Anschlag auf Mannschaftsbus
Bundesanwaltschaft: Verdächtiger nach BVB-Anschlag festgenommen

Dortmund -

(Aktualisiert um 14.25 Uhr) Dortmund unter Schock: Ein Angriff auf den Mannschaftsbus des BVB führt am Dienstagabend zur Absage des Champions-League-Spiels gegen den AS Monaco. Ein Verdächtiger ist schon festgenommen.

Mittwoch, 12.04.2017, 14:04 Uhr

Anschlag auf Mannschaftsbus : Bundesanwaltschaft: Verdächtiger nach BVB-Anschlag festgenommen
Ein LKA-Beamter untersucht den Mannschaftsbus des BVB. Hinter der zerstörten Rückscheibe saß unter anderem Marc Bartra, der durch die Explosion verletzt wurde. Foto: dpa

Aktualisierung 14.25 Uhr: Die Polizei hat im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Terroranschlag auf den BVB-Mannschaftsbus einen Islamisten als Tatverdächtigen festgenommen. Bei dem Mann und einem ebenfalls aus dem islamistischen Spektrum stammenden weiteren Verdächtigen seien die Wohnungen durchsucht worden, sagte die Sprecherin der Bundesanwaltschaft , Frauke Köhler , am Mittwoch in Karlsruhe. Es werde geprüft, ob gegen den Festgenommenen Haftbefehl beantragt werde. Köhler sprach von einem terroristischen Hintergrund der Tat. Eine abschließende Bewertung sei aber noch nicht möglich.

Nach Angaben von Köhler waren die drei Sprengsätze mit Metallstiften bestückt. Ein Metallstift habe sich in die Kopfstütze eines Bussitzes gebohrt. Die Sprengsätze hätten eine Sprengwirkung von mehr als 100 Metern gehabt. Die Frage nach dem Zündmechanismus und der Art des Sprengstoffes sei Gegenstand der kriminaltechnischen Untersuchungen. Die genaue Motivlage des Anschlags sei derzeit noch unklar.

Köhler sagte, am Anschlagsort seien drei Bekennerschreiben mit gleichem Text gefunden worden. Demnach scheine ein islamistischer Hintergrund der Tat möglich. Unter anderem werde in den Schreiben der Abzug von Tornado-Kampfflugzeugen der Bundeswehr aus Syrien und die Schließung des US-Luftwaffenstützpunktes Ramstein gefordert, bestätigte sie. Experten würden das Schreiben besonders auch unter islamwissenschaftlichen Gesichtspunkten untersuchen.

Bei einem in der Nacht im Internet auf der Seite „linksunten.indymedia.org“ veröffentlichten weiteren Bekennerschreiben bestünden nach einer ersten Bewertung erhebliche Zweifel an der Echtheit. In dem Schreiben wird ein linksextremistischer Hintergrund des Anschlags behauptet.


Alles war bereitet für einen großen Abend. Und dann war er beendet, bevor er wirklich angefangen hatte. In Dortmund blieb die Fußball-Wiese am Dienstag leer. Um 20.30 Uhr, 15 Minuten vor dem eigentlichen Anpfiff, wurde das Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League zwischen dem BVB und AS Monaco abgesagt. Etwa anderthalb Stunden zuvor war der Mannschaftsbus der Borussia offenbar Ziel eines Sprengstoffanschlags geworden. Die Behörden gingen aber von „einem Angriff mit ernstzunehmenden Sprengsätzen aus“. „Das waren keine Silvesterböller, was die Sache nicht einfacher macht“, sagte Gunnar Wortmann von der Polizei NRW. Die Beamten fanden in der Nähe des Teamhotels „L‘Arivee“ am Abend noch einen verdächtigen Gegenstand, der sich aber als harmlos herausstellte.

Bekennerschreiben 

Die ganze Nacht hindurch wurden der sichergestellte Bus und der Tatort untersucht. Noch am Abend wurde in der Nähe ein mögliches Bekennerschreiben gefunden. „In dem Schreiben wird Verantwortung für die Tat übernommen“, sagte Staatsanwältin Sandra Lücke bei einer Pressekonferenz am späten Dienstagabend. Es werde „intensiv“ auf seine Echtheit geprüft. Näheres zu dem Inhalt des Schreibens werde aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mitgeteilt. Nach Informationen von „Süddeutscher Zeitung“, NDR, WDR sowie der Deutschen Presse-Agentur vom Mittwoch wird in dem Bekennerschreiben auf den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt und den Einsatz deutscher Tornado-Kampfflugzeuge in Syrien Bezug genommen. Auch Kanzlerin Angela Merkel wird persönlich erwähnt.

