Europa League
Eintracht setzt gegen Lüttich auf Papa Rönnow und Offensive

Eintracht Frankfurt steht gegen Standard Lüttich ein Richtung weisendes Spiel in der Europa League bevor. Gegen den punktgleichen Rivalen sollen die Trümpfe hinten und in vorderster Linie stechen.

Mittwoch, 23.10.2019, 15:18 Uhr aktualisiert: 23.10.2019, 15:23 Uhr
Gefeierter Mann beim Sieg gegen Leverkusen: Eintracht-Keeper Frederik Rönnow.
Gefeierter Mann beim Sieg gegen Leverkusen: Eintracht-Keeper Frederik Rönnow. Foto: Uwe Anspach

Frankfurt/Main (dpa) - Jung-Papa Frederik Rönnow kann seinen ersten internationalen Auftritt vor heimischer Kulisse kaum erwarten.

«Es war unglaublich, was hier bei den Europapokalspielen im vergangenen Jahr los war. Im Stadion, aber auch in der ganzen Stadt. Das habe ich natürlich intensiv mitbekommen», sagte der 27 Jahre alte Torwart von Eintracht Frankfurt vor dem Richtung weisenden Gruppenspiel in der Europa League gegen Standard Lüttich und ergänzte: «Deshalb freue ich mich, nun auch auf dem Platz stehen zu dürfen.»

Vor der Partie an diesem Donnerstag (21.00 Uhr/Nitro/DAZN) steht der lange unbeachtete Ersatzmann des verletzten Nationaltorhüters Kevin Trapp plötzlich auf der Sonnenseite des Lebens. Vor einer Woche wurde Rönnow erstmals Vater. 38 Stunden später avancierte er beim 3:0 gegen Bayer Leverkusen zum gefeierten Spieler. «Ich hatte keine einfache Zeit, deshalb war das Spiel natürlich eine tolle Sache für mich. Ich genieße die momentane Phase, weiß aber auch, dass ich weiter hart arbeiten muss», sagte der Däne bescheiden.

Die Eintracht baut auch gegen den Tabellenzweiten der belgischen Jupiler League auf Rönnows Klasse, die lange bezweifelt wurde. Denn der 2018 von Bröndby IF als Nachfolger des damals zu Bayer Leverkusen gewechselten Lukas Hradecky geholte Keeper konnte zunächst nicht überzeugen. Er landete nach der Ausleihe von Trapp in der Vorsaison schnell auf der Ersatzbank.

Trotzdem ließ sich Rönnow nie hängen. «Man hat die Wahl, sich selbst zu bedauern oder hart an sich zu arbeiten, um aus einer schlechten Phase zu kommen», sagte er unlängst über die schwere sportliche Zeit. Er entschied sich für Letzteres und wird nun dafür belohnt.

«Wir haben gewusst, dass er auf diese Chance wartet. Er hat sich immer korrekt verhalten, war immer für das Team da und hat immer hart trainiert», sagte Eintracht-Trainer Adi Hütter über Rönnow und lobte: «Er ist ein sehr guter Torwart und ein super Typ. Wir sind froh, dass wir ihn haben.»

Gegen Lüttich wird es aber nicht nur auf Rönnow ankommen, sondern auch auf die zuletzt ebenfalls überzeugende Offensivabteilung der Hessen. Im Rennen um den zweiten Platz in der Gruppe F hinter dem souveränen Tabellenführer FC Arsenal muss die Eintracht möglichst einen Sieg erzielen, um sich ein Polster gegenüber dem punktgleichen Rivalen aus Belgien zu verschaffen.

«Das sind die absoluten Schlüsselspiele um das Erreichen der Zwischenrunde. Wir wollen mit einem Sieg vorlegen und uns eine perfekte Ausgangsposition schaffen», sagte Hütter mit Blick auf die beiden Lüttich-Duelle innerhalb von zwei Wochen. Ähnlich sieht es Stürmer Bas Dost: «Wir wollen weiterkommen, also müssen wir zu Hause gewinnen.»

Fraglich ist, ob André Silva dabei mithelfen kann. Portugals Nationalspieler laboriert an Achillessehnenproblemen, die ihn gegen Leverkusen zum Zuschauen zwangen. Hütter will erst am Spieltag entscheiden, «ob es Sinn macht».

Mögliche Aufstellungen:

Eintracht Frankfurt: Rönnow - Abraham, Hasebe, Hinteregger - Fernandes - da Costa, Kostic - Sow, Rode - Paciencia, Dost

Standard Lüttich: Milinkovic-Savic - Vojvoda, Vanheusden, Laifis, Gavory - Bastein, Boljevic - Mpoku, Cimirot, Lestienne - Emond

Schiedsrichter: Stefanski (Polen)

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