon Sancho (18) hatte schon am Ende der vergangenen Saison zirkusreife Szenen. Möglicherweise bringt sich ja auch ein Innenverteidiger wie Abdou Diallo (22) oder Manuel Akanji (23) herausragend in Position. 

    Das hat sich in Dortmund getan

    Zugänge: Abdou Diallo (FSV Mainz 05/28 Millionen Euro), Thomas Delaney (Werder Bremen/20 Millionen), Axel Witsel (TJ Quanjian/20 Millionen), Marius Wolf (Eintracht Frankfurt/5 Millionen), Eric Oelschlägel (Werder Bremen II/ablösefrei), Marwin Hitz (FC Augsburg/ablösefrei), Achraf Hakimi (Real Madrid/ausgeliehen)

    Abgänge: Andriy Yarmolenko (Westham United/20 Millionen Euro), Sokratis (FC Arsenal/16 Millionen), Mikel Merino (Newcastle United/7Millionen), Gonzalo Castro (VfB Stuttgart/5 Millionen), Andre Schürrle (FC Fulham/ausgeliehen), Dominik Reimann (Holstein Kiel/ablösefrei), Erik Durm (Huddersfield/ablösefrei), Roman Weidenfeller (Karriere beendet), Michy Batshuayi (FC Chelsea/Leih-Ende)

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    Foto: -lisa-
  • Wie krisensicher ist die Fortuna, wenn es mal nicht so läuft?

    Die Zeiten sollten eigentlich längst vorbei sein. Doch wenn sich die Misserfolgsspirale erst einmal dreht, gibt es auch in Düsseldorf wenige Anker für einen Halt. Die Fans sind es, können es aber allein nicht sein. Das Umfeld ist anspruchsvoll, die Clubführung aber weniger geschlossen, als es derzeit wirkt. Und das Verletzungspech hat schon in der Vorbereitung zugeschlagen. Umso wichtiger sind Erfolgserlebnisse zum Start – gekommen, um zu bleiben.

    Das hat sich bei der Fortuna getan

    Zugänge: Marvin Ducksch (St. Pauli/Kiel/2 Millionen Euro), Alfredo Morales (Ingolstadt/ablösefrei), Kenan Karaman (Hannover/ablösefrei), Diego Contento (Bordeaux/ablösefrei), Georgios Siadas (eigene U 19), Kevin Stöger (Bochum/ablösefrei), Jean Zimmer (Stuttgart/900 000 Euro), Matthias Zimmermann (Stuttgart/ablösefrei), Dodi Lukebakio (Watford/ausgeliehen), Aymen Barkok (Frankfurt/ausgeliehen), Benito Raman (Standard Lüttich/1,5 Millionen Euro), Davor Lovren (Dinamo Zagreb II/750 000 Euro)

    Abgänge: Lukas Schmitz (Wolfsberg/Österreich/ablösefrei), Julian Schauerte (Eupen/Belgien/ablösefrei), Florian Neuhaus (M’gladbach/war ausgeliehen), Genki Haraguchi (Hertha/Hannover/war ausgeliehen), Takashi Usami (Augsburg/war ausgeliehen), Emmanuel Iyoha (Aue/ausgeliehen), Kemal Rüzgar (Izmir/ablösefrei), Marlon Ritter (Paderborn/500 000 Euro), Axel Bellinghaus (Karriere-Ende), Jerome Kiesewetter (vereinslos), Justin Toshiki Kinjo (vereinslos)

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  • Wie kann die Eintracht den Abgang des „Fußballgottes“ verkraften?

    Nein, gemeint sind nicht Kevin-Prince Boateng, Marius Wolf oder Lukas Hradecky. Der „Fußballgott“ ist Alexander Meier! Der 1,96 Meter große Hüne musste nach 13 Jahren gehen. Der Angreifer hat sich seinen Legendenstatus über die Jahre hart erarbeitet. Neben seinen Toren schätzen die Frankfurter seine Art – ruhig und loyal. Meier wäre gerne noch geblieben, muss aber seinem Alter und vor allem seinem Körper Tribut zollen. 

