Fußballstar und Modefreak
Leroy Sané hat 2019 viel vor: «Ich liebe Herausforderungen»

Mit einer Lammfell-Lederjacke im Graffiti-Stil sorgte Leroy Sané bei der Ankunft in Wolfsburg für Aufsehen. Noch mehr will er das jedoch als Fußballer tun. Inzwischen ist auch der Bundestrainer sein Fan.

Dienstag, 19.03.2019, 15:44 Uhr aktualisiert: 19.03.2019, 15:46 Uhr
Leroy Sané spricht bei der Pressekonferenz in Wolfsburg.
Leroy Sané spricht bei der Pressekonferenz in Wolfsburg. Foto: Swen Pförtner

Wolfsburg (dpa) - Beim Aufbruch in eine neue Zeit will auch Leroy Sané in erster Linie mit seiner Fußballkunst für Aufsehen sorgen. Die Extravaganz des 23 Jahre alten Jungstars in Modefragen soll im Testländerspiel gegen Serbien jedenfalls nicht mehr im Mittelpunkt der Sané-Debatten stehen.

Angereist zum Nationalteam nach Wolfsburg war der Profi von Manchester City in einem extrem auffälligen und sündhaftteuren Outfit. Besonderer Blickfang war eine Lammfell-Lederjacke im Graffiti-Stil. Mode sei halt «für jeden Geschmacksache», bemerkte Sané dazu. Ihm gefällt sein Stil - und leisten kann er ihn sich sowieso als Fußball-Millionär.

Im unauffälligen DFB-Kapuzenpulli saß das größte deutsche Offensivtalent am Tag vor dem Länderspielauftakt 2019 gegen Serbien am Mittwochabend (20.45 Uhr/ RTL ) auf dem Pressepodium. Und hauptsächlich ging es dann auch wieder um den Fußballer Sané, der sich zumindest am Ende des total verkorksten deutschen WM-Jahres als ein Gewinner fühlen konnte.

Löw hatte ihn im Sommer im Trainingslager in Südtirol noch aussortiert. Erst seit dem Russland-Debakel setzt der Bundestrainer auf den Flügelstürmer, der in England bei Man City schon länger für Furore sorgt. Der pfeilschnelle Sané schießt viele Tore und bereitet noch mehr vor.

Das will er 2019 auch im modisch schlichten Nationaltrikot noch mehr tun. «Im Moment ist es eine richtig schöne Herausforderung», sagte Sané angesichts des von Löw ausgerufenen «neuen Zeitrechnung» mit einem radikalen Verjüngungsprozess der Nationalmannschaft. «Ich liebe Herausforderungen», lautete Sanés entschlossener Nachsatz. «Ich habe mir das Ziel gesetzt, auf dem Platz mehr voranzugehen.»

Der ehemalige Schalker ist als Wahl-Engländer endlich heimisch geworden im deutschen Eliteteam. Anfangs fremdelte er im DFB-Trikot. «Wenn man nicht viele Spielminuten hat, ist es nicht einfach, sich einzugewöhnen», sagte er vor seinem 18. Länderspiel . Inzwischen ist er nicht nur bei Manchester City Stammkraft, sondern auch bei Löw.

«Mir war wichtig, dass er auch bei uns zeigt, dass er einen Schritt gemacht hat. Bei ManCity hat er schon letztes Jahr eine gute Saison gespielt», betonte der Bundestrainer. Löw ist ja durchaus ein Fan des speziellen Fußballers mit der Wuschelmähne. «Er hat außergewöhnliche Fähigkeiten, bringt sie richtig gut zur Geltung. Ich bin absolut zufrieden mit ihm.» Löw, dem Sanés Modestil übrigens «völlig egal» ist, glaubt und vertraut jetzt Sané: «Er kann dauerhaft zu einem extrem wichtigen Faktor in der Nationalmannschaft werden.»

Zumal Sané im englischen Berufsalltag Pep Guardiola als Lehrer hat. Der ehemalige Bayern-Trainer habe einen «großen Anteil» an seinem Aufstieg zu einem internationalen Topspieler. «Ich habe mich durch ihn sehr weiterentwickelt», erklärte Sané. Auch im Nationalteam und bei Löw soll sein Stellenwert weiter zunehmen. «Von Spiel zu Spiel hat es immer besser gepasst», sagte Sané.

Im November schoss er beim 3:0 gegen Russland und dem 2:2 gegen Holland, am kommenden Sonntag Auftaktgegner in der EM-Qualifikation, seine ersten zwei Länderspieltore. «Ich möchte da weitermachen, wo ich in den letzten Spielen aufgehört habe», sagte Sané. Er will ja 2019 nicht nur durch modische Extravaganzen für Aussehen sorgen.

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