Fußball: Champions League
Weihnachtsmärchen für den BVB - mit Glück ins Achtelfinale

Dortmund -

Darauf werden wohl nur kühne Optimisten gesetzt haben. Borussia Dortmund hat sein Engagement in der Champions League tatsächlich über die Jahreswende hinaus verlängert. Zugegeben mit freundlicher Unterstützung des FC Barcelona.

Mittwoch, 11.12.2019, 08:54 Uhr aktualisiert: 11.12.2019, 09:18 Uhr
Gut gemacht: Die Dortmunder freuen sich über Jadon Sanchos Treffer zum 1:0
Gut gemacht: Die Dortmunder freuen sich über Jadon Sanchos Treffer zum 1:0 Foto: Bernd Thissen/dpa

Mit dem 2:1 im Parallelspiel der Gruppe F öffneten die Spanier dem BVB die Pforte zum Achtelfinale. Der BVB nahm die Vorlage auf und bleibt nach dem 2:1 über Slavia Prag im Wettbewerb. Den Erfolg über die starken Tschechen in einem irren Fernduell hatten die Dortmunder zuallererst ihrem Torhüter Roman Bürki zu verdanken. Mit einem halben Dutzend erstklassiger Paraden bewahrte er sein Team vor dem Ausschluss aus dem Millionenspiel.

Weihnachten in der Champions League ; das hört sich für die in dieser Saison schon so oft gestressten und gescholtenen Dortmunder richtig gut an. Im Februar geht es dann in K.o.-Runden weiter, schon nach der Auslosung am kommenden Montag in Nyon wird der Bundesligist seinen Gegner kennen. Als Gruppenzweiter spielt der BVB zunächst zu Hause. Ein großes Fußball-Fest bahnt sich an. Schließlich sind der Titelverteidiger FC Liverpool mit dem Dortmunder Trainer-Idol Jürgen Klopp, Paris St. Germain mit Ex-Coach Thomas Tuchel und Manchester City mit Pep Guardiola am Taktstock mögliche Gegner.

Sky oder DAZN - wo laufen die deutschen Champions-League-Spiele?

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  • Wie in der vergangenen Saison, gibt es die Spiele der Champions League auch 2019/20 in Deutschland nicht im Free-TV zu sehen. Sky und DAZN teilen sich die Spiele auf. Eine Übersicht über die "deutschen" Spiele in der Gruppenphase nach Spieltagen und Mannschaften:

    Foto: dpa
  • Spieltag 1:

    DAZN: Benfica Lissabon - RB Leipzig (Dienstag, 17. September, 21 Uhr)
    Sky: Borussia Dortmund - FC Barcelona (im Bild: Lionel Messi; Dienstag, 17. September, 21 Uhr) 
    Sky: FC Bayern München - Roter Stern Belgrad (Mittwoch, 18. September, 21 Uhr) 
    DAZN: Bayer Leverkusen - Lokomotive Moskau (Mittwoch, 18. September, 21 Uhr)

    Foto: dpa
  • Spieltag 2:

    DAZN: Tottenham Hotspur - FC Bayern München (Dienstag, 1. Oktober, 21 Uhr)
    Sky: Juventus Turin (im Bild: Cristiano Ronaldo) - Bayer Leverkusen (Dienstag, 1. Oktober, 21 Uhr)
    Sky: Slavia Prag - Borussia Dortmund (Mittwoch, 2. Oktober, 18.55 Uhr)
    DAZN: RB Leipzig - Olympique Lyon (Mittwoch, 2. Oktober, 21 Uhr)

    Foto: dpa
  • Spieltag 3:

    DAZN: Atletico Madrid (im Bild: Sturmhoffnung Joao Felix) - Bayer Leverkusen (Dienstag, 22. Oktober, 18.55 Uhr)
    Sky: Olympiakos Piräus - FC Bayern München (Dienstag, 22. Oktober, 21 Uhr)
    DAZN:  RB Leipzig - Zenit St. Petersburg (Mittwoch, 23. Oktober, 18.55 Uhr) 
    Sky: Inter Mailand - Borussia Dortmund (Mittwoch, 23. Oktober, 21 Uhr)