Das Schreiben im Wortlaut

Nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund ist in der Nähe des Tatortes ein mögliches Bekennerschreiben mit islamistischem Hintergrund gefunden worden. Die Behörden prüfen seine Echtheit. Das Schreiben liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Anbei der Wortlaut:

„Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen,12 ungläubige würden von unseren Gesegneten Brüder in Deutschland getötet. Aber anscheinend scherst du dich Merkel nicht um deinen kleinen dreckigen Untertanen. Deine Tornados fliegen immer noch über dem Boden des Kalifats, um Muslime zu Ermorden. Jedoch wir bleiben standhaft durch die Gnade Allahs.

Ab sofort stehen alle ungläubigen Schauspieler, Sänger, Sportler und Sämtliche prominente in Deutschland und anderen Kreuzfahrer-Nationen auf Todesliste des Islamischen Staates.

Und das solange die folgenden Forderungen nicht erfüllt werden:
- Tornados aus Syrien abziehen.
- Ramstein Air Base muss geschlossen werden.“

...

In Ermittlerkreisen wird das Schreiben als für die Islamisten-Szene ungewöhnlich bezeichnet. So fehlten beispielsweise Symbole der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Zudem sei das Vorgehen der Täter im Vergleich zu früheren Terrorattacken mit IS-Bezug untypisch. In der Vergangenheit haben Islamisten wie der Attentäter Anis Amri bei seinem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt im Dezember versucht, möglichst viele Menschen zu töten.

Seitenbetreiber vermuten „Nazifake" 

Zudem prüfen die Ermittler die Authentizität eines zweiten Bekennerschreibens, das möglicherweise aus der antifaschistischen Szene kommt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur vom Mittwoch wird in dem am späten Dienstagabend bei „linksunten.indymedia.org“ verbreiteten Schreiben in Antifa-Duktus erklärt, der Bus sei mit eigenes für den Anschlag angefertigten Sprengsätzen als „Symbol für die Politik des BVB“ attackiert worden, die sich nicht genügend gegen Rassisten, Nazis und Rechtspopulisten einsetze.

Die Betreiber der linksradikalen Diskussionsplattform „linksunten.indymedia.org“ halten das dort aufgetauchte Bekennerschreiben für nicht authentisch. „Weder Inhalt noch Sprache deuten auf einen linken Hintergrund hin, deshalb haben wir es bereits kurz nach der Veröffentlichung gelöscht", sagten die Betreiber der „RP ONLINE". „Wir halten das Schreiben für einen Nazifake."

Explosion in der Nähe des BVB-Mannschaftsbusses

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  • Trotzreaktion: Eine Besucherin am Dienstagabend im leeren Stadion.

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  • Der Mannschaftsbus des BVB wurde bei der Fahrt zum Champions-League-Viertelfinale gegen AS Monaco mit drei Sprengsätzen attackiert.

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  • Sven Bender und Nuri Sahin (v.l.) verfolgen mit ernster Miene den Polizeieinsatz.

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  • Wie geht es weiter? Der Trainer von Borussia Dortmund, Thomas Tuchel (2.v.r.), blickt auf sein Smartphone.

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  • Da war noch alles in Ordnung: Mitglieder der Fußball-Mannschaft von Borussia Dortmund und des Betreuerstabes stehen in der Nähe des Teamhotels „L‘Arivee“ um Trainer Thomas Tuchel herum.

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  • Kurz vor der Abfahrt zum Stadion: Spieler von Borussia Dortmund, darunter Pierre-Emerick Aubameyang (l) vor dem Mannschaftshotel.

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  • Der Bus von Borussia Dortmund steht mit einer beschädigten Scheibe an einer Straße in unmittelbarer Nähe des Mannschaftshotels.

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  • BVB-Verteidiger Marc Bartra, der hinten im Bus saß, und ein Polizist, der die Mannschaft auf einem Motorrad begleitete, wurden verletzt.

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  • Der Tatort wurde am Abend abgeriegelt.

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  • Eine Anzeigetafel im Stadion informiert über einen Vorfall mit dem Mannschaftsbus des BVB. 

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  • Die Fans versuchen über ihre Smartphones an mehr Informationen zu kommen oder Kontakt zu Familie und Freunden aufzunehmen.

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  • BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ist die Sorge anzusehen: 15 Minuten vor dem geplanten Spielbeginn wird die Partie abgesagt.

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  • Im Stadion wird die Entscheidung verkündet: Das Spiel wird am Mittwoch um 18.45 Uhr nachgeholt.

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  • Schwere Stunden für den BVB: Stadionsprecher Norbert Dickel (l.) Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (r.) im Stadion.

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  • Gespenstische Szene: Im nahezu leeren Stadion legt die Mannschaft des AS Monaco gegen 21.30 Uhr noch eine Trainingseinheit ein.

