2. Liga
Magath zur Verpflichtung von HSV-Coach Wolf: «Kopfschütteln»

Berlin (dpa) - Der ehemalige Meister-Trainer Felix Magath hat kein Verständnis für die Verpflichtung von Hannes Wolf durch seinen ehemaligen Club Hamburger SV.

Freitag, 26.10.2018, 10:12 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 26.10.2018, 10:08 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 26.10.2018, 10:12 Uhr
Felix Magath hat kein Verständnis für die Verpflichtung von HSV-Trainer Hannes Wolf.
Felix Magath hat kein Verständnis für die Verpflichtung von HSV-Trainer Hannes Wolf. Foto: Daniel Reinhardt

«Diese Entscheidung habe ich mit einem Kopfschütteln registriert», sagte der 65 Jahre alte ehemalige Coach des FC Bayern München und des VfL Wolfsburg der «Bild». In dem Zusammenhang kritisierte er den Trend im Profi-Fußball zum Nachwuchstrainer. «Warum seit einiger Zeit in der Bundesliga überwiegend Nachwuchstrainer verpflichtet werden, ist nur schwer nachvollziehbar. Jugend-, Amateur- und Profi-Fußball seien «drei komplett verschiedene Paar Schuhe».

Im Trainer-Beruf sei Erfahrung unglaublich wichtig. «Was denken Sie, wofür sich die Klubbosse entscheiden würden, wenn sie persönlich vor einer schweren Herz-Operation stünden? Für den jungen Arzt, der gerade mit Auszeichnung sein Studium beendet hat? Oder für den erfahrenen Arzt und Operateur, der das schon 1000-mal gemacht hat, jede schwierige Situation kennt und bereits gemeistert hat?», meinte er. «Und der HSV ist eine permanente Operation am offenen Herzen.»

Der Zweitligist hatte am Dienstag den 37 Jahre alten Wolf als Nachfolger der kurz zuvor beurlaubten Christian Titz vorgestellt. Wolf war als Nachwuchstrainer bei Borussia Dortmund erfolgreich, ehe er zum VfB Stuttgart wechselte und die Schwaben in die Bundesliga zurückgeführt hatte. Im Januar war er dort beurlaubt worden.

Sein HSV-Vorgänger Titz (47) war erst im vergangenen März vom U21- zum Cheftrainer beim hanseatischen Traditionsclub befördert worden, hatte den erstmaligen Bundesliga-Abstieg aber nicht verhindern können. Magath hatte Titz immer wieder kritisiert. «Heute neigen Trainer dazu, uns in der Öffentlichkeit ,Märchen‘ zu erzählen. Zum Beispiel, dass der Torwart 50 Meter vor dem Tor stehen soll, um ein zahlenmäßiges Übergewicht zu schaffen», meinte er.

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