Europa League
Hoffenheim startet mit Corona-Sorgen gegen Belgrad

Die TSG 1899 Hoffenheim nimmt einen zweiten Anlauf in der Europa League, nachdem der Club 2017 unter Chefcoach Julian Nagelsmann viel Lehrgeld gezahlt hat und nach den Gruppenspielen ausschied.

Donnerstag, 22.10.2020, 07:19 Uhr aktualisiert: 22.10.2020, 07:22 Uhr
Muss beim Europa-League-Auftakt auf seinen Toptorjäger verzichten: Hoffenheim-Coach Sebastian Hoeneß.
Muss beim Europa-League-Auftakt auf seinen Toptorjäger verzichten: Hoffenheim-Coach Sebastian Hoeneß. Foto: Uwe Anspach

Sinsheim (dpa) - Angesichts der Corona-Krise sieht die TSG 1899 Hoffenheim einen ganz besonderen Stellenwert ihres ersten Europa-League-Spiels in dieser Saison.

«Es geht darum, dass wir nach wie vor auf dem Platz stehen und den Fußball ausüben dürfen. Und das noch international, da freuen wir uns drauf», sagte Torhüter Oliver Baumann vor dem ersten Gruppenspiel des Fußball-Bundesligisten am Abend (21.00/Nitro und DAZN) gegen den serbischen Meister Roter Stern Belgrad. Zuschauer sind im Sinsheimer Stadion nicht zugelassen.

«International zu spielen, das ist mit das Schönste. Jetzt haben wir es wieder geschafft. Wir wollen besser abschneiden als die letzten Male», sagt der 30 Jahre alte Baumann. «Es ist immer wieder schön, andere Gegner vor der Brust zu haben. Dass gerade keine Zuschauer da sind, das trübt so ein bisschen das Geschehen.»

Trainer Sebastian Hoeneß kann es nun besser machen als einst Julian Nagelsmann . Der heutige Starcoach von RB Leipzig flog mit den Kraichgauern 2017 in der Europa League und 2018 in der Champions League in der Vorrunde raus. Nächste Woche muss die TSG ins Corona-Krisengebiet nach Belgien zum Spiel bei KAA Gent. Weiterer Gegner ist FC Slovan Liberec aus Tschechien.

Wie fragil der Spielbetrieb derzeit ist, haben die Hoffenheimer vergangene Woche erfahren: Torjäger Andrej Kramaric und Kasim Adams wurden positiv auf das Coronavirus getestet, Pavel Kaderabek hat einen Fall in der Familie. Das Trio ist weiter in Quarantäne und fehlt am Donnerstag ebenso wie die verletzten Abwehrspieler Benjamin Hübner und Ermin Bicakcic.

© dpa-infocom, dpa:201021-99-28117/3

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