Europa League
Nach Zwischenfällen: UEFA wartet auf Berichte

Istanbul/Nyon (dpa) - Nach mehreren Zwischenfällen in der Europa League hat die UEFA noch nicht über mögliche Ermittlungen oder Disziplinarverfahren entschieden. Man warte noch auf die offiziellen Spielberichte, teilte ein Sprecher der Europäischen Fußball-Union auf Anfrage mit.

Freitag, 04.10.2019, 11:54 Uhr aktualisiert: 04.10.2019, 11:56 Uhr
Eberl hat die Polizei in Istanbul wegen abgenommener Fan-Fahnen am Rande des Europa-League-Spiels scharf kritisiert.
Eberl hat die Polizei in Istanbul wegen abgenommener Fan-Fahnen am Rande des Europa-League-Spiels scharf kritisiert. Foto: Friso Gentsch

Dies beziehe sich sowohl auf die Ereignisse beim Gastspiel von Borussia Mönchengladbach in der Türkei als auch auf die Ausschreitungen vor dem Spiel von Eintracht Frankfurt in Portugal und den Zwischenfall mit einer Drohne in Luxemburg.

Gladbachs Sportdirektor Max Eberl hatte die Polizei in Istanbul wegen abgenommener Fan-Fahnen beim Spiel bei Basaksehir Istanbul (1:1) scharf kritisiert. Der 46-Jährige sprach von «Polizeidiktatur» und kündigte an, sich bei der UEFA  beschweren zu wollen. Polizisten hatten Borussen-Fans Fahnen abgenommen, weil diese christliche Symbole gezeigt hätten. Dabei handelte sich um das Stadtwappen Mönchengladbachs, in dem unter anderem ein Kreuz abgebildet ist.

Zu Fan-Ausschreitungen kam es vor dem Europa-League-Spiel der Frankfurter bei Vitoria Guimarães. Fans beider Mannschaften hatten sich kurz vor dem Anpfiff der Partie gegenseitig mit Sitzschalen beworfen. Die Polizei räumte daraufhin einen Frankfurter Fanblock.

Beim Spiel zwischen dem luxemburgischen Club F91 Düdelingen und FK Karabach Agdam aus Aserbaidschan (1:4) hatte der Schiedsrichter die Partie für etwa 25 Minuten unterbrochen, weil eine Drohne über das Spielfeld geflogen war, an der eine Fahne befestigt war, die nach Medienberichten wie eine armenische Fahne aussah. Armenien und Aserbaidschan befinden sich seit Jahren in einem festgefahrenen Konflikt um die Kaukasusregion Berg-Karabach.

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