Fußball: Bundesliga
Werder ist weiter Bayerns Liebling

Bremen -

So richtig in Fahrt sind die Bayern noch nicht gekommen im Jahr 2017. Trotzdem haben sie optimale Ausbeute eingefahren. Beim 2:1 in Bremen zeigte Gastgeber Werder erneut eine gute Leistung, blieb aber wie zuvor gegen Borussia Dortmund unbelohnt.

Sonntag, 29.01.2017, 16:01 Uhr

Wieder jubeln die Bayern: Münchens Javi Martinez (l.) und Xabi Alsonso (M) feiern, derweil Bremens Niklas Moisander enttäuscht daneben steht.
Wieder jubeln die Bayern: Münchens Javi Martinez (l.) und Xabi Alsonso (M) feiern, derweil Bremens Niklas Moisander enttäuscht daneben steht. Foto: dpa

Werder Bremen bleibt Lieblingsgegner des FC Bayern . Auch im 13. Pflichtspiel in Folge behielten die Münchner gegen die Hanseaten die Oberhand und stellten damit einen Bundesliga-Rekord auf. Allerdings war der Auftritt des Deutschen Meisters beim 2:1 (2:0)-Sieg an der Weser nicht überzeugend. „Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, aber nicht mit unserem Spiel in der zweiten Halbzeit“, sagte Trainer Carlo Ancelotti. Er räumte damit ein, dass der Champion allenfalls sein Minimalziel erreicht hatte.

Wo der Liga-Primus zu Beginn der Rückrunde 2016/17 national anzusiedeln ist, darüber gibt die Tabelle Auskunft. Was das Schwergewicht des deutschen Fußballs international auf die Waage bringt, wird sich indes erst in den Vergleichen mit dem FC Arsenal in der Champions League zeigen. In dieser Hinsicht lieferte der Sieg in Bremen lediglich die Erkenntnis, „dass wir uns verbessern müssen. Das steht außer Frage“, erläuterte Mannschaftskapitän Philipp Lahm selbstkritisch. „Wir haben noch Luft nach oben. Das sieht ja jeder.“

Meisterlich effizient zeigten sich die Bayern nur in der ersten Halbzeit, als Arjen Robben (30.) mit einer sehenswerten Direktabnahme und David Alaba (45.+1) per Freistoß für eine 2:0-Führung gesorgt hatten. Allerdings war das Ergebnis angesichts stark aufspielender Bremer schmeichelhaft. Als Max Kruse mit seinem Treffer zum 1:2 (51.) endgültig Bremer Leidenschaft geweckt hatte, verloren die Münchner zwischenzeitlich die Kon­trolle. „Wir haben großen Aufwand betrieben und alles probiert. Letztlich hat aber die individuelle Qualität der Bayern den Ausschlag gegeben“, hatte Werders Mannschaftskapitän Zlatko Junuzovic den entscheidenden Unterschied ausfindig gemacht.

Wie schon eine Woche zuvor beim 1:2 gegen Borussia Dortmund zeigten die Bremer eine Leistung mit Herz und Hingabe und setzten dabei auch spielerisch Akzente. „Wir konnten uns für zwei gute Spiele nicht belohnen. Aber die Art und Weise, wie wir gespielt haben, gibt uns Mut“, befand Werders Trainer Alexander Nouri.

Am Samstag sah sich der Coach nach der Oberschenkelverletzung von Claudio Pizarro (16.) erneut früh veranlasst, sein Team umzustellen. Doch der junge Maximilian Eggestein, „über dessen Leistung ich mich gefreut habe, weil er ein sehr gutes Spiel gemacht hat“, so Nouri, fügte sich gut ein. Darüber hinaus zeigte sich, dass die Bremer personell über Alternativen verfügen. Wintertransfer Thomas Delaney, der vom FC Kopenhagen an die Weser kam, ist eine Bereicherung. Er erledigte er den Part des verletzten Clemens Fritz auf der Sechser-Position überzeugend.

Im Mittelfeld führte der wieder genesene Junuzovic Regie. Der zuletzt überragende Finn Bartels wurde nach überstandener Magen-Darm-Grippe erst in der Schlussphase eingewechselt.

Auf der anderen Seite blieb Bayerns Thomas Müller einmal mehr blass. Lahm nahm das aber nur eher beiläufig zur Kenntnis: „Thomas ist ein absoluter Leistungsträger. Das weiß jeder beim FC Bayern.“

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