Schutz vor Kopfverletzungen
Paderborns Gjasula für Helm-Pflicht im Profifußball

Der Mann mit dem Helm spielt endlich Bundesliga. Klaus Gjasula geht seit einer schweren Jochbogenverletzung nicht mehr ohne Kopfschutz auf den Fußballplatz. Schon Jahre vor ihm hatte ein Weltklassespieler ähnlich reagiert. Folgen nun weitere Profis?

Mittwoch, 21.08.2019, 12:17 Uhr aktualisiert: 21.08.2019, 12:20 Uhr
Spielt mit Helm: Paderborns Klaus Gjasula.
Spielt mit Helm: Paderborns Klaus Gjasula. Foto: Frank Molter

Paderborn (dpa) - Der Paderborner Bundesliga-Profi Klaus Gjasula hat eine Helm-Pflicht für alle Spieler im deutschen Profifußball vorgeschlagen.

«Ich fände es sinnvoll, wenn alle Spieler einen Helm tragen würden. Das würde vielleicht auf dem Platz komisch aussehen, aber es wäre definitiv für die Gesundheit aller das Beste», sagte der 29-Jährige vom Erstliga-Aufsteiger SC Paderborn in einem Interview des Portals t-online .de.

Der 1,90 Meter große Deutsch-Albaner trägt in jeder Partie einen Helm, nachdem er im Oktober 2013 bei einem Kopfballduell einen Bruch des Jochbogens erlitten hatte. «Der Helm gibt mir einfach das Gefühl, dass nichts passieren kann», sagte Gjasula.

Dass nicht auch andere Spieler seinem Beispiel folgen und einen Helm tragen, liegt für Gjasula besonders an der Optik. Schließlich gelten Fußball-Profis als äußerst eitel. Gjasula stört das dagegen nicht. «Ich sehe lieber beim Fußball spielen ein bisschen komisch aus und bin dafür auch nach dem Fußball gesund. Das ist das Wichtigste für mich», sagte der Defensivspieler.

Mit dem in vielen Sportarten diskutierten Thema Gehirnerschütterungen hat der Helm bei Gjasula dagegen nichts zu tun. Mit dem von der Deutschen Fußball Liga für diese Fälle eingeführten Prozedere hat sich der Deutsch-Albaner daher noch nicht beschäftigt.

Gjasula ist übrigens nicht der einzige Spieler, der stets einen Helm trägt. Der tschechische Weltklassetorwart Petr Cech hatte sich nach einem Schädelbruch bereits 2006 dazu entschieden, immer einen Helm zu tragen. Dass sowohl Cech auch er selbst erst handelten, nachdem sie sich eine schwere Verletzung zugezogen hatten, ist für den Paderborner typisch. «Der Mensch handelt erst dann, wenn es schon passiert ist, nicht davor.»

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