Rechtsstreit
Fußballerinnen und US-Verband einigen sich teilweise

Los Angeles (dpa) - Die Fußballerinnen der US-Nationalmannschaft um Spielführerin Megan Rapinoe haben sich nach übereinstimmenden Medienberichten im Rechtsstreit über schlechtere Arbeitsbedingungen als bei den Männern mit ihrem Verband geeinigt.

Mittwoch, 02.12.2020, 01:31 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 02:00 Uhr
Die US-Spielerinnen jubeln 2019 mit dem WM-Pokal.
Die US-Spielerinnen jubeln 2019 mit dem WM-Pokal. Foto: Sebastian Gollnow

Flüge, Hotels, Trainingsplätze und die Ausstattung des Betreuerstabs müssten zukünftig vergleichbar sein mit den Rahmenbedingungen für die Männer-Auswahl, berichteten am Dienstag unter anderem die Nachrichtenagentur AP und die « New York Times ».

Die Frauenfußball-Nationalmannschaft hatte ihren eigenen Verband (USSF) im Frühjahr 2019 wegen Diskriminierung verklagt. Die Spielerinnen beklagten in erster Linie, dass ihre männlichen Kollegen weitaus besser bezahlt würden. Zudem hätten die Männer bessere Reise-, Spiel- und Trainingsbedingungen. Die Klage wurde im Mai von einem Bundesgericht in Kalifornien abgewiesen. Das Gericht ließ aber den Aspekt der diskriminierenden Arbeitsbedingungen zu, dort kam es nun zur Einigung. Beim Thema gleiche Bezahlung wollen die Spielerinnen wie angekündigt in Berufung gehen.

Die US-Frauen sind wesentlich erfolgreicher als die Männer, werden aber bedeutend schlechter bezahlt. Der Verband rechtfertigt das unter anderem mit den unterschiedlich hohen Prämien, die durch den Fußballweltverband Fifa ausgezahlt werden.

© dpa-infocom, dpa:201202-99-538052/2

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