2. Liga
Wichtiger Erfolg im Abstiegskampf: Fürth siegt in Regensburg

Greuther Fürth gewinnt in Regensburg und kommt dem Klassenverbleib ein großes Stück näher. Der Jahn hadert mit einem Platzverweis und vergebenen Möglichkeiten, darunter einer Großchance von Punkt.

Montag, 18.03.2019, 22:57 Uhr aktualisiert: 18.03.2019, 23:00 Uhr
Marco Caligiuri (l) lässt sich nach seinem Treffer zum 1:0 feiern.
Marco Caligiuri (l) lässt sich nach seinem Treffer zum 1:0 feiern. Foto: Armin Weigel

Regensburg (dpa) - Mit einem Auswärtssieg beim SSV Jahn Regensburg hat die SpVgg Greuther Fürth einen wichtigen Erfolg im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga gefeiert.

Kapitän Marco Caligiuri (71.) und David Raum in der Nachspielzeit schossen die Franken zu einem 2:0 (0:0) und bescherten ihrem Team einen Neun-Punkte-Vorsprung auf die Abstiegszone - und das bei einem Spiel weniger auf dem Konto. Neben den Torschützen wurde Keeper Sascha Burchert zum Matchwinner, als er einen schwach geschossenen Handelfmeter von Andreas Geipl parierte (83.).

«Wir haben es nicht geschafft, von der ersten Minute an dem Druck aus dem Weg zu gehen», sagte Caligiuri bei Sky zu einer ersten Halbzeit, in der die Fürther gegen eine starke Jahn-Elf Glück hatten. «Das war in der 2. Halbzeit wesentlich besser.» Die Spielvereinigung feierte den ersten Auswärtssieg in der 2. Liga seit Oktober 2018.

Regensburg musste nach Gelb-Rot gegen Markus Palionis (67.) die Schlussphase zu zehnt bestreiten und zog nach vier ungeschlagenen Matches erstmals wieder den Kürzeren. «Wir hatten die Chancen, das Spiel auszugleichen, gerade ich», meinte Geipl. «Über den Elfmeter brauchen wir nicht zu reden, der war einfach schlecht geschossen.» Trainer Achim Beierlorzer sah «das erwartete Spiel auf Augenhöhe» und resümierte: «Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen.»

Die Hausherren machten von Anfang an Druck und kamen zu guten Chancen. Hamadi Al Ghaddiouis Lupfer über Burchert hinweg klärten die Fürther erst auf der Linie (6. Minute), Jann Georges Schuss klärte der Torwart (11.). Nach dem Seitenwechsel ließen zunächst beide Teams Chancen liegen: Fürths Sebastian Ernst brachte den Ball im Konter allein vor Torhüter Philipp Pentke nicht im Tor unter (53.). Auf der anderen Seite hatte Torjäger Marco Grüttner nicht mal einen Keeper vor sich, war zwei Meter vor dem leeren Tor aber zu überrascht und vertändelte (65.). «Den muss ich klar machen», haderte er.

In einer von vielen Fouls geprägten Partie sah Palionis die zweite Verwarnung nach einem unglücklichen Kontakt mit Daniel Keita-Ruel und musste vom Feld. Fünf Minuten später fiel das Tor: Nach einem Eckball samt Kopfballverlängerung schob Kapitän Caligiuri am langen Pfosten unbewacht ein. Der Verteidiger wäre danach fast zur tragischen Figur geworden, als er einen Handelfmeter verursachte. Aber Burchert parierte den harmlosen Strafstoß. Raum machte kurz nach seiner Einwechselung dann Sekunden vor dem Ende alles klar für die Gäste.

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