Fußball: Champions League
Allenfalls ein kleiner Schritt für Schalke gegen Porto

Gelsenkirchen -

Ein Strafstoß, der doch extrem umstritten war, kostete den FC Schalke 04 den Auftaktsieg in der Champions League. Der Rückkehrer in die Königsklasse musste sich mit einem 1:1 gegen den FC Porto begnügen. Immerhin ein kleiner Schritt nach vorne.

Mittwoch, 19.09.2018, 10:28 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 19.09.2018, 10:28 Uhr
Jubel nach dem gehaltenen Elfmeter, die Null steht: Torwart Ralf Fährmann jubelt gemeinsam mit Salif Sané.
Jubel nach dem gehaltenen Elfmeter, die Null steht: Torwart Ralf Fährmann jubelt gemeinsam mit Salif Sané. Foto: Witters

Auch in der Champions League hat der FC Schalke 04 keinen Ausweg aus seiner misslichen Lage gefunden. Das 1:1 (0:0) gegen den FC Porto bedeutete allenfalls einen kleinen Schritt voran. Drei Zähler waren drin, die Einstellung wirkte vorbildlich. Doch die Kreativflaute bleibt – und letztlich verhinderte Naldos zweiter Blackout den Sieg.

Vier Neuerungen überlegte sich S04-Coach Domenico Tedesco im Vergleich zum 1:2 gegen Gladbach, der dritten Bundesliga-Pleite im dritten Spiel. Alessandro Schöpf, Suat Serdar , Weston McKennie und Breel Embolo ersetzten Hamza Mendyl, WM-Teilnehmer Sebastian Rudy, Franco Di Santo und Guido Burgstaller.

Die Gäste, die 2004 in der Gelsenkirchener Arena die Königsklasse gewannen und dort Dauergast sind, kamen seitdem oft in die K.o.-Phase, erwischten aber zuvor auch regelmäßig lösbare Gruppen. Mehr als zwei Teilnahmen am Viertelfinale saßen in der Folge nicht mehr drin – die ganz große europäische Hausnummer war das also nicht. So blieben etliche Plätze im Oberrang leer. Oder lag’s an der Mini-Krise? Oder gar an der späten Anstoßzeit? Die Fans, die gekommen waren, aber gaben Gas beim Comeback in diesem Wettbewerb nach dreieinhalbjähriger Abstinenz.

Sie sahen eine kampfbereite Heimelf, der nach 13 Minuten dennoch schon der nächste Tiefschlag drohte. Naldo war nach einem Einwurf in der Konfusion der Ball an den Arm gesprungen war. Doch den vertretbaren und von Alex Telles gar nicht schlecht geschossenen Elfmeter entschärfte Ralf Fährmann . Der Keeper ließ seiner markigen und vorab via Videowürfel ausgestrahlten Botschaft mit dieser Klasseparade Taten folgen.

Mit etwas Verzögerung verlieh die Aktion seinen Vorderleuten Schwung. Anfangs war das Spiel in einer Art 3-3-2-2-System doch arg statisch, die Leidenschaft aber passte. So kamen Naldo (21.) und Serdar (27.) zu ersten Abschlüssen, während der weitaus ballfertigere Gegner seine zu Beginn gezeigten Stafetten wieder aufgab und sich seinerseits zurückzog. Je tiefer sich Porto mit der Zeit aber formierte, desto mehr trat die Schalker Problemdisziplin hervor: der Aufbau, das Erzwingen von heißen Strafraumszenen.

Voran ging auch nach der Pause Fährmann. Gegen Felipe zeigte er nach Otavio-Flanke eine unfassbar wichtige Premium-Parade (47.). Die Partie wurde hektischer, Königsblau riskierte etwas mehr, ließ zwar noch Präzision vermissen und setzte weiter auf lange Bälle, fand so aber vermehrt Lücken. Embolo verzog noch, als er sich mal durchgesetzt hatte (62.). Zwei Minuten später ließ es der Schweizer dann klingeln. Ein astreiner Konter führte zum Erfolg. Serdar behauptete die Kugel willensstark, leitete weiter auf McKennie, der mit Übersicht quer legte. Im Zentrum behielt Embolo die Ruhe – 1:0.

Eine Führung! Die gab’s in der Liga noch gar nicht. Jetzt durfte der Gastgeber mal zeigen, was er in der Vorsaison so perfekt beherrschte, die Kunst des Verteidigens. Aber was machte Naldo? Er verursachte den zweiten Strafstoß, brachte Moussa Marega nach seiner eigenen Unachtsamkeit leicht zu Fall. Strittig, keine Frage. Doch diesmal war Fährmann machtlos. Otavio blieb cool und verlud ihn (75.). Der Keeper hielt gegen Hector Herrera zumindest den Punkt fest (83.). Auf der Gegenseite bot sich Yevhen Konoplyanka nach einer Ecke noch eine Großchance (89.). Das Unentschieden lässt alle Optionen offen in der Gruppe. Ein Befreiungsschlag war dieser Abend dennoch nicht.

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