Heimniederlage
Union-Schwur: Nicht mit schlechtem Gefühl in Weihnachtszeit

Das Gefühl bleibt positiv beim Überraschungsteam der Bundesliga - trotz des 0:2 im eigenen Stadion gegen Hoffenheim. Und es soll so mit in den Weihnachtsurlaub genommen werden. Coach Fischer fasst die Lehren zusammen: Nur gut zu sein, reicht für den 1. FC Union nicht.

Mittwoch, 18.12.2019, 07:43 Uhr aktualisiert: 18.12.2019, 07:46 Uhr
Union-Kapitän Christopher Trimmel (l) im Zweikampf mit Hoffenheims Robert Skov.
Union-Kapitän Christopher Trimmel (l) im Zweikampf mit Hoffenheims Robert Skov. Foto: Andreas Gora

Berlin (dpa) - Der kurzen Enttäuschung folgte sofort der Schwur. «Das kann ich versprechen, dass wir mit keinem unguten Gefühl in den Urlaub gehen. Das wird es bei uns nicht geben», sagte Christopher Trimmel , der Kapitän des bisher so positiv überraschenden Bundesliga-Neulings 1. FC Union Berlin .

Dass mit dem 0:2 gegen 1899 Hoffenheim am 16. Spieltag eine imponierende Heimserie von vier Siegen ohne Gegentor zu Ende gegangen war, wollte bei den Eisernen niemand als Rückschlag oder Anlass für Zweifel werten.

«Die Leistung von uns war gut, aber gut reicht manchmal nicht», sagte Trainer Urs Fischer zu 90 umkämpften Minuten, in denen der Aufsteiger lange die besseren Akzente gesetzt, aber Hoffenheim den Kampf angenommen hatte. «Wenn wir nicht sehr gut sind, wird es für uns schwierig», ergänzte der Schweizer. Union muss sich weiter jeden Punkt hart erarbeiten, auch wenn 20 Zähler einen Spieltag vor Weihnachten schon für eine sehr gelungene Hinrunde im Fußball-Oberhaus sprechen. «Es hat uns heute an Effizienz und Entschlossenheit gefehlt, auch in den Zweikämpfen müssen wir hartnäckiger sein», bemerkte Fischer.

Zudem hatten die Gäste vor 20.350 Zuschauern im nicht ganz ausverkauften Stadion an der Alten Försterei - Hoffenheim schöpfte das Gäste-Kontingent bei den Fans nicht aus - «das nötige Wettkampfglück», meinte der Union-Trainer. Der Togolese Ihlas Bebou (56. Minute) und der eingewechselte Christoph Baumgartner (90.+1) machten das, was Union nicht schaffte: Sie schossen Tore.

Schon kurz nach dem Schlusspfiff begann bei Union mit Blick auf das letzte Spiel des Jahres am Sonntag bei Fortuna Düsseldorf die Fehleranalyse: «In gewissen Situationen müssen wir ruhiger bleiben», sagte Trimmel. «Da haben wir zu viele lange Bälle gespielt.»

Dennoch gehen die Eisernen mit Optimismus in die letzte Aufgabe eines außergewöhnlich erfolgreichen Jahres 2019. «Auch wenn du verlierst, hast du kein ungutes Gefühl. Du ärgerst dich. Aber es ist nicht so, dass du sagst, es war ein ganz, ganz schlechter Tag», bemerkte der Österreicher Trimmel. «Die Art und Weise» sei das Wichtigste: «Ich glaube nicht, dass wir uns heute ergeben haben.» Auch Coach Fischer dachte schnell an Sonntag: «Vielleicht fehlte uns das letzte Quäntchen Konsequenz. Dafür gibt es aber Gründe, und daran müssen wir weiterarbeiten. Das wollen wir in Düsseldorf besser machen.»

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