    Das hat sich bei der Eintracht getan

    Zugänge: Evan N‘Dicka (AJ Auxerre/5 Millionen), Lucas Torro (Real Madrid/3,5 Millionen), Goncalo Paciencia (FC Porto/3 Millionen), Frederik Rönnow (Bröndby IF/2,8 Millionen), Carlos Salcedo (Chivas/Leihende 2,5 Millionen), Ante Rebic (AC Florenz/Leihende 2 Millionen), Chico Geraldes (Sporting Lissabon/Leihe 200 000 Euro), Felix Wiedwald (Leeds United/), Nicolai Müller (Hamburger SV/), Allan Souza (FC Liverpool U 23/Leihe), Patrice Kabuya, Tobias Stirl, Sahverdi Cetin (alle eigene U 19)

    Abgänge: Omar Mascarell (Real Madrid/Schalke/10 Millionen Euro), Marius Wolf (Borussia Dortmund/5 Millionen), Aymen Barkok (Fortuna Düsseldorf/Leihe 800 000 Euro), Kevin-Prince Boateng (Sassuolo Calcio), Lukas Hradecky (Bayer Leverkusen), Max Besuschkow (Saint-Gilloise/Leihe);  Leon Bätge (Würzburger Kickers), Renat Dadashov (Estoril Praia), Alexander Meier (vereinslos)

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  • Was kann man von den Neuzugängen erwarten?

    Dominique Heintz vom 1. FC Köln wollte unbedingt zum Sportclub. Der Verteidiger will „eine starke Saison spielen“ und schielt zur Nationalelf. „Der Nils hat gezeigt, dass das beim SC geht“, sagt Heintz, „warum sollte es nicht klappen?“ Jerôme Gondorf, der aus Bremen kam, kann mehrere Positionen im Mittelfeld übernehmen. Und Luca Waldschmidt vom Hamburger SV war schon seit Längerem Wunschkandidat des SC-Trainerteams. 

    Das hat sich in Freiburg getan

    Zugänge: Waldschmidt (Hamburger SV/ 5,0 Millionen Euro), Heintz (1. FC Köln/3,0), Gondorf (Werder Bremen/ 1,3), Lienhart (nach Leihe gekauft von Real Madrid/2,0), Flekken (MSV Duisburg/800 000), Borrello (1. FC Kaiserslautern/ablösefrei), Frommann, Schlotterbeck (eigene Junioren/SCF II).

    Abgänge: Kempf (VfB Stuttgart/ ablösefrei), Ignjovski (1. FC Magdeburg/ 600 000), Gikiewicz (Union Berlin/150 000), Sierro (Leihe FC St. Gallen/100 000), Hufnagel (Unterhaching/100 000), Klandt (1. FC Nürnberg/ablösefrei), Niedermeier (Melbourne Victory/ ablösefrei), Guédé (SV Sandhausen/ ablösefrei), Kapustka (Leicester City/Leihende), Schuster (Karriereende)

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  • Wie hoch ist die Qualität des Kaders?

    Der Abgang von Abwehrchef Salif Sané zu Schalke wiegt sportlich wie menschlich schwer. Die große ­Lücke sollen der von Stoke City ausgeborgte Österreicher Kevin Wimmer und das zum Leistungsträger gereifte Eigengewächs Waldemar Anton schließen. Der japanische Flügelspieler Genki Hara­guchi kommt mit breiter Brust von der WM. Der Ex-Herthaner trifft bei 96 auf seinen schnellen Landsmann Takumo Asano, der den nach Wolfsburg gewechselten Felix Klaus ersetzen soll. Viele Tore erhofft sich 96 auch in dieser Saison von Nationalmannschaftsaspirant Niclas Füllkrug, der seiner Heimatstadt trotz eines Gladbach-Angebots treu geblieben ist.

    Das hat sich in Hannover getan

    Zugänge: Walace (HSV), Genki Haraguchi (Hertha), Kevin Wimmer (Stoke City/ausgeliehen), Bobby Wood (HSV/ausgeliehen), Takuma Asano (Arsenal/ausgeliehen), Leo Weinkauf (Bayern II), Linton Maina (eigene Jugend).