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  • Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange bei einer Pressekonferenz am späten Abend: Wir gehen von einem gezielten Angriff auf den Bus der Dortmunder aus.

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  • Staatsanwältin Sandra Lücke erklärt, dass in der Nähe des Busses ein mögliches Bekennerschreiben gefunden wurde. „In dem Schreiben wird Verantwortung für Tat übernommen.“

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  • Die ganze Nacht hindurch wurde am Tatort nach Spuren gesucht.

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  • Die Sprengsätze waren nach ersten Erkenntnissen der Polizei in einer Hecke versteckt.

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  • Dortmund-Fans boten unter dem Hashtag #bedforawayfans Schlafplätze an. So auch BVB-Fan Stefan Kilmer (M.), der dieses Selfie mit Anhängern des AS Monaco bei Twitter postete.

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  • Am Mittwochmorgen wird das Mannschaftshotel des BVB von einem großen Polizeiaufgebot gesichert.

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  • Mit Maschinenpistolen bewachen Polizisten den Tatort.

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  • Das Nachholspiel am Mittwochabend wird unter verschärften Sicherheitsmaßnahmen stattfinden. So dürfen keine Rucksäcke mit in den Signal-Iduna-Park genommen werden.

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  • Auch das Trainingsgelände des BVB steht am Mittwoch unter besonderer Bewachung.

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  • Ein ursprünglich für Mittwoch angesetztes öffentliches Training fällt aus.

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Die Polizei sprach von einem gezielten Angriff auf das Dortmunder Fußball-Team und ermittelt wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes. Weitere Details wird es von den Ermittlern erst einmal jedoch nicht geben. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Polizei Dortmund geben aktuell keine neuen Details in dem Fall bekannt.

Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen. Sie will am Nachmittag informieren. Auch das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen ist in die Ermittlungen eingebunden. „Wir waren mit unseren Entschärfern vor Ort“, sagte eine LKA-Sprecherin am Mittwoch in Düsseldorf auf Anfrage. Das LKA hat speziell ausgebildete Beamte für unbekannte Spreng- und Brandvorrichtungen, erläuterte die Sprecherin.

Marc Bartra operiert 

Die Uefa setzte die Partie noch am Abend für Mittwoch neu an. Anpfiff wird um 18.45 Uhr sein. Innenverteidiger Marc Bartra wird dann nicht zum BVB-Aufgebot gehören. Der Spanier wurde durch Glassplitter an der Hand und am Arm getroffen und umgehend ins Krankenhaus gebracht. Kurz vor Mitternacht stellte sich heraus, dass er einen Bruch der Speiche erlitten hat. Der Profi wurde umgehend operiert.

Kommentar

Nachholtermin am Mittwoch:  Ist das zumutbar für den BVB?

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Auch ein Polizist ist durch die Explosionen verletzt worden. Er fuhr auf einem Motorrad vor dem Bus und erlitt nach Polizeiangaben ein Knalltrauma und einen Schock.

„Nach dem Knall haben wir uns alle im Bus geduckt“

Der perfide Anschlag ereignete sich in unmittelbarer Nähe des Mannschaftshotels. Als der Bus das Quartier im Stadtteil Höchsten mit Ziel Stadion verlassen wollte, detonierten fast zeitgleich drei Sprengsätze. „Sie müssen wohl in einer Hecke oder irgendwo ganz nah platziert worden sein“, erklärte der Dortmunder Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Torhüter Roman Bürki sagte dem Schweizer Boulevard-Blatt „Blick“: „Nach dem Knall haben wir uns alle im Bus geduckt, auf den Boden gelegt. Wir wussten nicht, ob noch mehr passiert. An ein Fußballspiel dachte in diesen Minuten keiner mehr.“

Sonderlob der Polizei

Die Polizei war schnell zur Stelle und riegelte den Tatort ab. Sie sprach in einer ersten Stellungnahme von einer „unklaren Lage“ und verstärkte die Einsatzkräfte auch rund um das Stadion. Dort harrten die Fans bis zur Absage aus. Verantwortliche der Borussia erklärten, dass alle Stadionbesucher in Sicherheit seien. Als endgültig klar war, dass nicht gespielt werden würde, machten sich die Zuschauer geordnet auf den Weg zurück zu den Parkplätzen. Am Morgen danach gab es dafür ein Sonderlob von der Dortmunder Polizei. „Das ist gestern mit sehr viel Ruhe abgelaufen, und das hat uns natürlich als Polizei und sicherlich auch dem Verein sehr geholfen“, sagte Nina Vogt, Sprecherin der Dortmunder Polizei. „Ich glaube, da können wir alle sagen, dass wir auf die Reaktionen gestern nur stolz sein können.“

Solidarität unter den Fans

Noch im Stadion zeigten die Gästefans ein feines Gespür für die Situation. Der Auswärtsblock skandierte lautstark „Dortmund, Dortmund“.

