Fußball-Bundesliga
Berater-Duo kritisiert DFL-Boss Seifert: «Respektlos»

Karlsruhe (dpa) - Das Spielerberater-Duo Dirk Pietroschinsky und Gordon Stipic hat Aussagen von DFL-Boss Christian Seifert mit deutlichen Worten gekontert.

Mittwoch, 13.05.2020, 12:56 Uhr aktualisiert: 13.05.2020, 13:00 Uhr
Christian Seifert wird von Spielerberatern kritisiert.
Christian Seifert wird von Spielerberatern kritisiert. Foto: Boris Roessler

Seiferts Worte seien «deplatziert und respektlos», sagten die Berater, die mit der Agentur ISMG unter anderem Weltmeister Matthias Ginter, Nationalspieler Nadiem Amiri sowie die Ex-Nationalspieler Kevin Volland und Nils Petersen betreuen, dem «kicker».

Seifert hatte in einem FAZ-Interview von Beratern gesprochen, «die Millionen kassieren für einen Musterarbeitsvertrag, den sie bei uns aus dem Internet herunterladen können. Und das einfach nur deshalb, weil sie den richtigen Dreiundzwanzigjährigen kennen.»

Seifert habe «pauschal und oberflächlich auf Spieler und Berater eingedroschen», sagten Pietroschinsky und Stipic : «Die Spieler wurden als mit Geld um sich werfende Kosumjunkies dargestellt und die Arbeit als Berater wurde als stupide Tätigkeit abgestempelt.» Zu ihrer Arbeit gehöre aber «wahrlich mehr als nur das Klicken einer Downloadtaste und ein glückliches Händchen im Bekanntenkreis».

Vor der Arbeit Seiferts als Krisen-Manager zogen die Berater allerdings den Hut. Sie luden den DFL-Boss aber «herzlich ein, uns in unserem Arbeitsalltag mal zu begleiten».

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