Europa League
Letzte Hürde Athen: Zwei Ex-Wolfsburger warnen vor AEK

Mit einem Sieg bei AEK Athen will sich der VfL Wolfsburg heute Abend für die Europa League qualifizieren. Ein ehemaliger Manager und ein ehemaliger Spieler des VfL leben mittlerweile in Griechenland und sagen: Das wird nicht leicht.

Donnerstag, 01.10.2020, 07:21 Uhr aktualisiert: 01.10.2020, 07:25 Uhr
Will mit dem VfL Wolfsburg in die Europa-League-Gruppenphase: Trainer Oliver Glasner.
Will mit dem VfL Wolfsburg in die Europa-League-Gruppenphase: Trainer Oliver Glasner. Foto: Swen Pförtner

Athen (dpa) - Kaum ein anderer Bundesliga-Club hat in den vergangenen fünf Jahren so viele Spieler, Trainer und auch Manager verschlissen wie der VfL Wolfsburg . Seit 2018 arbeitet Jörg Schmadtke daran, dies zu ändern.

Dass die «Wölfe» heute (20.45 Uhr/Sport1) in ihrem entscheidenden Qualifikationsspiel bei AEK Athen schon zum zweiten Mal nacheinander die Europa League erreichen können, zeigt nur, dass der Geschäftsführer Sport in nur kurzer Zeit sehr viel erreicht hat. «Wir sind hierhergekommen, um unseren letzten Schritt in die Gruppenphase zu machen», sagte auch Trainer Oliver Glasner nach der Ankunft in Athen. «Wir brennen auf dieses Spiel.»

Was von dem Heuern und Feuern der Vergangenheit übrig geblieben ist, sind noch immer stattliche Personalkosten und viele ehemalige Wolfsburger, die dem Club bei seinen Reisen durch Europa nun einige Tipps geben können. Mit dem Ex-Manager Olaf Rebbe und dem Ex-Spieler Vieirinha zog es gleich zwei von ihnen nach Griechenland. Beide warnen die «Wölfe» vor dem dritten und letzten Quali-Gegner Athen.

«Das wird ein schweres Spiel für den VfL, AEK ist heimstark», sagte der Vieirinha dem Internetportal «Sportbuzzer». Der 34-jährige Portugiese wechselte 2017 von Wolfsburg zu PAOK Saloniki zurück, wo er sich in diesem Sommer ausgerechnet mit dem neuen Sportdirektor Rebbe nicht über eine Vertragsverlängerung einigen konnte.

Was die Aussichten des VfL für den heutigen Abend angeht, sind die beiden aber einer Meinung: Wolfsburg ist der leichte Favorit, der griechische Meister von 2018 allerdings ein deutlich besseres und international erfahreneres Team als die beiden vorangegangenen Qualifikationsgegner FK Kukesi (4:0) und Desna Tschernihiw (2:0).

«Das Offensivduo ist sehr stark», sagte Rebbe dem «Kicker». «Der Kroate Marko Livaja, der sehr jung nach Italien wechselte und vier, fünf Jahre dort Erfahrungen sammelte, ist vielleicht der spielerisch stärkste AEK-Akteur. Zudem ist der Portugiese Nelson Oliveira ein bulliger Mittelstürmer, der schon in England kickte.»

Athens Abwehrchef ist der Ukrainer Dimitro Tschigrinski, den Pep Guardiola einst zum FC Barcelona holte und dort schnell wieder aussortierte. Der neue Coach Massimo Carrera gehörte jahrelang zum Trainerstab von Juventus Turin und der italienischen Nationalmannschaft. Bei seiner ersten Station als Chef gewann er mit Spartak Moskau auf Anhieb die russische Meisterschaft.

AEK gehört neben PAOK, Olympiakos Piräus und Panathinaikos Athen zu den vier Spitzenclubs in Griechenland. 2013 waren die Gelb-Schwarzen noch Pleite und starteten in der dritten Liga neu. Doch schon 2015 folgte die Rückkehr in die erste Liga und 2018 die zwölfte griechische Meisterschaft. «Das ist eine Mannschaft, die defensiv sehr gut organisiert ist und in der Offensive über mehrere kreative Spieler verfügt», sagte Glasner. Der VfL ist gewarnt.

© dpa-infocom, dpa:200930-99-774832/3

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