In einem Tweet lobte Regierungssprecher Steffen Seibert das Verhalten der Monegassen.

Einige BVB-Fans revanchierten sich, indem sie den Monegassen eine Unterkunft für die ungeplante Übernachtung anboten. Bei Twitter trendete der Hashtag #bedforawayfans, unter dem Borussia Dortmund seine Anhänger dazu aufgerufen hatte.

Das Hotel zur Post in Lüdinghausen bot den Gästefans sogar eine kostenlose Übernachtung an. 

Fünf Monegassen machten nach Angaben des Hotels von dem Angebot Gebrauch. 

Der AS Monaco bedankte sich auf Deutsch für die Hilfsbereitschaft. 

Außerdem bot der Verein seinen Fans, die in Dortmund übernachteten, finanzielle Unterstützung an. Sie könnten mit bis zu 80 Euro Hilfe rechnen, twitterte der Verein.

Eintrittskarten weiterhin gültig

Der BVB teilte mit, dass die Eintrittskarten für die Neuansetzung Gültigkeit haben. Die Mannschaft kehrte am Abend ins Hotel zurück. Wo Trainer und Spieler die Nacht verbrachten, ist nicht bekannt. Unmittelbar nach der Spielabsage ging Dortmunds Präsident Reinhard Rauball in die Kabine des Gegners und informierte die Monegassen über den Stand der Dinge. 

Die Dortmunder Polizei will beim Nachholspiel mit verstärkten Kräften für Sicherheit sorgen. „Wir werden heute natürlich mit starken Kräften hier vor Ort sein im Stadion, werden aber auch versuchen, unser Möglichstes tun, natürlich die Mannschaften zu schützen“, sagte Nina Vogt, Sprecherin der Dortmunder Polizei am Mittwochmorgen im ZDF.

Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen

Beim Nachholspiel am Mittwoch werden die Sicherheitsmaßnahmen deutlich erhöht, wie der BVB mitteilt: „Aus Sicherheitsgründen und auf Geheiß der Polizei dürfen keine Rucksäcke mit ins Stadion mitgebracht werden. Wer dergleichen mitbringt, wird nicht ins Stadion gelassen“. Alle Hinterlegungsstellen werden geschlossen sein. Zulässig seien maximal (Hand-)Taschen in einer Größe von DIN A4. Außerdem bittet die Polizei um frühestmögliche Anreise der Fans, da die Zugangskontrollen sehr viel Zeit in Anspruch nehmen werden.

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Am Morgen wird der Tatort verstärkt abgesichert. Mit Maschinenpistolen bewaffnete Beamte stehen an den Absperrungen, zahlreiche Polizeifahrzeuge sind in der Nähe geparkt. Die Ermittler wollen am Tatort Spuren sichern, wie ein Sprecher der Dortmunder Polizei am Morgen sagte.

Im Süden des Landes will die Münchner Polizei ihr Sicherheitskonzept für das Spiel am Mittwochabend zwischen dem FC Bayern und Real Madrid noch einmal überprüfen. Die Verantwortlichen werden nach Angaben eines Sprechers am Vormittag über mögliche Konsequenzen beraten. Er betonte aber gleichzeitig: „Wir haben keinerlei Gefährdungshinweise für München und das Spiel.“

Watzke: „Wir spielen für alle“

Derweil teilte Watzke mit, dass das eigene Team in Schockstarre sei. „Ich hoffe, dass wir am Mittwoch einigermaßen wettbewerbsfähig sind“, sagte er, „aber so etwas kriegst du natürlich nicht so einfach aus dem Kopf.“ 

Wir spielen heute nicht nur für uns. Wir spielen für alle. Egal, ob Borusse, Bayer oder Schalker. Wir wollen zeigen, dass Terror und Hass unser Handeln niemals bestimmen dürfen. Und wir spielen natürlich für Marc Bartra, der sein Team siegen sehen will!

Hans-Joachim Watzke

Ein Déjà-vu muss der Anschlag für Matthias Ginter gewesen sein. Schließlich war der Nationalspieler schon am 13. November 2015 beim Landerspiel zwischen Frankreich und Deutschland dabei, als vor dem Stade de France in Paris eine Bombe explodierte. Aus Sorge vor weiteren Anschlägen verbrachte das DFB-Team große Teile der Terror-Nacht, in der insgesamt 130 Menschen starben, in der Kabine der Arena, ehe die Polizei Entwarnung gab.

BVB-Mediendirektor Sascha Fligge setzt auf eine Trotzreaktion: „Wir hoffen, dass die Borussen-Familie zeigt, dass sie in schwierigen Situationen ganz besonders eng zusammenrücken kann und dieses schwierige Spiel auch für Marc zu spielen.“

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