Brisantes Duell
DFB-Pokalfinale: Keiner will Favoritenrolle

Berlin (dpa) - Erst steht noch das brisante Duell in der Bundesliga an, doch das Aufeinandertreffen von RB Leipzig und Bayern München beim 76. DFB-Pokalendspiel ist vor allem für die Sachsen schon jetzt der Höhepunkt der Saison.

Freitag, 10.05.2019, 15:32 Uhr aktualisiert: 10.05.2019, 15:34 Uhr
Wollen beide den Pott: Bayerns Javi Martinez (l) und Leipzigs Kevin Kampl.
Wollen beide den Pott: Bayerns Javi Martinez (l) und Leipzigs Kevin Kampl. Foto: Soeren Stache

«Das Pokalfinale wird noch mal ein ganz anderes Level. Wir wollen wie die Bayern mit dem Pokal nach Hause fahren», sagte RB-Profi Kevin Kampl (28) bei der Pokalübergabe am Freitag in Berlin. Für den erst zehnjährigen Verein ist es das erste Endspiel im nationalen Cup überhaupt, für die Bayern das 23. Finale.

Die Favoritenrollen wollen beide Vereine nicht übernehmen. «Ein Finale ist komplett etwas anderes. RB hat viele gute Spieler. Sie spielen einen attraktiven Fußball. Es wird sehr schwer», erklärte Bayern-Star Javi Martínez (30) zum Endspiel am 25. Mai im ausverkauften Berliner Olympiastadion. Martinez wird wegen einer Verletzung im Liga-Spiel am Samstag ebenso fehlen wie der gesperrte Leipziger Kampl. Für den slowenischen Nationalspieler ist das Pokalspiel ohnehin wertvoller: «Wir hatten den unbedingten Willen als Verein, ins Finale zu kommen. Die ganze Stadt wollte nach Berlin.»

Auf den Endspiel-Sieger warten 4,5 Millionen Euro, der gesamte Wettbewerb würde mehr als 13 Millionen für den Cup-Champion bringen. Der Final-Verlierer kann sich mit 3,5 Millionen Euro trösten.

Das nationale Cupfinale soll auch über 2020 hinaus in Berlin stattfinden. Die Verhandlungen zwischen dem Deutschen Fußball-Bund und der Stadt Berlin über eine fünfjährige Verlängerung des derzeit bis zum nächsten Jahr laufenden Vertrages laufen. Möglicherweise soll der neue Kontrakt nach dpa-Informationen noch vor dem diesjährigen Finale unterzeichnet werden.

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