Kopfverletzungen
Gladbachs Kramer will nicht mit Helm spielen

Mönchengladbach (dpa) - Rio-Weltmeister Christoph Kramer von Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach will trotz mehrfacher Kopfverletzungen nicht mit einem Helm spielen.

Freitag, 07.02.2020, 18:34 Uhr aktualisiert: 07.02.2020, 18:38 Uhr
Mönchengladbachs Christoph Kramer wird verletzt vom Feld geführt.
Mönchengladbachs Christoph Kramer wird verletzt vom Feld geführt. Foto: Robert Michael

«Ich muss sagen, dass ich kein Helm-Typ bin», sagte der 28-Jährige der Düsseldorfer Zeitung « Rheinische Post » (Samstag). «Ich habe schon vorher mal darüber nachgedacht, nicht erst seit der Schädelprellung, die ich mir am vergangenen Samstag zugezogen habe. Aber ich habe ja auch mal mit Maske gespielt, und das hat mich derart behindert, dass ich davon absehe - auch wenn das natürlich eine Gewöhnungssache ist.»

Kramer hatte im Spiel in Leipzig (2:2) bei einem Zusammenprall mit Nationalspieler Timo Werner eine leichte Gehirnerschütterung erlitten, für das Derby am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) gegen den 1. FC Köln fällt er aus. Es war nicht seine erste Kopfverletzung: Im WM-Finale 2014 in Brasilien war Kramer nach einem Zweikampf benommen zu Boden gegangen, er spielte aber zunächst weiter. Später gab er an, sich nicht mehr an das Endspiel erinnern zu können. 2017 folgten drei weitere Kopfverletzungen.

«Es geht mir gar nicht um Eitelkeit, das muss klar sein. Ich nehme das Thema sehr ernst, ohne es übermäßig zu dramatisieren», sagte Kramer. «Aber ich will nicht mit Helm spielen. Und ich werde auch weiter ohne Angst spielen. Wenn ich mir darüber Gedanken machen würde, dass ich mich ohne Helm verletzen könnte und dann vielleicht nicht in einen Zweikampf gehe, könnte ich auch gleich aufhören.»

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