Fan-Organisation
«ProFans» für differenzierte Zuschauer-Zulassung in Stadien

Berlin (dpa) - Die Fan-Organisation «ProFans» hat sich nach dem ersten Spieltag in der Fußball-Bundesliga für eine differenzierte Zulassung von Zuschauern im Stadion ausgesprochen.

Montag, 21.09.2020, 07:24 Uhr aktualisiert: 21.09.2020, 07:26 Uhr
Fans von Union Berlin finden sich vereinzelt vor dem Anpfiff des Spiel auf der Stehtribüne ein.
Fans von Union Berlin finden sich vereinzelt vor dem Anpfiff des Spiel auf der Stehtribüne ein. Foto: Andreas Gora

Er halte es für zweifelhaft, ob die einheitlich erlaubten 20 Prozent der Stadionkapazität sinnvoll seien, sagte Sprecher Sig Zelt dem Fachmagazin «Kicker». «Wenn ich berücksichtige, dass in Bayern das Zehnfache an Infektionen auf 100.000 Einwohner zu verzeichnen ist als etwa in Mecklenburg-Vorpommern, dann stellt sich die Frage: Warum gelten für Rostock gleich große Beschränkungen wie für Augsburg? Man sollte die Regelung an das Infektionsgeschehen anpassen», sagte Zelt.

In einer Testphase bis zu Ende Oktober dürfen unter den Bedingungen der Coronavirus-Pandemie Zuschauer bis zu 20 Prozent der Stadion- und Hallenkapazität zu Sportveranstaltungen. Darauf hatten sind am vergangenen Dienstag Bund und Länder geeinigt. Anschließend sollen die Ergebnisse analysiert und eventuell neue Regelungen getroffen werden.

Am ersten Spieltag waren bei der Partie Borussia Dortmund gegen Borussia Mönchengladbach 10.000 Zuschauer zugelassen, in Leipzig durften 8500 Besucher die Partie von RB gegen den FSV Mainz 05 im Stadion verfolgen. Dagegen wurden die Spiele FC Bayern München gegen FC Schalke 04 und 1. FC Köln gegen die TSG 1899 Hoffenheim vor leeren Rängen ausgetragen. Dort hatten die Behörden jeweils kurzfristig die Zulassung von Zuschauern wegen zuletzt stark gestiegener Corona-Infektionszahlen verboten.

© dpa-infocom, dpa:200920-99-641531/3

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