    Abgänge: Salif Sané (Schalke), Felix Klaus (Wolfsburg), Martin Harnik (Werder), Florian Hübner (Union Berlin), Marius Wolf (Frankfurt), Jonathas (Corinthians/BRA/ausgeliehen), Charlison Benschop (Ingolstadt), Manuel Schmiedebach (Union Berlin/ausgeliehen), Kenan Karaman (Düsseldorf), Elias Huth (Kaiserslautern), Sebastian Maier (Bochum).

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  • Welche Gefahren lauern im aktuellen Erfolg?

    „Wir dürfen nicht in die Champions-League-Falle treten und das ausgeben, was wir in diesem Jahr einnehmen werden“, sagt Sportdirektor Alexander Rosen. Was für eine Falle? Ein zu hoher Gehaltsetat als Folge einer einmaligen Königsklassenteilnahme beispielsweise. Ein teurer Kader wird ohne Champions-League-Millionen schnell zum Pro­blem.  Aktuell ist bei der TSG 1899 durch die Champions League so viel Geld wie nie zuvor da. In den Vorjahren musste stets ein Transferüberschuss von zehn Millionen Euro generiert werden. „Wir brauchen die großen Transfers nicht, wir haben mehr Kraft, nein zu sagen“, sagt Alexander Rosen.

    Das hat sich in Hoffenheim getan

    Zugänge: Kasim Adams (Young Boys Bern, 8 Millionen Euro), Leonardo Bittencourt (1. FC Köln, 6 Millionen), Ishak Belfodil (Standard Lüttich, 5,5 Millionen), Vincenzo Grifo (Borussia Mönchengladbach, 5,5 Millionen), Joshua Brenet (PSV Eindhoven, 3,5 Millionen), Felipe Pires (Austria Wien, war ausgeliehen), Joelinton (Rapid Wien, war ausgeliehen).

    Abgänge: Benedikt Gimber (Jahn Regensburg, 1 Million), Marwin Schwäbe (Bröndby, 700 000), Baris Atik (Dynamo Dresden, 600 000), Joshua Mees (Union Berlin, 500 000), Mark Uth (FC Schalke 04), Serge Gnabry (Bayern München, war ausgeliehen).

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  • Kann Leipzig Meister werden und Bayern München gefährden?

    Ralf Rangnick soll Mateschitz zum 89. Geburtstag die Meisterschaft versprochen haben. Das wäre 2033. Oliver Mintzlaff, der zweite starke Mann beim Erstligisten, sieht das mittelfristiger. Man wolle die Distanz zu den beiden Topclubs aus München und Dortmund verringern. Kaum vorstellbar ist, dass RB in der neuen Saison ins Meisterrennen eingreifen kann. Die Toptransfers, die der Alte (Rangnick) und der Neue (Nagelsmann) tätigen, werden dennoch den Weg weisen.

    Das hat sich bei den Roten Bullen getan

    Zugänge: Nordi Mukiele (HSC Montpellier/16 Millionen Euro), Matheus Cunha (FC Sion/15 Millionen), Marcelo Saracchi (River Plate/12 Millionen), Atinc Nuka (Besiktas Istanbul/Leihende), Emre Aslan (eine U 19), Julian Krahl (eigene U 19)

    Abgänge: Naby Keita (FC Liverpool/60 Millionen Euro), Bernardo (Brighton & Hove/10 Millionen), Benno Schmitz (1. FC Köln/1,5 Millionen), Philipp Köhn (RB Salzburg/900 000 Euro), Anthony Jung (Bröndby IF/800 000), Ademola Lookman (FC Everton/Leihende), Agyemang Diawusie (FC Ingolstadt/500 000), Vitaly Janelt (VfL Bochum 150 000), Fabio Coltorti (vereinslos), Dominik Kaiser (Bröndby Kopenhagen/ablösefrei), Zsolt Kalmar (Dunajska Streda/200 000), Felix Beiersdorf (ZFC Meuselwitz/Leihe), Elias Abouchabaka (Greuther Fürth/Leihe), Omer Damari (Hapoel Tel Aviv/keine Angaben)

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  • Ist die „Werkself“ reif für die Königsklasse?

