Fußball: Bundesliga
Schalke-Coach Wagner vor Bayern-Gastspiel: „Alle müssen ans Limit gehen“

Gelsenkirchen -

Die Wahrscheinlichkeit auf einen Sieg stufen die Königsblauen selbst nicht besonders hoch ein. Doch wenn Bayern München beim FC Schalke 04 aufläuft, ist das immer ein Höhepunkt für die Fans – egal, ob Philipp Coutinho spielt oder nicht.

Freitag, 23.08.2019, 15:58 Uhr aktualisiert: 23.08.2019, 16:11 Uhr
David Wagner weiß, dass seine Schalker nur eine geringe Chance auf einen Sieg gegen die Bayern haben.
David Wagner weiß, dass seine Schalker nur eine geringe Chance auf einen Sieg gegen die Bayern haben. Foto: dpa

Im September 2014 war es, zweiter Bundesliga-Spieltag – und wie an diesem Samstag war der FC Bayern München zu Gast in der Schalke-Arena. Damals hatte der Serienmeister ebenfalls einen Super-Coup gelandet und den Welt- und Europameister und Champions-League-Sieger Xabi Alonso verpflichtet. Der Spanier sprang sozusagen „aus der kalten Hose“ ins Bayern-Trikot, quasi direkt aus dem Flugzeug auf den Platz – und brillierte auf Anhieb beim 1:1. Vor dem Spiel an diesem Samstag (18.30 Uhr) entwickeln sich Parallelen. Gerade haben die Bayern in Philippe Coutinho erneut einen Coup der Superlative (nicht nur finanziell) gelandet, erneut ist der FC Schalke 04 der zweite Gegner der neuen Saison.

Doch der „Super-Transfer“ wird diesmal noch nicht von Beginn an dabei sein. „Auch wenn viele wollen, dass er gleich spielt: Wir werden ihn nicht verheizen“, betonte Bayern-Coach Niko Kovac. Der 27-Jährige vom FC Barcelona sei „noch nicht auf dem Fitnessniveau, das er braucht, um von Beginn an oder 90 Minuten zu spielen. Wir wollen kein Risiko eingehen“, schilderte Kovac.

Einen wie Coutinho hätten sie gerne im Revier (gesehen). Den letzten seiner Art hatten sie auf Schalke in Raúl. Nun müssen sie kleinere Brötchen backen. Der Tabellen-14. der zurückliegenden Saison trennt sich gerade von seinen immens teuren „Altlasten“: Jewhen Konoplyanka wechselt wohl in die Türkei, Hamza Mendyl geht dorthin, wo der Senf wächst, nach Dijon, Nabil Bentaleb möglicherweise zu Werder Bremen. Sebastian Rudy ist schon in Hoffenheim und Breel Embolo bei Borussia Mönchengladbach. Für das Quintett gab Schalke einmal rund 85 Millionen Euro aus – und bekommt dafür gut 25 Millionen zurück, rechnete der „Kicker“ jüngst aus. Da bleibt kein Raum für spektakuläre Neuverpflichtungen, nur der Blick darauf, dass Coutinho an diesem Samstag vielleicht doch ein paar Einsatzminuten bekommt und Glanz in die Arena bringt. Der Brasilianer, für den Barcelona Anfang 2018 über 140 Millionen Euro an den FC Liverpool überwies, könnte für die „spektakuläre Note“ auf dem Platz sorgen, wie es Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic ausdrückte.

Schalkes Trainer David Wagner kann es nur recht sein, wenn Coutinho nicht spielt: „Wir werden nur eine Chance gegen die Bayern haben, und die ist nicht die allergrößte, wenn wir alle ans Limit gehen, wahrscheinlich sogar darüber hinaus.“ Wagner weiß, wovon er spricht. Der letzte Heimsieg datiert von Januar dieses Jahres (2:1 gegen VfL Wolfsburg) . Verzichten muss Wagner gegen die Bayern auf Suat Serdar, Mark Uth, Alessandro Schöpf und Ozan Kabak.

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