Serie A
Italiens Sportminister erbost über Liga-Entscheidung

Rom (dpa) - Der Umgang des italienischen Fußballs mit dem neuartigen Coronavirus wird zum Politikum. Italiens Sportminister Vincenzo Spadafora bezeichnete die Entscheidung der Serie A, den Spielbetrieb trotz der Ausbreitung von Sars-CoV-2 fortzusetzen, als «unverantwortlich».

Montag, 09.03.2020, 08:28 Uhr aktualisiert: 09.03.2020, 08:30 Uhr
Wegen des neuartigen Coronavirus dürfen in Italien keine Zuschauer in die Stadien.
Wegen des neuartigen Coronavirus dürfen in Italien keine Zuschauer in die Stadien. Foto: Antonio Calanni

Beim öffentlich-rechtlichen TV-Sender Rai 2 sagte er: «Worauf warten wir denn noch? Auf den ersten Infektionsfall in der Serie A?» Den Ligapräsidenten Paolo dal Pino griff er direkt an: «Er gibt Entscheidungen immer nur weiter. Es scheint mir, er ist sich des Ernstes der Lage nicht bewusst.»

In Italien wurden seit Ende Februar zwar etliche Spiele verschoben oder vor leeren Rängen ausgetragen, so auch das Spitzenspiel am Sonntag zwischen Meister Juventus Turin und Inter Mailand (2:0). Spadafora ging das nicht weit genug, seine Forderung am Sonntagmorgen, die Spiele überhaupt nicht mehr anzupfeifen, wurde aber nicht beachtet. Der italienische Verband hat für Dienstag eine Krisensitzung angekündigt.

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