Fußball: Kommentar
Uli Hoeneß – der impulsive Polarisierer ist abgetreten

Über Uli Hoeneß ist in den letzten Tagen eine Menge, ja fast alles gesagt worden. Wer er wirklich ist, das sollen doch diejenigen beurteilen, die dem abgetretenen Präsidenten des FC Bayern München wirklich gut kennen, schreibt unser Redaktionsmitglied Wilfried Sprenger in seinem Kommentar.

Freitag, 15.11.2019, 21:00 Uhr aktualisiert: 15.11.2019, 21:21 Uhr
Uli Hoeneß
Uli Hoeneß Foto: Sven Hoppe

Polterer, Kümmerer, Betrüger, Entscheider, Häftling, Freund, Familienvater, Patron, Jekyll, Hyde – Uli Hoeneß hat in seinem Leben viele Rollen ausgefüllt. Er kann wahrlich nicht auf alle stolz sein, manches lässt sich auch mit noch so vielen guten Worten und Taten nicht reinwaschen.

Mindestens in einer Sache ist sich der Metzgersohn aus Ulm jedoch immer treu geblieben: Den FC Bayern , seinen FC Bayern, hat er über vier lange, aufregende und gewiss auch kräftezehrende Dekaden außergewöhnlich klug geführt und dazu so sorgsam beschützt und so hartnäckig verteidigt wie eine Mutter ihr Kind. Ohne den 67-Jährigen hätte das gigantische Fußball-Unternehmen niemals weltweite Strahlkraft erreicht.

Der große Trainer Jupp Heynckes hat einmal gesagt, dass die Öffentlichkeit teilweise ein falsches Bild von seinem Freund habe. Das mag sein, aber ist eine seriöse Einschätzung dieses impulsiven Polarisierers aus der Ferne überhaupt möglich? Ist Hoeneß ein guter Mensch? Ist Hoeneß ein schlechter Mensch? Es können und sollen nur die beurteilen, die ihm wirklich nahe stehen.

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