Coronavirus-Pandemie
Deutsche Nationalmannschaft spendet 2,5 Millionen Euro

Leipzig (dpa) - Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat im Zuge der Coronavirus-Pandemie mehr als zwei Millionen Euro für soziale Zwecke gespendet und ihre Fans aufgerufen, sich ebenfalls zu engagieren.

Mittwoch, 18.03.2020, 16:06 Uhr aktualisiert: 18.03.2020, 16:08 Uhr
Die deutsche Nationalmannschaft hat im Zuge der Coronavirus-Pandemie mehr als zwei Millionen Euro für soziale Zwecke gespendet.
Die deutsche Nationalmannschaft hat im Zuge der Coronavirus-Pandemie mehr als zwei Millionen Euro für soziale Zwecke gespendet. Foto: Bernd Thissen

«Wir müssen in solchen Zeiten aufeinander schauen - wir haben uns auch unsere Gedanken gemacht und spenden für einen guten Zweck 2,5 Millionen Euro», sagte Nationalmannschaftskapitän Manuel Neuer (33) in einem Instagram-Video der DFB-Auswahl . «Wir alle sind ein ganz großes Team, nicht nur auf dem Fußballplatz, sondern auch in unserer Gesellschaft. Das merkt man in Zeiten wie diesen», ergänzte der Keeper des FC Bayern München .

DFB-Direktor Oliver Bierhoff sagte am Mittwochnachmittag während einer Videokonferenz des Deutschen Fußball-Bundes, das Team habe «ein Zeichen» setzen wollen, «dass wir solidarisch sind, dass wir helfen wollen, dass wir Menschen unterstützen wollen». Dies sei nun «in allen Bereichen gefordert, dass wir als Team auftreten, als Team der Nationalmannschaft, aber vor allem als Team Deutschland», sagte der 51-Jährige. «Und ich habe das Gefühl, dass das in Deutschland auch in anderen Bereichen passiert.»

Auch Joshua Kimmich (25), Leon Goretzka sowie der Gladbacher Matthias Ginter (26), der Leipziger Lukas Klostermann (23), die beiden Freiburger Robin Koch (27) und Luca Waldschmidt (23) sowie Jonathan Tah (24/Leverkusen) riefen die Fans zu Spenden auf. «Wir sollten uns alle unserer Verantwortung bewusst sein und gerade jetzt Solidarität zeigen», sagte Kimmich, der sich bei denen bedankte, die sich bereits engagieren. Vor allem der medizinischen Abteilung, aber auch bei den Menschen, «die dafür sorgen, dass die Versorgungsketten weiter aufrecht erhalten bleiben».

Neuer zeigte sich beeindruckt von dem Bild, was «unsere Gesellschaft im Moment abgibt, wir helfen uns gegenseitig, wir bieten Unterstützung an.» Das sehe man unter anderen in Krankenhäusern, Altenheimen und Supermärkten.

«Der Fußball steht momentan still und die Gesundheit über allem. Wir stehen vor einem großen gesellschaftlichen Problem, das betrifft uns alle und eben nicht nur die ältere Generation», sagte Goretzka. Er bat die Fans «dementsprechend solidarisch, euren Teil beizutragen und ein Zeichen zu setzen. Da zählt jede Geste», sagte der 25-Jährige mit Verweis auf die Plattform «wirhelfen.eu»: Ginter ergänzte: ««Lasst uns ein Zeichen setzen, indem wir in der schwierigen Zeit zusammenstehen.»

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