    Wenn von Anfang an in der Spitzengruppe mitgemischt werden kann, dann ist Bayer Leverkusen ein heißer Kandidat für die ersten drei Plätze. Der Kader ist qualitativ wie quantitativ stark besetzt – und er ist ein Jahr erfahrener. Mit ihm sollten nun auch gegen die nur auf das Verhindern von Fußball bedachten Mannschaften Lösungen gefunden werden, gegen die es in der vergangenen Saison noch zu oft unnötige Punktverluste gab. Immerhin ein Bundesliga-Trainer setzt in der Umfrage nach dem Meister dann sogar auf die „Werkself“. „Das ist eine gute Mannschaft“, sagte Hoffenheims Julian Nagelsmann.

    Das hat sich in Leverkusen getan

    Zugänge: Paulinho (Vasco da Gama/18,5 Millionen Euro), Mitchell Weiser (Hertha BSC/12 Millionen), Isaac Kiese Thelin (RSC Anderlecht/1 Million Leihe), Lukas Hradecky (Eintracht Frankfurt/ablösefrei), Thorsten Kirschbaum (1. FC Nürnberg/ablösefrei), Aleksandar Dragovic (Leicester City/Leihende), Tomasz Kucz (eigene U 19),  Jakub Bednarczyk (eigene U 19), Sam Schreck (eigene U 19)

    Abgänge: Bernd Leno (Arsenal London/25 Millionen Euro), Niklas Lomb (SV Sandhausen/Leihe), Marlon Frey (vereinslos), Vladlen Yurchenko (vereinslos), Stefan Kießling (Karriere-Ende)

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  • Was kann der FSV Mainz 05 aus der vergangenen Saison mit Platz 14 lernen?

    Es war eine Zittersaison mit Happy End. Erst mit dem 2:1-Coup in Dortmund retteten sich die 05er. Wenn die Mannschaft diese Schluss- und Schlüsselerlebnisse gepaart mit den alten Mainzer Tugenden – Kampfgeist, Unbekümmertheit – mit in die neue Runde transportiert, dann ist viel getan, um sich um einen einstelligen Tabellenrang zu bewerben.

    Das hat sich in Mainz getan

    Zugänge: Jean-Philippe Mateta (Olympique Lyon/8 Millionen Euro), Pierre Kunde (Atlético Madrid/7,50 Mio.), Moussa Niakhaté (FC Metz/6 Mio.), Phillipp Mwene (1. FC Kaiserslautern/ablösefrei), Ridsle Baku (eigene zweite Mannschaft), Aaron Seydel (Holstein Kiel/war ausgeliehen), Jannik Huth (Sparta Rotterdam/war ausgeliehen), Gaetan Bussmann (SC Freiburg/war ausgeliehen), Jonas Lössl (Huddersfield Town/war ausgeliehen), José Rodríguez (Maccabi Tel Aviv/war ausgeliehen), Kenan Kodro (Grasshopper Club Zürich/war ausgeliehen.

    Abgänge: Abdou Diallo (Borussia Dortmund/28 Mio.), Yoshinori Muto (Newcastel United/11 Mio.), Suat Serdar (FC Schalke 04/11 Mio.), Jonas Lössl (Huddersfield Town/2,50 Mio.), Kenan Kodro (FC Kopenhagen/1,6 Mio.), Nigel de Jong (Al Ahli Katar/ablösefrei), Leon Balogun (Brighton & Hove Albion/ablösefrei), Marin Sverko (Karlsruher SC/ausgeliehen).

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  • Ist die Rückkehr nach Europa möglich?

    Damit ist zumindest die Qualifikation für die Europa League machbar, zum Einzug in die Champions League hingegen wird es eher nicht reichen. Zumal sich die Rückkehr von Kapitän Stindl, der sich nach seiner Sprunggelenksverletzung erst im Aufbautraining befindet, wohl bis in den Oktober ziehen wird. Zudem besteht bis zum 31. August noch die Gefahr, dass für Stars wie Torwart Yann Sommer, Zakaria oder Thorgan Hazard ein paar unmoralische Angebote auf Eberls Schreibtisch landen. 

