Eintracht-Sportvorstand
Bobic: Niemand würde von Geisterspiel-Verbot profitieren

Frankfurt/Main (dpa) - Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic sieht keine Argumente gegen eine Fortsetzung der derzeit unterbrochenen Bundesliga-Saison.

Freitag, 01.05.2020, 19:53 Uhr aktualisiert: 01.05.2020, 19:56 Uhr
Fredi Bobic ist der Sportvorstand von Eintracht Frankfurt.
Fredi Bobic ist der Sportvorstand von Eintracht Frankfurt. Foto: Tom Weller

Ihm falle «niemand ein, der davon profitieren könnte», sollte die Politik Geisterspiele weiterhin untersagen, sagte der Ex-Nationalspieler der « Süddeutschen Zeitung ». «Ich sehe nur den Schaden, wenn der Fußball nicht wieder spielt. Ich verstehe natürlich, wenn jemand mit Fußball nichts anfangen kann. Aber warum sollte man dagegen sein? Aus Schadenfreude? Das wäre traurig.»

Die Deutsche Fußball Liga bereitet sich derzeit auf die Wiederaufnahme des Spielbetriebs Mitte oder Ende Mai vor. Dafür müssen Politik und Gesundheitsämter ihre Zustimmung geben, am kommenden Mittwoch konferieren Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten. Bobic betonte, dass der Fußball keine Sonderrolle für sich beanspruche.

«Ich kenne die Meinungen, aber ich finde nicht, dass wir Druck machen», sagte der 48-Jährige. «Wir bereiten uns darauf vor, wieder anfangen zu können, genau wie jeder Restaurantbesitzer und jedes Unternehmen, das wieder loslegen möchte und muss. Wir wollen keine Sonderrolle, wir wollen das machen, was alle tun: den Laden wieder ins Laufen bringen.»

Er würde sich «doch auch freuen, wenn die Kitas oder die Spielplätze wieder aufmachen, aber das liegt nicht in unserer Hand». Die Vereine und die DFL könnten nur «dafür sorgen, dass wir wieder Fußball spielen, sobald wir das dürfen – ohne jemanden zu schädigen oder jemandem etwas wegzunehmen».

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