Vorfreude auf Guimarães
Eintrachts neues Tore-Duo: Dost und Silva

Jovic, Haller und Rebic sind aus Frankfurt abgewandert: Jetzt knipsen andere. Bas Dost und André Silva machen der Eintracht Hoffnung, auch in Europa wieder für Furore sorgen zu können. Die Effizienz im Auftritt beim aggressiven Neuling 1. FC Union Berlin stimmte schon.

Samstag, 28.09.2019, 12:56 Uhr aktualisiert: 28.09.2019, 13:00 Uhr
Frankfurts Bas Dost jubelt über seinen Treffer gegen Union Berlin.
Frankfurts Bas Dost jubelt über seinen Treffer gegen Union Berlin. Foto: Andreas Gora

Berlin (dpa) - Die Eintracht hat ein neues Knipser-Duo. Nach den Treffern von Bas Dost und André Silva zum Auftakt des 6. Spieltages in der Fußball-Bundesliga ist bei den Frankfurtern die Lust auf den nächsten Auftritt auf internationalem Parkett geweckt.

«Wir wollen gewinnen, also müssen wir treffen. Mit unserem Team können wir Tor-Chancen kreieren», sagte der Portugiese Silva nach dem 2:1-Sieg bei Union Berlin , mit dem die Hessen eine fast sechsmonatige Sieglos-Phase in fremden Bundesliga-Stadien beendeten.

«Bei meinem Tor habe ich spekuliert. Das ist mein Job, und von so etwas lebt man als Stürmer», erklärte der Holländer Dost, im Sommer für 7,5 Millionen Euro von Sporting Lissabon zurück in die Bundesliga gekommen. «Es freut mich für Bas, nicht nur wegen des Tores, sondern weil er immer gearbeitet hat. Man sieht, dass er körperlich zugelegt hat», sagte Eintracht-Trainer Adi Hütter zum ersten Startelf-Auftritt von Dost. Für den 30 Jahre alten Ex-Wolfsburger war es das zweite Liga-Tor für Frankfurt, sein insgesamt 38. in der Bundesliga.

Am Donnerstag geht es nun für das Hütter-Team auf der geliebten Europa-League-Bühne gegen Vitoria Guimarães weiter. «Das Spiel gegen den nächsten Gegner ist besonders. Es ist ein Spiel in meinem Land, in Portugal. Es ist in der Nähe meiner Geburtstätte», sagte Silva. Der vom AC Mailand ausgeliehene Stürmer erzielte das zweite Tor bei Union nach Traumflanke von Djibril Sow per Kopf. «André hat trotz einer verpassten Chance nicht aufgehört zu fighten», bemerkte Hütter.

Der in der kleinen Gemeinde Baguim do Monte - gelegen zwischen Porto und Guimarães - geborene André Miguel Valente da Silva war 2017 für 38 Millionen Euro vom FC Porto zum AC Mailand gewechselt, wurde dann aber an den FC Sevilla und Anfang September im Gegenzug für Ante Rebic für zwei Jahre von Milan an Frankfurt verliehen.

«Er ist technisch gut, hat ein gutes Spielverständnis und kann mit links, mit rechts und mit dem Kopf abschließen», sagte der Österreicher Hütter über seinen neuen Stürmer. In 33 Länderspielen traf Silva für Portugal 15 Mal. Landsmann Gonçalo Paciência, der in dieser Saison auch schon sechs Pflichtspiel-Tore auf dem Konto hat, kam in Berlin erst in der Schlussphase für Dost ins Spiel.

Silva, Dost und Pacência sollen nun nach dem 0:3-Fehlstart gegen den FC Arsenal auch in der Europa League die Spur der inzwischen abgewanderten Luka Jovic (Real Madrid), Sébastien Haller (West Ham United) und Rebic aufnehmen.

«Wir können jetzt mit einem sehr guten Gefühl nach Portugal reisen», bemerkte der in Berlin stark spielende Schweizer Sow, auch ein Neuer bei der Eintracht: «Wir sind noch nicht bei 100 Prozent, aber von Spiel zu Spiel wird es besser. Und ich hoffe, dass wir auch am Donnerstag einen Sieg einfahren können.» Das sieht auch Knipser Dost so: «Ich kenne die Qualitäten meiner Kollegen, und ich sehe, dass da immer noch Luft nach oben ist. Auch für mich selbst natürlich.»

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