Bundesliga-Rückrundenstart
Erster RB-Test auf Titeltauglichkeit - BVB vor FCA-Probe

Wer kommt am besten aus der Winterpause? Halbzeit-Meister RB Leipzig muss sich gegen Union Berlin bewähren. Borussia Dortmund ist in Augsburg gleich gefordert. Ob mit oder ohne den neuen Millionenmann, ist allerdings noch offen.

Samstag, 18.01.2020, 07:43 Uhr aktualisiert: 18.01.2020, 07:46 Uhr
Geht mit Leipzig als Tabellenführer in die Rückrunde: RB-Coach Julian Nagelsmann.
Geht mit Leipzig als Tabellenführer in die Rückrunde: RB-Coach Julian Nagelsmann. Foto: Jan Woitas

Berlin (dpa) - Die Winterpause der Fußball-Bundesliga ist beendet. Halbzeit-Meister RB Leipzig bekommt es heute im Ostduell mit Aufsteiger Union Berlin zu tun. Verfolger Borussia Dortmund muss in Augsburg ran.

LEIPZIG: Jetzt gilt es für RB. Den Griff nach der ersten Meisterschale in der jungen Bundesliga-Historie trauen den Sachsen viele Experten von Bundestrainer Joachim Löw bis Ex-Meistercoach Christoph Daum zu. Für den Herbstmeister und seinen Trainer Julian Nagelsmannn gilt es, gleich zum Rückrundenauftakt die hohen Ansprüche zu dokumentieren. In Union Berlin kommt ein unbequemer Außenseiter zum Topspiel (18.30 Uhr) - allerdings konnten die Eisernen in ihrer Premierensaison bisher nur einen Auswärtssieg feiern. Leipzig fehlt der kranke Emil Forsberg.

DORTMUND: Spielt er oder spielt er nicht? Erling Haaland ist der Liga-Top-Transfer des Winters. Ob der norwegische Stürmer, der für 20 Millionen Euro aus Salzburg kam, im Gastspiel beim FC Augsburg erstmals für Borussia Dortmund in der Bundesliga spielt, entscheidet Trainer Lucien Favre möglicherweise kurzfristig. Die Ausgangslage ist für den selbsterklärten Titelanwärter klar: Nach diversen Nachlässigkeiten in der Hinrunde darf Schwarz-Gelb keine Punkte mehr liegen lassen.

FRANKFURT: Sieben Spiele ohne Sieg. Diese miserable Serie soll für Frankfurts Trainer Adi Hütter beim Gastspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim unbedingt zu Ende gehen. Sonst droht ein weiteres Abstürzen und harter Abstiegskampf. In Florida wurde viel Kraft getankt und Taktik trainiert. Hoffnungsträger ist Torwart Kevin Trapp, der nach langer Schulterverletzung wieder zum Einsatz kommen kann. Gegner Hoffenheim muss ohne den verletzten Stammkeeper Oliver Baumann auskommen.

FREIBURG: Nur ein Punkt aus den den letzten drei Spielen und dennoch Platz acht mit Kontakt zu den Europacup-Plätzen. Freiburg freut sich über eine prima Hinrunde. Ausgerechnet Auftaktgegner Mainz 05 weckt aber keine guten Erinnerungen. In den vergangenen zehn gemeinsamen Jahren in der Bundesliga gelang den Breisgauern kein Sieg in Mainz. Trainer Christian Streich kassierte bei den Rheinhessen vor acht Jahren auch seine erste Niederlage als Bundesliga-Coach. Stammkeeper Alexander Schwolow kehrt ins Tor zurück.

BREMEN: Werder braucht nach dem Absturz auf Platz 17 einen Sieg, um den direkten Abstiegskonkurrenten Fortuna Düsseldorf auf dem Relegationsrang wieder zu verdrängen. Der letzte Sieg in der NRW-Kapitale ist aber lange her. 1991 gewann Werder durch zwei Treffer des Ex-Düsseldorfers Klaus Allofs mit 2:1. Mit Winterleihe Kevin Vogt und den genesenen Ömer Toprak und Niklas Moisander hat Trainer Florian Kohfeldt praktisch eine komplett neue Abwehrreihe zur Verfügung. Bei einer fünften Niederlage in Serie würde der Club-Negativrekord eingestellt.

KÖLN: Der FC hätte keine Winterpause gebraucht. Drei Siege gab es 2019 im Schlussspurt. Der Aufwärtstrend, der auf Platz 15 führte, soll gegen den VfL Wolfsburg fortgeführt werden. In Mark Uth und dem Ex-Wolfsburger Elvis Rexhbecaj könnten beide Kölner Winterzugänge in der Startelf stehen. VfL-Manager Jörg Schmadtke ist zu Besuch bei seinem alten Arbeitgeber, mit dem er 2014 den Bundesliga-Aufstieg feierte, aber in der Saison 2017/2018 gehen musste. Da stieg Köln als Letzter wieder ab.

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