Bundesliga-Auftakt
Frühe Zweifel: Augsburg auf dem Weg zum Sorgenfall

1:8 im letzten Spiel der vergangenen Saison in Wolfsburg, 1:2 im Pokal beim Viertligisten Verl und 1:5 zum Bundesliga-Auftakt in Dortmund. Der FC Augsburg gibt zurzeit kein gutes Bild ab. Trainer Schmidt hofft auf eine schnelle Trendwende.

Sonntag, 18.08.2019, 10:44 Uhr aktualisiert: 18.08.2019, 12:03 Uhr
Der FC Augsburg schied in der ersten DFB-Pokalrunde aus und kam beim BVB unter die Räder.
Der FC Augsburg schied in der ersten DFB-Pokalrunde aus und kam beim BVB unter die Räder. Foto: Guido Kirchner

Dortmund (dpa) - Das Wort Krise kam Martin Schmidt nicht über die Lippen. Und doch ließ der Trainer des FC Augsburg zwischen den Zeilen erkennen, dass sein Team auf einem bedenklichen Weg in eine Notlage ist.

«Wir werden da raus kommen, davon bin ich überzeugt», kommentierte der Schweizer Fußball-Lehrer nach dem deftigen 1:5 (1:1) bei Borussia Dortmund im Duktus eines Krisenmanagers.

Für die Augsburger hat die neue Saison ebenso ernüchternd begonnen, wie die alte aufgehört hat. Zumindest in der zweiten Halbzeit von Dortmund präsentierte sich das Team ähnlich desolat wie beim 1:8 gegen den VfL Wolfsburg am 18. Mai. «Wir haben zum Schluss richtig auf die Fresse bekommen. Sie haben mit uns Katz und Maus gespielt», sagte Kapitän Daniel Baier in erster Enttäuschung im TV-Sender Sky.

Dabei sollte die Partie in Dortmund über das peinliche Pokal-Aus eine Woche zuvor beim Regionalligisten aus Verl hinweghelfen und für Wiedergutmachung sorgen. Die schnelle Führung durch Florian Niederlechner nach nur 31 Sekunden machte Mut. Auch wenn BVB-Torjäger Paco Alcácer postwendend der Ausgleich gelang, verlief bis zur Pause für Augsburg fast alles nach Plan. Doch danach verlor die Deckung ihre Stabilität. «Es gab von uns Begleitschutz im Sechzehner», klagte Baier, «das müssen wir dringend abstellen.»

Für mehr Stabilität soll dem «Kicker» zufolge Stephan Lichtsteiner sorgen. Der 105-malige Schweizer Nationalspieler soll für die Problemzone rechte Außenverteidigung verpflichtet werden. Nachdem sein Vertrag Ende Juni beim FC Arsenal ausgelaufen war, wäre Lichtsteiner sogar ablösefrei.

Mit Verweis auf die großen Umbaumaßnamen innerhalb des Kaders im Sommer warb Trainer Schmidt um Nachsicht: «Dieses neue, junge Team hat Kredit verdient.» Trotz des kapitalen Fehlstarts in die Saison hofft er auf eine schnelle Trendwende. «Für uns ist es ganz wichtig, dass wir trotz des 1:5 die Köpfe oben halten. In der kommenden Woche spielen wir gegen Union Berlin. Das wird unsere nächste Prüfung.»

Abwehrspieler Reece Oxford gab eine Empfehlung, wie die aufkommenden Zweifel vertrieben werden könnten: «Nach dem Pokal-Aus und der Niederlage in Dortmund müssen wir das Heimspiel gegen Union Berlin jetzt so angehen, als ob die Saison jetzt für uns beginnt.»

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