    Foto: dpa
  • Spieltag 4:

    Sky: Zenit St. Petersburg - RB Leipzig (Dienstag, 5. November, 18.55 Uhr)
    DAZN: Borussia Dortmund - Inter Mailand (im Bild: Romelu Lukaku; Dienstag, 5. November, 21 Uhr)
    Sky: FC Bayern München - Olympiakos Piräus (Mittwoch, 6. November, 18.55 Uhr)
    DAZN: Bayer Leverkusen - Atletico Madrid (Mittwoch, 6. November, 21 Uhr)

    Foto: dpa
  • Spieltag 5:

    DAZN: Lokomotive Moskau (im Bild: Benedikt Höwedes) - Bayer Leverkusen (Dienstag, 26. November, 18.55 Uhr)
    Sky: Roter Stern Belgrad - FC Bayern München (Dienstag, 26. November, 21 Uhr)
    Sky: FC Barcelona - Borussia Dortmund (Mittwoch, 27. November, 21 Uhr)
    DAZN:  RB Leipzig - Benfica Lissabon (Mittwoch, 27. November, 21 Uhr)

    Foto: dpa
  • Spieltag 6:

    DAZN Borussia Dortmund - Slavia Prag (Dienstag, 10. Dezember, 21 Uhr)
    Sky: Olympique Lyon - RB Leipzig (Dienstag, 10. Dezember, 21 Uhr)
    Sky FC Bayern München - Tottenham Hotspur (im Bild: Harry Kane, Mittwoch, 11. Dezember, 21 Uhr)
    DAZN Bayer Leverkusen - Juventus Turin (Mittwoch, 11. Dezember, 21 Uhr)

    Foto: dpa
  • Welches Abo lohnt sich für die Anhänger der deutschen Vereine? Bayern-Fans kommen bei Sky auf ihre Kosten:

    Sky: FC Bayern München - Roter Stern Belgrad (Mittwoch, 18. September, 21 Uhr) 
    DAZN: Tottenham Hotspur - FC Bayern München (Dienstag, 1. Oktober, 21 Uhr) 
    Sky: Olympiakos Piräus - FC Bayern München (Dienstag, 22. Oktober, 21 Uhr)
    Sky: FC Bayern München - Olympiakos Piräus (Mittwoch, 6. November, 18.55 Uhr) 
    Sky: Roter Stern Belgrad - FC Bayern München (Dienstag, 26. November, 21 Uhr) 
    Sky FC Bayern München - Tottenham Hotspur (Mittwoch, 11. Dezember, 21 Uhr)

    Foto: dpa
  • Fans von Borussia Dortmund sehen vier Spiele bei Sky und zwei bei DAZN.

    Sky: Borussia Dortmund - FC Barcelona (Dienstag, 17. September, 21 Uhr) 
    Sky: Slavia Prag - Borussia Dortmund (Mittwoch, 2. Oktober, 18.55 Uhr) 
    Sky: Inter Mailand - Borussia Dortmund (Mittwoch, 23. Oktober, 21 Uhr)
    DAZN: Borussia Dortmund - Inter Mailand (Dienstag, 5. November, 21 Uhr) 
    Sky: FC Barcelona  - Borussia Dortmund (Mittwoch, 27. November, 21 Uhr) 
    DAZN Borussia Dortmund - Slavia Prag (Dienstag, 10. Dezember, 21 Uhr) 

    Foto: dpa
  • Umgekehrt ist es bei Leipzig: Zwei Partien laufen bei Sky, vier bei DAZN. 