    Das hat sich in Gladbach getan

    Zugänge: Alassane Pléa (OGC Nizza/23 Millionen Euro), Andreas Poulsen (FC Midtjylland/4,5 Millionen), Michael Lang (FC Basel/2,8 Millionen), Keanan Bennetts (Tottenham Hotspur U 23/2,25 Millionen),  Torben Müsel (1. FC Kaiserslautern), Florian Mayer (eigene U 23), Louis-Jordan Beyer (eigene U 19), Florian Neuhaus (Fortuna Düsseldorf/Leihende)

    Abgänge: Jannik Vestergaard (FC Southampton/25 Millionen Euro), Vincenzo Grifo (TSG 1899 Hoffenheim/5,5 Millionen), Raúl Bobadilla (Argentinos Juniors Buenos Aires/1,8 Millione), Janis Blaswich (Heracles Almelo), Kwame Yeboah (Fortuna Köln), Reece Oxford (West Ham United/Leihende),  Tsiy-William Ndenge (eigene U 23), Ba-Muaka Simakala (Roda JC) Kerkrade, Christopher Heimeroth (Karriere-Ende)

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  • Wie geht’s weiter?

    Ohne einen Lewandowski in Form gewinnen die Münchner nichts. Na ja, vielleicht die Meisterschaft. Der Stürmer ist eigenwillig, mitunter egoistisch. Er ist aber auch – und das wird gern vergessen – einer der weltbesten Angreifer. Es gilt, ihn ins Mannschaftsgefüge einzubinden. Dass Kovac dazu in der Lage ist, hat er bereits in Frankfurt bewiesen. Dort vereinte er Spieler aus aller Herren Länder zu einem funktionierenden Gebilde, fand die richtigen Worte. Kovac und die Bayern: Das könnte passen.

    Das hat sich in München getan

    Zugänge: Leon Goretzka (FC Schalke 04), Renato Sanches (Swansea City, war ausgeliehen), Serge Gnabry (TSG 1899 Hoffenheim, war ausgeliehen), Alphonso Davies (ab Januar 2019/Vancouver Whitecaps, 15 Millionen Euro)

    Abgänge: Douglas Costa (Juventus Turin, 40 Millionen Euro, war zuvor ausgeliehen), Niklas Dorsch (1. FC Heidenheim), Felix Götze (FC Augsburg), Fabian Benko (LASK Linz), Tom Starke (Karrierende)

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  • Warum sorgt Trainer ­Michael Köllner in mehr­facher Hinsicht für Unterhaltungswert?

    Einmal durch seine Per­sönlichkeit. Der 48-Jährige war Jugendkoordinator und ergriff mit vollem Engagement die späte Karrierechance, die ihm der Verein vor eineinhalb Jahren bot. Er ist bodenständig und ­medienaffin gleichzeitig, versucht seine Oberpfälzer Mundart nicht zu verstecken und haut schon gerne mal einen Spruch heraus. Nach dem 3:1-Sieg in Kiel etwa wünschte Köllner seinem Kollegen Markus Anfang viel Glück in der Relegation, obwohl noch gar nichts entschieden war. 

    Das hat sich beim Club getan

    Zugänge: Christian Mathenia (Hamburger SV/500 000 Euro), Robert Bauer (Werder Bremen/ausgeliehen), Patric Klandt (SC Freiburg/ablösefrei), Törles Knöll (Hamburger SV II/ablösefrei), Kevin Goden (1. FC Köln U 19/ablösefrei), Timothy Tillmann (Bayern München II/ausgeliehen), Ekin Celebi (eigene U 19)

    Abgänge: Kevin Möhwald (Werder Bremen/ablösefrei), Thorsten Kirschbaum (Bayer Leverkusen/ablösefrei), Miso Brecko (vereinslos), Enis Alushi (vereinslos), Laszlo Sepsi (vereinslos), Tobias Werner (VfB Stuttgart/Leihende), Lucas Hufnagel (SC Freiburg/Leihende), Marvin Stefaniak (VfL</p><p>Wolfsburg/Leihende), Ulisses Garcia (Werder Bremen/Leihende)

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  • Welche Baustellen hat Trainer Tedesco in seinem Team noch zu bearbeiten?

