Überblick
Bundesliga: Das war der Samstag, das kommt am Sonntag

Das Titelrennen zwischen Bayern und Leipzig bleibt spannend. Nach dem nächsten Debakel gibt sich Schalke-Trainer Gross kämpferisch. Ein Abstiegskandidat will die Niederlagen der Konkurrenz nutzen.

Sonntag, 28.02.2021, 07:02 Uhr aktualisiert: 28.02.2021, 07:04 Uhr
Doppeltorschütze Serge Gnabry (r) erzielt das Tor zum 5:1 gegen Kölns Torwart Timo Horn.
Doppeltorschütze Serge Gnabry (r) erzielt das Tor zum 5:1 gegen Kölns Torwart Timo Horn. Foto: Sven Hoppe

Berlin (dpa) - Schwächephase überwunden, Vorsprung gewahrt: Der FC Bayern München geht gestärkt in den modernen Klassiker bei Borussia Dortmund am kommenden Spieltag. Nach dem 5:1 gegen den 1. FC Köln beträgt das Polster des Spitzenreiters auf RB Leipzig jedoch weiter nur zwei Zähler.

Der Verfolger bleibt dank einer Aufholjagd beim 3:2 gegen Borussia Mönchengladbach am deutschen Rekordmeister dran. Am Tabellenende wird die Situation für den FC Schalke 04 immer aussichtsloser - dazu kommt der Wirbel um Trainer Christian Gross . Das Wichtigste zum 23. Spieltag der Fußball-Bundesliga im Überblick:

COMEBACKS: Die Bayern durften sich nicht nur über einen klaren Sieg trotz zwischenzeitlicher defensiver Wackelphase, sondern auch über zwei erfolgreiche Rückkehrer freuen. Serge Gnabry glänzte nach seiner Einwechslung als Torschütze zum 4:1 und 5:1, Thomas Müller bereitete nach nur 31 Sekunden auf dem Feld den dritten Münchner Treffer vor. «Als Thomas Müller und ich reingekommen sind, haben wir versucht, frischen Wind reinzubringen», sagte Gnabry, der erstmals nach seinem Muskelfaserriss wieder spielte. «Dann haben wir auch schnell das 3:1 gemacht und danach fiel es uns auch wieder leichter.» Müller stand nach seiner Infektion mit dem Coronavirus wieder auf dem Feld.

Leipzig rettete dank des Treffers von Alexander Sörloth in der dritten Minute der Nachspielzeit den fünften Ligasieg in Serie. «Mein Tor hat mich natürlich super glücklich gemacht», sagte der Norweger, der mit zuvor nur einem Saisontreffer bislang deutlich hinter den Erwartungen geblieben war.

SCHALKE-KRISE: Beim 1:5 beim VfB Stuttgart erlebten der Revierclub und Coach Gross das nächste Debakel dieser Saison zum Vergessen. Aufgeben will der Schweizer aber nicht. «Nein, nein», sagte der 66-Jährige bei Sky auf die Frage, ob er hinwerfen würde: «Für mich gibt es kein Aufgeben.» Ein Clubsprecher hatte zuvor übereinstimmende Medienberichte zurückgewiesen, wonach Profis einen Trainerwechsel gefordert haben sollen. Lizenzspielerchef Sascha Riether ließ die genauen Inhalte von Gesprächen mit Spielern, die es diese Woche gegeben hatte, offen.

FRUST IM ABSTIEGSKAMPF: Arminia Bielefelds Stefan Ortega versuchte erst gar nicht, seinen Ärger über das 0:3 bei Borussia Dortmund zu verstecken. «Absolut Scheiße», resümierte der Keeper die vierte Niederlage in den vergangenen fünf Partien. «Ich bin komplett frustriert.» Sollte der FSV Mainz 05 am Sonntag (15.30 Uhr) einen Punkt gegen den FC Augsburg holen, würde Bielefeld auf den 17. Tabellenplatz abrutschen.

Hertha BSC hat sogar seit inzwischen neun Ligapartien nicht gewonnen und könnte bei einem Mainzer Sieg auf den Relegationsrang fallen. «Ich habe gedacht, was für ein Schicksal. Das kann nicht sein, dass das Spiel 0:2 ausgeht», sagte Coach Pal Dardai nach dem 0:2 bei Champions-League-Aspirant VfL Wolfsburg und einer ordentlichen Leistung. «Wir müssen einfach arbeiten. Es dreht sich, das weiß ich, aber ich muss die Jungs davon überzeugen.»

Drei Zahlen zum Spieltag:

2 - Aus den vergangenen fünf Bundesligapartien holte Gladbach nur zwei Zähler. So eine Negativserie legte die Borussia unter Trainer Marco Rose noch nicht hin - und nun steht das Pokal-Duell mit Borussia Dortmund und damit dem nächsten Team des Coaches an.

32 - Mit 32 Punkten aus 23 Spielen ist Stuttgart derzeit so gut wie seit mehr als zehn Jahren nicht mehr.

666 - Wolfsburgs Koen Casteels ist nun bereits seit 666 Bundesliga-Minuten und damit mehr als sieben Partien lang ohne Gegentor. Der Keeper schob sich auf Rang sechs der ewigen Bestenliste - noch fehlen 218 Minuten zu Timo Hildebrand auf dem Spitzenplatz.

© dpa-infocom, dpa:210227-99-622491/3

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