    DAZN: Benfica Lissabon - RB Leipzig (Dienstag, 17. September, 21 Uhr)
    DAZN: RB Leipzig - Olympique Lyon (Mittwoch, 2. Oktober, 21 Uhr)
    DAZN:  RB Leipzig - Zenit St. Petersburg (Mittwoch, 23. Oktober, 18.55 Uhr) 
    Sky: Zenit St. Petersburg - RB Leipzig (Dienstag, 5. November, 18.55 Uhr) 
    DAZN:  RB Leipzig - Benfica Lissabon (Mittwoch, 27. November, 21 Uhr)
    Sky: Olympique Lyon - RB Leipzig (Dienstag, 10. Dezember, 21 Uhr) 

    Foto: dpa
  • Auch die Anhänger von Bayer Leverkusen werden eher beim Streamingdienst DAZN fündig. Sky überträgt nur eine Partie der Werkself:

    DAZN: Bayer Leverkusen - Lokomotive Moskau (Mittwoch, 18. September, 21 Uhr)
    Sky: Juventus Turin - Bayer Leverkusen (Dienstag, 1. Oktober, 21 Uhr) 
    DAZN: Atletico Madrid - Bayer Leverkusen (Dienstag, 22. Oktober, 18.55 Uhr) 
    DAZN: Bayer Leverkusen - Atletico Madrid (Mittwoch, 6. November, 21 Uhr)
    DAZN: Lokomotive Moskau - Bayer Leverkusen (Dienstag, 26. November, 18.55 Uhr) 
    DAZN Bayer Leverkusen - Juventus Turin (Mittwoch, 11. Dezember, 21 Uhr)

    Foto: dpa
  • Wer sich auch für Spiel ohne deutsche Beteiligung interessiert, ist bei DAZN am besten aufgehoben. 110 von 138 Spielen der Champions-League-Saison zeigt der Streamingdienst exklusiv als Einzelspiele. Sky überträgt an jedem Champions-League-Tag neben einem Einzelspiel eine Konferenz aller Partien.

    Foto: dpa

Bürki hält BVB im Spiel

Drei Tage nach dem überzeugenden 5:0 über Fortuna Düsseldorf stellte sich Slavia Prag den Borussen in den Weg. Der BVB war im Fernduell mit Inter natürlich gewillt, die eigenen Hausaufgaben zu erledigen. Schon nach zehn Minuten brachte Jadon Sancho die Hausherren in Front. Der junge Brite setzte einer feinen Kombination über Julian Brandt und Marco Reus die Krone auf. Reus hatte nur wenig später das 2:0 auf dem Fuß, er vergab jedoch freistehend gegen Slavia-Keeper Ondrej Kolar. Nach 23 Minuten verlor Reus auch das zweite 1:1-Duell gegen den Slavia-Zerberus.

Auf der Gegenseite rückte BVB-Schlussmann Roman Bürki immer wieder ins Zentrum des Geschehens. Mit glänzenden Reflexen bewahrte er den defensiv schwächelnden BVB mehrfach vor dem Ausgleich. Längst waren die kombinationssicheren Tschechen mindestens ebenbürtig. Zwei Minuten vor dem Wechsel gelang Tomas Soucek das verdiente 1:1. Bei diesem Spielstand wurden auch in Mailand die Seiten gewechselt. Alles wieder auf Null - Dortmund brauchte wieder ein Tor und Inter durfte keines mehr schießen.

Schlampigkeiten

Also volle Fahrt voraus auf die Südtribüne. Brandt gab dem BVB 16 Minuten nach Wiederanpfiff neue Hoffnung. Nach Zuspiel von Sancho vollstreckte der Nationalspieler cool ins kurze Eck. Prag machte nun auf, Dortmund hatte bei Kontern die Wiese vor sich. Doch aussichtsreiche Läufe endeten im Nirwana. Und beinahe hätte es erneut die Quittung für diese Schlampigkeiten gegeben. Bei einer Prager Doppelchance (73.) retteten erst Mats Hummels und dann Bürki in allerhöchster Not. Und es spitzte sich für den BVB noch mehr zu, als Julian Weigl Gelbrot sah (77.). Irgendwie ging alles gut. Wieder einmal Champions-League-Wahnsinn in Dortmund.

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