    Keine mehr. Mit der Verpflichtung von Hamza Mendyl von OSC Lille ist auf der linken Abwehrseite auch die letzte vakante Position besetzt. Abdul Rahman Baba ist nach seiner Kreuzbandverletzung immer noch nicht in Form, Bastian Oczipka musste sich einer Leisten-OP unterziehen – so war Schalke gezwungen, auf links personell nachzubessern.

    Das hat sich auf Schalke getan

     

    Zugänge: Hamza Mendyl (OSC Lille, 7 Millionen Euro), Salif Sané (Hannover 96, 7 Millionen), Omar Mascarell (Real Madrid/Eintracht Frankfurt, 10 Millionen), Suat Serdar (FSV Mainz 05, 11 Millionen), Steven Skrzybski (Union Berlin, 3,5 Millionen), Mark Uth (1899 Hoffenheim), Johannes Geis (war ausgeliehen an FC Sevilla)

    Abgänge: Leon Goretzka (Bayern München), Max Meyer (Crystal Palace), Coke (UD Levante, 1,5 Millionen), Benedikt Höwedes (war ausgeliehen an Juventus Turin, Lok Moskau, 5 Millionen), Thilo Kehrer (Paris St. Germain/37 Millionen), Donis Avdijaj (Willem II Tilburg)

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  • Welche Perspektive hat die Stuttgarter Mannschaft wirklich?

    Der VfB ist für die ­kommende Serie gut aufgestellt. Weltmeister Ron-Robert Zieler zählt nach wie vor zu den über­ragenden Torleuten der Bundesliga, die Innenverteidigung vor Zieler um Weltmeister Benjamin Pavard ist gut aufgestellt. Die Offensive dürfte mit Didavi über deutlich mehr Wucht ver­fügen als noch in der vergangenen Saison.

    Das hat sich in Stuttgart getan

    Zugänge: Pablo Maffeo (Manchester City/9 Millionen Euro), Nicolas Gonzalez (Argentinos/8,5 Millionen), Borna Sosa (Dinamo Zagreb/6 Millionen), Gonzalo Castro (Borussia Dortmund/5 Millionen), Daniel Didavi (VfL Wolfsburg/4 Millionen), Marc-Oliver Kempf (SC Freiburg), David Kopacz (Borussia Dortmund U 19), Hans Nunoo Sarpei (FK Senica/Leihende)

    Abgänge: Daniel Ginczek (VfL Wolfsburg/14 Millionen Euro), Jérôme Onguéné (RB Salzburg/2 Millionen), Jean Zimmer (Fortuna Düsseldorf/900 000 Euro), Julian Green (Greuther Fürth/200 000), Ailton (SC Braga/Leihe 100 000), Matthias Zimmermann (Fortuna Düsseldorf), Roberto Massimo (Arminia Bielefeld/Leihe), Orel Mangala (Hamburger SV/Leihe), Tobias Werner (eigene Reserve), Takuma Asano (FC Arsenal/Leihende), Jacob Bruun Larsen (Borussia Dortmund/Leihende), Dzenis Burnic (Borussia Dortmund/Leihende), Carlos Mané (Sporting Lissabon/Leihende), Jan Kliment (eigene Reserve)

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  • Was versprechen die Neuzugänge?

    Mit Daniel Didavi (9 Tore) und Divock Origi (6) sind die beiden torgefährlichsten Spieler der vergangenen ­Saison weg. Entsprechend lag der Fokus bei den Verpflichtungen auf der Offensive. Für Daniel Ginczek  und den Niederländer Wout Weghorst wurde richtig Geld in die       Hand genommen. Ob die zusammen fast  25 Millionen Euro teuren Angreifer die Sturmflaute allerdings beheben können, ist fraglich. Beide bringen zwar eine erhebliche körper­liche Präsenz mit, müssen aber auch ­ordentlich mit Bällen versorgt werden. „Wir haben uns bemüht, zunächst diese Pro­blemzone zu beseitigen“, bleibt Schmadtke diplo­matisch. Alle weiteren sollen im Saisonverlauf beseitigt werden, damit endlich wieder Ruhe einkehrt.

    Das hat sich bei den "Wölfen" getan

    Zugänge: Daniel Ginczek (VfB Stuttgart/14 Millionen Euro), Wout Weghorst (AZ Alkmaar/10,5 Millionen Euro), Jérôme Roussillon (HSC Montpellier/8 Millionen Euro), Marcel Tisserand (FC Ingolstadt/7 Millionen Euro/war bereits ausgeliehen), Felix Klaus (Hannover 96/3 Millionen Euro), Pavao Pervan (Linzer ASK/keine Angabe), Amara Condé (Holstein Kiel/Leihende), Marvin Stefaniak (1. FC Nürnberg/Leihende), Paul Seguin (Dynamo Dresden/Leihende), Kaylen Hinds (Greuther Fürth/Leihende), Ismail Azzaoui (Willem II Tilburg/Leihende), Paul-Georges Ntep (AS St.-Étienne/Leihende)

    Abgänge: Daniel Didavi (VfB Stuttgart/ablösefrei), Landry Dimata (RSC Anderlecht/Leihe), Divock Origi (FC Liverpool/Leihende), Max Grün (vereinslos)

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Es brauchte eine Zäsur, der BVB hat sie vollzogen. Neuer Trainer, neue Mannschaft, neues Umfeld – ob dies genügt, um auch die neuen Hoffnungen zu nähren, muss sich weisen. In Fürth war das Ergebnis stimmig, viel mehr nicht. Lucien Favre, der neue Coach, bat denn auch direkt um Geduld. „Der BVB hat einen Neustart ausgerufen. Wir brauchen Zeit“, sagt er vor dem Liga-Start am Sonntag (18 Uhr) gegen RB Leipzig.

Viel Qualität, viel Talent – wenn es Favre und seinen Mitstreitern im strategischen Stab gelingt, einen wirklichen Teamgeist und eine neue Leidenschaft zu entfachen, könnte Dortmund auf dem richtigen Weg sein. Doch noch müssen Baustellen geschlossen werden: Der Kader (29 Profis) ist zu groß, die Zahl der Ladenhüter zu hoch, es wird zur Herkules-Aufgabe, alle bei Laune und loyal unter Flagge zu halten. Und dann gibt es sogar noch eine offene Stelle: Händeringend sucht der BVB einen Mittelstürmer mit Torjäger-Qualitäten. Allmählich wird die Zeit knapp. Vielleicht hat Dortmund bei allem Wechsel-Eifer im Sommer ausgerechnet bei dieser Personalie ein wenig geschludert und sich 1b-Lösungen, etwa mit Marco Reus oder Maximilian Philipp als Speerspitze, schöngeredet. In Fürth hatte der BVB mit diesem Projekt jedenfalls keinen Erfolg. Es gibt akuten Handlungsbedarf.

Ganz vorn ein Loch, im Zentrum großes Gedränge. Nicht weniger als elf Spieler stehen Schlange für drei Plätze in der Schaltzentrale, ein absurdes Überangebot. Beste Chancen, aufgestellt zu werden, haben die Neuzugänge Axel Witsel und Thomas Delaney, kernige Typen mit großer Widerstandskraft und belegbaren strategischen Fähigkeiten – mithin das, was Dortmund in der vergangenen Saison fehlte. Bleibt noch eine Position. Für Mahmoud Dahoud? Für Mario Götze? Für Shinji Kagawa? Und was wird aus Julian Weigl, dessen Platz vor der Abwehr nun durch Witsel belegt ist?

Viele Fragen, Antworten muss Coach Favre liefern. Schon am Sonntag gegen Leipzig, das im Oktober 2017 eine gigantische Serie der Borussia beendete. Vor dem 2:3 hatte Dortmund 30 Monate lang kein Bundesliga-Heimspiel verloren. Danach verlor die Mannschaft komplett den Halt.

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1100 vertrauliche Mails mitgelesen
Das Auslesen des Passwortes machte es möglich, sich Zugriff auf das Mailkonto des Greveners zu verschaffen. Der Täter soll pikanterweise ein Familienmitglied sein.
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